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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.)</title>
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    <description>Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.</description>
    <dc:publisher>La Tortuga</dc:publisher>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:date>2008-05-11T14:58:17Z</dc:date>
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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq</title>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4920631/">
    <title>Die Geographie meiner mittleren Jahre entordnet sich</title>
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    <description>Meine allererste Weltkarte tauchte wieder aus dem Meer (s. auch -&gt; &lt;i&gt;Dachboden&lt;/i&gt;). Abgeschossen, ausgebleicht und vielfach gelöchert, pflegte ich doch früher interessante Orte oder Ortsnamen mit Stecknadeln zu markieren. Beispielsweise der Name meines Lieblingspegasos. Hamilton in Schottland, in Neuseeland und Australien, auf den Bermudas, viele Hamiltons in Nordamerika, Mount Hamilton, Lake Hamilton, Hamilton Island. Einige Inseln waren klein genug, um von der Nadel ins Erdinnere gestülpt zu werden. Hätte man diese Weltkarte gegen das Licht gehalten - leider fiel mir das zu spät ein - so wäre sie zur Sternkarte geworden. Zu spät: ich habe das Wasser vom Land getrennt. Habe in nächtelanger Kleinarbeit alle Kontinente und Inseln sauber ausgeschnitten. Asienafrikaeuropa und Südamerikamittelamerikanordamerika werden im Herbar gepresst, denn die Karte lagerte jahrelang gerollt. In einem dicken Umschlag parken die Inseln, Antarktis, Australien, Grönland, und eine Unzahl winzigster Landmassen oder Vulkanspitzen, auch schier mikroskopisch kleine blaue Saturnringlein - das Wasser um diejenigen Inseln, die ich früher unter die Erdkruste gestochen hatte. Ich kann das zur Nachahmung empfehlen, man muss es einmal im Handgelenk spüren, wie absurd viele winzige Inseln es gibt. Ich weiss jetzt, wo der Erdmittelpunkt liegt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn seit wann hat eine Kugeloberfläche einen Mittelpunkt? Diese Handvoll Erde werde ich in die Mitte meiner neuen Weltkarte kleben. Sie wird viel grösser als das Original, ich nähe mehrere Blätter zusammen und grundiere sie aquamarin. (Ein Globus wäre natürlich besser, aber dafür fehlt mir das handwerkliche Geschick.) Warum bin ich damit noch nicht weiter? Weil ich ausser derjenigen des Erdmittelpunktes noch keine einzige Koordinate kenne. Ich will der Versuchung widerstehen, die Kontinente zu ordnen. Mehr Chaos tut not. Aber wie ich die trockenen Teile und Teilchen auf dem nassen Untergrund auch umherschiebe und auslege, bereits nach kurzer Betrachtung kann ich jedesmal ein neues Ordnungsprinzip ausmachen (es gibt grotesk viele verschiedene Ordnungsprinzipien, mehr als Inseln - allein zu behaupten, das ist ein Kontinent, das ist eine Insel, welch ein Buchhalterdenken). Ein Chaosdichter hat Recht, wenn er zu mir sagt: man spürt bei dir die Angst. Du bist noch nicht locker genug.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Botend%C3%A4mmerung&quot;&gt;Botendämmerung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-11T14:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4918198/">
    <title>Angewandte Sprachwissenschaft</title>
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    <description>&quot;Dass Sicherheit ein relativer Begriff ist, zeigt sich schon daran, dass selbst die beste Materialprüfung nichts hilft, wenn das Kondom unsachgemäss angewendet wird. (...) Zu solchen Anwendungsfehlern tragen nicht zuletzt unverständliche Gebrauchsanweisungen bei. Nach einer Untersuchung von Sprachwissenschaftlern der University of California in Los Angeles aus dem Jahre 1988 war bei 25 getesteten Kondommarken zumindest eine abgeschlosene High-School-Ausbildung für das Verständnis der Texte notwendig. Bei einigen Texten war sogar ein College-Abschluss erforderlich.