29
Mrz
2008

Der Roman - Kapitel 6

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels
5 In der Räuberhöhle


6 Die Rettung

Die Männer gingen an Mr. Fox' Farm vorbei. Billy sah den Halstuchzipfel heraushängen; er roch daran und sofort witterte er Juliane. Er jagte diese Koyoten in die Stadt vor das Haus des Sheriffs. Die Männer gestanden alles, nur nicht, wo Juliane steckte.
Diese inzwischen hatte heftige Schmerzen. Bevor nämlich diese unbarmherzigen Bluthunde verschwanden, haben sie das Mädchen geschlagen, dass es zu grossen, blutigen Wunden führte. Eine gefrässige Ratte frass ihr am linken Arm viel Fleisch heraus. Auch Käfer und Blutegel sogen überall an den Wunden. Juliane wälzte sich auf dem Boden, vor Ekel. Endlich schlief sie ohne ein bisschen Hoffnung ein. Wenn Juliane gewusst hätte, dass der Sheriff, Mr. Fox, Sam, Werner und Peter auf der Suche nach ihr waren! "Vater, ich suche diesen Nebenstollen ab!" rief Peter und schon verschluckte ihn die Finsternis. Nach einer Weile hörten die Suchenden einen Mark- und Beindurchdringenden Schrei und dann einen Platsch. "Das war Peter! Habt ihr gehört wie das Blut zerspritzte? Oh, mein Sohn ist tot!" Bald hatten sie Juliane gefunden, dafür Peter verloren. Als Juliane erwachte, lag sie in ihrem Bett, auf dessen Rand die Mutter sass.

(Zeichnung: gleiches desproportioniertes Bettmodell wie in der vorherigen Bettzeichnung, diesmal mit karierter Bettwäsche. Die Mutter ist ein richtiges Mütterchen, fast Grossmütterchen, in langem Rock natürlich. Hinten rechts wieder so ein Fensterkreuz, diesmal sogar mit angedeuteter Landschaft hinter der Scheibe.)

Fortsetzung folgt.

Der Roman - Kapitel 5

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels


5 In der Räuberhöhle

"Au, lassen Sie mich los, Sie Pferdemörder! Das war gar nicht ich, der Sie verpetzt hat!" "Ha, ha, ha, das hast du dir so gedacht, hä; nachdem ich Katzen- und Pferdemörder war, werde ich, wenn du nicht endlich schweigst, auch Kindermörder! Ha, ha, ha!" Juliane wurde in eine finstere Räuberhöhle geschleppt. Sofort wurde sie gefesselt. Die Höhle war düster, alte Spinnweben hingen von der Decke herunter. An einem alten hölzernen Tischchen sassen vier Männer. In allen Ecken stappelte sich Schmuggelware an Schmuggelware. Auf dem Fussboden lagen bleiche Knochen herum. Wenn Juliane daran dachte, dass ihr Gerippe veilleicht auch mal hier liegen würde, lief es ihr kalt den Rücken hinunter.

(Zeichnung in Farbe!: fürchterliches Höhleninterieur, in der Mitte an Harassen gelehnt Elfjährige mit dick gefesselten Füssen und den Armen hinter dem Rücken, blaue Hose, grüner Pullover, Mundwinkel hängend, über den ganzen Körper verteilt blutige Wunden. Hinten links zwei wilde Männer beim Zechen. Auf dem Boden eine weisse Ratte, ein Schädel, ein Oberschenkelknochen und eine Wirbelsäule mit neun Rippen, alles in Textmarkergelb, sowie eine brennende Laterne. Wirklich stimmungsvoll!)

Nach etwa zwei Stunden verschwanden die Männer. Aber nach kaum fünf Minuten erschienen die Banditen mit Reisekoffern und Taschen erneut. Sie packten allerlei gestohlene Sachen ein, darunter auch Julianes Halstuch, die Gummistiefel und den Pullover. Ein kleines Zipfelchen des Halstuches schaute noch heraus. Erschrocken stotterte Juliane: "Aber Sie können doch nicht einfach..." "Schweig! Wenn du Glück hast, findet dich jemand, bevor du tot bist! Wir verreisen jetzt nach Belgien, servus, Kleine!" sagte der Mann barsch. Dann verschwanden sie.

