4 Monde
Ich bin an einem 18. geboren, die schwarze 1 stützt die grüne 8, doch irgendwann lässt bei jeder 1 die Wirkung des Nashornhornpulvers nach, und meine 8 erblaut und legt sich hin zum Sterben, dann gute Nacht!
Wir sehnen uns nach Nacht, doch so lange wir auch Wacht halten, es nachtet nie. Unser Planet wird von 2 Sonnen beschienen, von einer grossen und einer kleinen, beide erscheinen uns mittelgross, weil die Gravitation unseren Planeten, der durch die Spannung leicht schlingert, neben der Mitte hält zugunsten der kleineren Sonne. Wir sind alle fast blind und zergehen vor Sehnsucht nach Nacht.
4 Monde umkreisen unseren Planeten, der grösste ist gleich gross wie der Planet selbst (die Legende sagt, es habe Jahrhunderte gedauert, bis man sich darüber einigte, ob nun der Planet oder der gleichgrosse Mond der Planet sei; bevor das geklärt war, gab es keine Siedlungen, unsere Ahnen wohnten in Schlafsäcken), der kleinste entspricht einer geballten Männerfaust. Der 3. Mond zirkuliert andersherum als der 1., 2. und 4. Es ist ein mysteriöses Chaos, und nicht nur ist es auf unserem Planeten jederzeit Tag, es ist auch immer irgendwo mindestens einfach oder doppelt Vollmond. Den 4fachen Vollmond berechnen wir minutiös voraus, denn wenn er eintrifft, muss evakuiert werden, wir sind darin routiniert. Jeder kennt jemanden, der einen 3fachen Vollmond überlebt hat. Sie verlieren den Verstand, und sie wollen wieder und wieder, sie sind den Monden hörig.
Das Wasser unseres Planeten bewegt sich nur in Springtiden. Nur Pflanzen mit der Signatur der Monde gedeihen. Alles Gestein ist Granit. Nur Wandertiere wandern hier, die Monde versilbern Nesthocker gnadenlos. Schön aber tot.
Besucher würden glauben, es gäbe auf unserem Planeten nur Männer. So ist es jedoch nicht. Wir Frauen sind transparent, weil wir unter dem Einfluss der Monde dauermenstruieren, wir laufen aus (und nein, wir werden nie trächtig, das empfänden wir ohnehin als primitiv). Nur die Stärksten unter uns können sich auch in Unsichtbarkeit bemerkbar machen, dann aber wie, gute Nacht! Da sehnen sich die Männer nach mehr als nur Nacht.
Als mir der azyklische 3. Mond zum wiederholten Male das Innere nach aussen stülpte und das Blut mir auch noch aus den Ohren lief, gestand ich mir ein: geschlagen. Zu den Stärksten gehöre ich nicht. Ich wurmte mich durch den Abfluss, durch die Rohre, irgendwo weiter und drüben raus, Nacht! Dort war Nacht! Mondlose Nacht, das war die Erde, das ist die Erde, hier angekommen sagen die Menschen zu mir:
Du bist jemand, der das Mögliche unmöglich macht.
Ich fühle, wie die Haifischflosse an Wirkung einbüsst, bedenklich schief die 1, bald legt sich meine 8.
Wir sehnen uns nach Nacht, doch so lange wir auch Wacht halten, es nachtet nie. Unser Planet wird von 2 Sonnen beschienen, von einer grossen und einer kleinen, beide erscheinen uns mittelgross, weil die Gravitation unseren Planeten, der durch die Spannung leicht schlingert, neben der Mitte hält zugunsten der kleineren Sonne. Wir sind alle fast blind und zergehen vor Sehnsucht nach Nacht.
4 Monde umkreisen unseren Planeten, der grösste ist gleich gross wie der Planet selbst (die Legende sagt, es habe Jahrhunderte gedauert, bis man sich darüber einigte, ob nun der Planet oder der gleichgrosse Mond der Planet sei; bevor das geklärt war, gab es keine Siedlungen, unsere Ahnen wohnten in Schlafsäcken), der kleinste entspricht einer geballten Männerfaust. Der 3. Mond zirkuliert andersherum als der 1., 2. und 4. Es ist ein mysteriöses Chaos, und nicht nur ist es auf unserem Planeten jederzeit Tag, es ist auch immer irgendwo mindestens einfach oder doppelt Vollmond. Den 4fachen Vollmond berechnen wir minutiös voraus, denn wenn er eintrifft, muss evakuiert werden, wir sind darin routiniert. Jeder kennt jemanden, der einen 3fachen Vollmond überlebt hat. Sie verlieren den Verstand, und sie wollen wieder und wieder, sie sind den Monden hörig.
Das Wasser unseres Planeten bewegt sich nur in Springtiden. Nur Pflanzen mit der Signatur der Monde gedeihen. Alles Gestein ist Granit. Nur Wandertiere wandern hier, die Monde versilbern Nesthocker gnadenlos. Schön aber tot.
Besucher würden glauben, es gäbe auf unserem Planeten nur Männer. So ist es jedoch nicht. Wir Frauen sind transparent, weil wir unter dem Einfluss der Monde dauermenstruieren, wir laufen aus (und nein, wir werden nie trächtig, das empfänden wir ohnehin als primitiv). Nur die Stärksten unter uns können sich auch in Unsichtbarkeit bemerkbar machen, dann aber wie, gute Nacht! Da sehnen sich die Männer nach mehr als nur Nacht.
Als mir der azyklische 3. Mond zum wiederholten Male das Innere nach aussen stülpte und das Blut mir auch noch aus den Ohren lief, gestand ich mir ein: geschlagen. Zu den Stärksten gehöre ich nicht. Ich wurmte mich durch den Abfluss, durch die Rohre, irgendwo weiter und drüben raus, Nacht! Dort war Nacht! Mondlose Nacht, das war die Erde, das ist die Erde, hier angekommen sagen die Menschen zu mir:
Du bist jemand, der das Mögliche unmöglich macht.
Ich fühle, wie die Haifischflosse an Wirkung einbüsst, bedenklich schief die 1, bald legt sich meine 8.
La Tortuga - 13. Apr, 18:53