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: Robert Jütte, Lust ohne Last - Geschichte der Empfängnisverhütung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sagt uns das jetzt? ... Mögliche Schlussfolgerungen: Wenn das Licht aus (oder die Kontaktlinse raus) ist, hilft auch ein College-Abschluss nicht. Nicht die Gebrauchsanweisungen sind das Problem, sondern das amerikanische Bildungssystem. Man könnte auf lustige Piktogramme umsatteln. Man sollte vor dem Verlust der Jungfräulichkeit den Crash-Kurs &quot;Chinese for Business&quot; belegen. Sprachwissenschaftler stellen zu hohe Ansprüche an reine textuser. Dass das Kondom eine intuitive Benutzeraussen- und -innenfläche hat, ist ein Trugschluss. Das würde mir am besten gefallen: Hardcore-Leser sind in jeder Liebeslage safer (oder sie können wenigstens das Latexroulette voll geniessen, weil sie gelesen und verstanden haben, was passieren kann).&lt;br /&gt;
Und der berittene Bogenschütze Kassai Lajos sagt (wobei er mehr an Dreifachsalti mitsamt Pferd denn an Kondome dachte): Je mehr wir im Leben nach Sicherheit streben, umso mehr sind wir bereits tot.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Fremdefedern&quot;&gt;Fremdefedern&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-09T15:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4914045/">
    <title>Wohnt hier Rico B.?</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4914045/</link>
    <description>Seit Wochen geht das schon mit den gelben Zetteln. Der Postbote klebt sie an unsere Briefkästen, jedesmal an einen anderen, manchmal auch an die Haustür. Es geschieht alle paar Tage in schöner Unregelmässigkeit. Wohnt hier Rico B.? Das ist die Frage, die wahrscheinlich mittlerweile mindestens zwei Arbeitsplätze bei der Post sichert. Ich stelle mir vor, dass Rico B. jung ist, ich weiss nicht warum, vielleicht weil er oft Post bekommt. Post bekäme, wenn sie zustellbar wäre. Ich habe ein deutliches Bild von Rico B., könnte ihn mit absoluter Sicherheit identifizieren. B. ist ein bodenständiger Schweizer Nachname, kein Mensch führt in unserem Haus einen solchen Namen, alle heissen westlich wie ich oder südöstlich, bis auf Frau B., die zwar schweizerisch B. heisst, aber nicht B. wie Rico B. Also vermute ich, dass er mit niemandem von uns verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend, dachte ich jedesmal, wenn ein neuer Zettel klebte, ein Verschollener!, und fühlte mich geehrt, als es auch einmal meinen Briefkasten traf. Als hätte der Verschollene Vetrauen zu mir gefasst und für ein paar Tage um Asyl ersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als ich eine Gebrauchsanleitung für ein komplexes elektronisches Gerät (dessen Zweck sich mir trotz der Bilder nicht erschloss) in meinem Kasten fand, verfasst in einer schnörkligen skandinavischen Sprache, ging mir ein Licht auf: Rico B. ist kein Verschollener! Verschollene sind gar nicht so interessant, sie produzieren sich selbst jede Nacht, es gibt von ihnen Millionen, und sie verblassen rasch. Nein, Rico B. ist ein Entschollener! Es hat ihn nie gegeben, niemand vermisst ihn, er ist nirgends registriert, und plötzlich taucht er auf, aus dem Nichts. Kein Doppel- oder Wiedergänger, kein Untoter, kein Poltergeist, nein, Rico B. ist ein Wesen, das nicht auf irgendein Vorleben angewiesen ist, sondern sich ohne jede fremde Hilfe selbst gebiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige offene Frage bleibt, weshalb ausgerechnet die Post Rico B.s Existenz &lt;i&gt;ex machina&lt;/i&gt; zuerst bemerkt hat und ihn zudem verdächtigt, in unserem Haus zu wohnen. Wir Nachbarn schweigen hartnäckig auf die schon hundertmal gestellte Frage: wohnt hier Rico B.? Mein Entschluss ist gefasst, ich werde Rico B. schreiben und ihn fragen, ob ich ihn - natürlich unter Wahrung seiner Anonymität - als literarische Figur verwenden darf. Seine Adresse habe ich ja bereits herausgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Addendum: dieses winzige Zitat aus James Joyce&apos;s &lt;i&gt;Finnegans Wake&lt;/i&gt; aufgeschnappt und deshalb plötzlich überzeugt, dass ich mir das ganze Buch werde aufnötigen müssen: &lt;i&gt;glittergates of elfinbone&lt;/i&gt;.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Botend%C3%A4mmerung&quot;&gt;Botendämmerung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-07T16:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4909042/">
