Lesenskrise
Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass es auch mich treffen könnte: nach und nach kommt mir jeder Lesensmut abhanden. Noch nie war das Lesen für mich so freudlos. Es ist eine veritable Qual, mich durch die Seiten zu baggern, ich bin schon froh, wenn ich ein paar Absätze am Stück schaffe. An den Büchern liegt es bestimmt nicht, ich liebe sie so wie immer (die Dichter sowieso) und sie mich (die Dichter eher nicht). Sie (die Bücher) rufen nach mir, wollen Zeit mit mir verbringen, mich in den Arm nehmen (oder auf den Arm), ich aber, ohne es zu beabsichtigen, weise sie grob zurück. Nun stapeln sie sich in einer Ecke und lassen resigniert die Umschläge hängen. Was ich mit meiner Lesenszeit mache, kann ich nicht genau sagen, sie verstreicht einfach und danach bleibt nur immer die Frage, was ich eigentlich gemacht habe. Bin ich krank? Was ist mit mir los? Ich will ja lesen, mit aller Kraft, aber es geht nicht, mein Kopf klemmt. Ein Arzt würde mich bestimmt nur auslachen. Als Nichtleser wäre ich schliesslich dem Bevölkerungsdurchschnitt näher und damit aus medizinischer Sicht geradezu normal, also kerngesund. Niemand versteht mich! Ich kann so nicht weiterlesen! Ich nehme mir das Lesen!
Zwischendurch glimmt ein Funke Lesenshoffnung auf. Magdalena und der namenlose Schlaflose sorgen derzeit dafür, dass der Lesensfaden nicht ganz reisst.
(Im Ernst: ich bin BEUNRUHIGT! Das ist mir noch nie passiert, ich hoffe es geht rasch vorbei und kommt nie wieder, lieber wäre ich für den Rest des Lebens verstopft, es tut nämlich WEH!)
Zwischendurch glimmt ein Funke Lesenshoffnung auf. Magdalena und der namenlose Schlaflose sorgen derzeit dafür, dass der Lesensfaden nicht ganz reisst.
(Im Ernst: ich bin BEUNRUHIGT! Das ist mir noch nie passiert, ich hoffe es geht rasch vorbei und kommt nie wieder, lieber wäre ich für den Rest des Lebens verstopft, es tut nämlich WEH!)
La Tortuga - 15. Jan, 15:26