Fortsetzung folgt.

Der Roman - Kapitel 4

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi


4 Der Tod des Schimmels

"Was machst den du da, Bob?" fragte Juliane, als sie in den Stall trat. Darauf erwiederte Bob: "Ich tränke deinen Schimmel. Da es heute so heiss ist, bekommt er heute kühles Wasser!" "Um Gotteswillen! Neue Knechte sind nie gut! Das Tier bekommt schreckliche Krämpfe, ich muss es bewegen!" Sie sattelte und zäumte das Pferd in aller Eile und jagte davon. Allmälich lösten sich die Krämpfe. Jetzt waren sie bei den Hügeln angelangt, wo es unzählige Höhlen gab. Plötzlich wurde Schneehase unruhig. Gerade wollte Juliane ihn wenden, da peitschte ein Schuss, dass es laut wiederhallte; der wunderbare Hengst bäumte sich auf und sank in die Knie. Der Hengst war tot. Ehe sich das Mädchen besinnen konnte, was geschehen war, wurde sie es hart im Nacken gepackt. "Du kommst jetzt mit, weil dein Vater mich beim Sheriff verpfiffen hat! Ha, ha, ha!"

Fortsetzung folgt.

Der Roman - Kapitel 3

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung


3 Mizzis Schwester Pussi

Doch Peter war untröstlich. Er heulte und heulte, bis er abends schliesslich müde in die Kissen sank und einschlief. Er hatte die Katze tief ins Herz geschlossen. Mitten in der Nacht schlich sich Mizzi in Peters Zimmer und rollte sich auf seinem Bett zusammen.

(Zeichnung: überlanges Bett mit skurrilen Bettpfosten, darin riesige Kissen und Decken und eine winzige Fünfjährigennase, auf der Decke eine transparente Katze. Rechts der Szenerie ein perspektivisch abenteuerliches Fensterkreuz.)

Peter wurde früh durch die Sonnenstrahlen geweckt. Die anderen waren längst auf den Beinen. Auf der Farm herrschte reges Leben. Peter schlüpfte in seinen hellblauen Arbeitsanzug und stieg in die Stiefel. Der Vater war schon dabei, Taiga zu satteln. Schnell machte sich Peter auch an die Arbeit. Endlich galoppierten der Vater auf seiner Appaloosa-Stute und der Sohn auf seinem Quarter-Horse-hengst in die Stadt. Als sie beim Sheriff eintraten und die Mieze ablieferten, war Peter den Tränen nahe. Nun war es an der Zeit, dass Peter es nicht mehr unterdrücken konnte und er jammerte laut los. "Aber, aber, mein Junge, wenn man so tapfer ist wie du weint man doch nicht! Kommt, wir reiten zu der Farm!" kommandierte der Sheriff. In einem Körbchen band er die Katze hinten aufs Pferd. Als sie bei der Farm ankamen, freuten sich die Rancher riesig. "Guter Mann, ach bitte, darf ich mit ihnen einmal unter vier Augen sprechen?" bat Peter. "Toll, mein Sohn spricht wie ein Mann," triumphierte Mr. Fox, worauf der Sheriff belustigt grinste. In der Gerätekammer sassen Peter und der Farmer in ihr Gespräch vertieft. Peter hatte vorgeschlagen, die Katze für seine mühsam ersparten fünf Dollars abzukaufen. "Die Mieze kann ich dir leider nicht geben, die hab ich meiner Tochter geschenkt..." dann setzte er fort: "Mizzis Schwester kannst du haben. Sie heisst Pussi. Weil du so tapfer bist, musst du nicht bezahlen. Und übrigens darfst du uns jederzeit besuchen!" Peter kam strahlend mit Pussi auf dem Arm heraus. So glücklich war er noch nie!

Fortsetzung folgt.
Pituffik

Notizen aus Kangerlussuaq

Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.

Tritt ein, lieber Gast, der Hund ist tot. (Aber den Wein musst Du bringen.)

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*****

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Vincent Virga and The Library of Congress
Cartographia: Mapping Civilizations




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Faces in the Water




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