    <title>Das ist zu befürchten</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;intellectual-woman&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/intellectual-woman.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worauf jemand antwortete: As an intellectual woman, I stopped believing in love.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden bei &lt;a href=&quot;http://postsecret.blogspot.com/&quot;&gt;PostSecret&lt;/a&gt; (aus beruflichen Gründen unter ständiger Beobachtung der Schildkröte &amp; des Kamels.)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-05T14:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4905827/">
    <title>Pflege der Ketzergesinnung</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4905827/</link>
    <description>Irgendeine kleine Weigerung ist eine unerlässliche Aufnahmebedingung für die Mystik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die so genannte Wirklichkeit (inklusive Wurzelziehen, doppelter Buchführung, Religionszugehörigkeit usw.) kritiklos hinnimmt, taugt nicht einmal zum Anfänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Ereignisse mit der Wahrscheinlichkeit Null können eintreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: Adolf Holl, &quot;Mystik für Anfänger&quot;, einige  Merksätze (Titel des Eintrags stammt aus einer Kapitelüberschrift).</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Fremdefedern&quot;&gt;Fremdefedern&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-03T21:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4903523/">
    <title>5XII Kann nicht anders XII</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4903523/</link>
    <description>Lass Dich nicht täuschen von temporärer Symmetrie. Es ist auch nicht so, dass ich Dir abhanden gekommen wäre, obwohl Du Dir das manchmal wünschst. Du weisst doch mittlerweile, dass mir das Verschellen nicht gelingt, wie oft ich es auch versuche, solcher und anderer Art, derart, dass es zu peinlich wäre, um es zu schildern. Selbst wenn es gelänge, wärst Du derjenige, dem ich meine nunmehr fiktive Adresse (&lt;i&gt;medieval strangeness&lt;/i&gt;) zustecken würde, da ich weiss, dass Du der einzige bist, der das Wissen um meinen mutmasslichen Aufenthaltsort nicht missbrauchen würde. Im Gegenteil, es wäre Dir ein Leichtes, die druckfrische Visitenkarte der T. mit grünen Punkten und orangefarbenen Streifen zu verlieren, so &lt;i&gt;nonchalant&lt;/i&gt; und scheinbar aus Versehen, dass ein zufälliges Aufheben der Karte durch einen Spaziergänger, den ich nun wirklich nichts angehe, zum Vornherein ausgeschlossen wäre. Ja, Du weisst mich zu schützen, ohne dass es Dich die geringste Anstrengung kostet. Es ist, als wäre es ein paraphysikalisches Gesetz, dass wir in diesem weissrauschenden Verhältnis zueinander stehen: Du mir ein Mammutbaum, unter dessen pleistozängrüner Krone ich auch an den schlechtesten Tagen bis zum Bücherregal robbe (&lt;i&gt;infinitamente triste&lt;/i&gt;); ich Dir eine Visitenkarte, die Du einmal in der Brusttasche trugst, und jedesmal, wenn Du Dich vom Lagerplatz erhebst, schüttelst Du die Ameisen und mit ihnen die Karte aus dem Jackett. Es ist ja, seien wir realistisch, eher ein Visitenzettel. Ohne Gewähr, aber unerschütterlich treu. Du bist die Ausnahme sämtlicher Regeln. Ich stelle mir Dich als glücklichen Menschen vor. Das ist kein &lt;i&gt;bypass&lt;/i&gt; an meiner linken Brust: es ist das Oxymoron, das ich an mein Herz drücke (Du weisst, nicht-invasiv, keine Präsenzkontrolle), der glückliche Dichter.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Einwegpost&quot;&gt;Einwegpost&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-02T11:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4898007/">
    <title>Notstand! Alarm! Schwundroman!</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4898007/</link>
    <description>Ja, das ist tragisch mit der Leseförderung (dieser &lt;a href=&quot;http://turmsegler.net/20080428/dinger-ohne-beleuchtung/&quot;&gt;herrliche Mitschnitt&lt;/a&gt; hat mich gerade wieder schmerzlich daran erinnert). Es hilft alles nichts; um ehrlich zu sein, ich versuche es gar nicht mehr, der ewige Missionarsstellungskrieg brockte mir nur Herzschmerzen ein. Lange dachte ich auch, es wäre besser, &quot;irgendetwas&quot; zu lesen als gar nichts - ja das dachte ich, bis mir die Buchhandlung eines Tages verwechselnderweise ein nichtbestelltes Buch zusandte. Es war eben so ein Schwundroman. Ich nahm mir vor, ihn zu lesen, bevor ich ihn zurückschicken würde, wenn mir schon ein kostenloses Bildungsangebot in den Kasten gelegt worden war.  -- Also: da war eine Frau, die gerade in Eile hohe Schuhe montierte, als der Klempner klingelte. Sie liess ihn ein und legte ihn flach (nicht er sie, es war ein Frauenroman, aber das ohnehin). Dann ging sie hinaus, wo die Freundin im Auto wartete, erbost über die Verspätung und dann erfreut über die Nacherzählung der Klempnerei (auch der Leser musste sie nochmals hören, aber Längen hatte das nicht, es dauerte 5 Sekunden, pfffft). Sie setzten sich in eine Bar und liessen den Charme walzen. Noch bevor der Drink kam, hatten sie schon je ungefähr zwei Kerle am Haken. -- Bis jetzt hatte ich Ein-ein-halb-Seiten gelesen. Ich konnte nicht mehr. So lang hatte ich noch niemals gebraucht für Ein-ein-halb-Seiten. Inzwischen bin ich überzeugt, dass es doch unschädlicher ist, gar nichts zu lesen als etwa dieses Buch. Dabei verpasst man sozusagen das eigene Leben und das der anderen, wenn man von sich nicht behaupten kann: &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=VabR9bz_0T8&quot;&gt;&quot;Ich habe einmal ein Buch gelesen.&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-29T17:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4894848/">
    <title>Es ist die Nase</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4894848/</link>
    <description>Hör auf in der Nase zu bohren, sagte eine sichtlich bösartige Grossmutter zu dem kleinen Mädchen namens Lola. Mein Grosseschwesterinstinkt schlug Alarm, und geistesgegenwärtig versicherte ich der Lola: Nasebohren ist prima. Tu es, wenn keiner zusieht, bis du so vielbunt gewachsen bist, dass es niemand mehr wagt, dich zurechtzuweisen. Alle lachten, sogar widerwillig die Grossmutter. So habe ich mein Soll an guten Taten für dieses Jahr erfüllt und kann die Bettelbriefe ungeöffnet wegwerfen. Was ich ohnehin kann, und ob ich kann. Lolas Kulleraugen leuchten mir lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte, was ich aus den Lautsprechern hörte, bevor man mir alle sechs Räder abhackte und meine blutenden Achsen in siedendes Öl tauchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Meine Damen und Herren, aus mir noch unbekannten Gründen konnten wir den Bahnhof Zürich mit ca. acht Minuten Verspätung verlassen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das obwohl der Zug bereits in Bewegung war. Gründe sind immer unbekannt, ich kenne keinen einzigen Grund persönlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gaff nicht so, sagt mein Spiegel. Das Geschwür auf deiner Nase ist kein Geschwür. Ist kein Geschwür! Vielmehr &lt;i&gt;ist&lt;/i&gt; es die Nase. Und sei nicht so verunsichert, so demütig, so hündisch, sagt der Spiegel überdies. Guck doch nur: Alles ist so wie es scheint.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Botend%C3%A4mmerung&quot;&gt;Botendämmerung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T14:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4890720/">
    <title>Dachbodenfund III - Die Narrenmaske</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4890720/</link>
    <description>Die Fulehung-Maske. Erinnert dich das nicht an die Hitlerjugend, fragte mein Bruder. Doch, tut es. Der Thuner Ausschiesset war alljährlich der monströseste Anlass meiner Kindheit. Für alle Kinder der Stadt, an unserer Sekundarschule ganz besonders, hing alles allein davon ab, welchen Rang man bei den Kadetten bekleidete. Uniformen und Kniesocken, Spiel- und Tambourenführer, Armbrust und Kleinkaliber, Leibesertüchtigung und Marschieren bis zur Auflösung. Ein Junge, der nicht Irgendwas-Führer der Kadetten war, galt als Kastrat, ein Mädchen, das nicht mindestens zwei Nelken als Einladung zum Kadettenball bekam, war abgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren pro Jahrgang nicht mal eine Handvoll, die sich den Kadetten verweigerten, die wir zu Recht Hitlerjugend nannten, denn hier wurde faschistoides Elitedenken herangezüchtet. Die subtilen Demütigungen durch andere Kinder, anderer Kinder Eltern (die auch unsere Eltern hinnehmen mussten, aber sie waren stolz auf uns) und Lehrer nahmen oft groteske Ausmasse an. Es kulminierte jeweils am Tag des &quot;Kadettenausmarsches&quot;, an dem für die paar sturen Krüppel und Minderbemittelten, die nicht dazugehörten, ein &quot;Nichtkadettenausmarsch&quot; organisiert wurde unter der Leitung des dazu verdonnerten Lateinlehrers, der unter seinen Kollegen genauso im Schilf stand wie wir unter den Kindern. Es ging schliesslich nicht an, dass wir oder der Lateinlehrer an einem schulfreien Tag nichts taten. So fühlte sich ein simples Cervelat-Braten am &lt;i&gt;limes&lt;/i&gt; ziemlich subversiv an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fulehung aber, das ist etwas anderes. Man durchkämmte den Schlossberg des nachts um drei, man musste ihn, den Faulen Hund, zuerst finden, warum weiss ich nicht mehr. Einmal aufgestört, rannte er zweidrei Tage lang durch die Stadt und schlug uns mit Schweineblasen und Holzscheit. Die blauen Flecken, nicht die Schiessabzeichen, waren die echten Trophäen. Mich störte jedoch, dass der Fulehung Turnschuhe trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;265&quot; alt=&quot;Fulehung&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/Fulehung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thuner hatten sich 1476 an der Schlacht bei Murten beteiligt und den Hofnarren Karls des Kühnen gefangen. Die Fulehung-Maske ist ein Beutestück, auch für mich: sie erinnert mich daran, dass wir uns der Hitlerjugend verweigert haben - vielleicht ja nur, weil wir für jeglichen Sport zu faul waren, wir faulen Hunde - und somit von klein auf unserer Narrenpflicht nachkamen. Ja, doch, ich werde die Maske aufhängen, irgendwo in der Nähe des Arbeitsplatzes.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Carnivorschriften&quot;&gt;Carnivorschriften&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-26T14:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4888397/">
    <title>Die Inquietüden der Kaiserin Sissyphüdi II</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4888397/</link>
    <description>&quot;Chronisch Kranke massiv teurer&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand in der Zeitung, gestern glaube ich, an falscher Stelle, das würde in den Wirtschaftsteil gehören, wo es doch um Moneten geht. Aber nein, in der Innenpolitik! Als wären chronisch Kranke ein Menschenrecht, unerhört. Teurer als was? Chronisch Gesunde? Akut Kranke? Teurer als wann, letztes Jahr, im 19. Jahrhundert? Kratzt mich das? Ich habe nie damit geliebäugelt, mir einen chronisch Kranken zu kaufen. Ich kenne meine finanziellen Grenzen und mache mir ohnehin nichts aus materiellem Plunder. Nun gut, so ein akut Gesunder wäre durchaus dekorativ, den werde ich mir vielleicht einmal leisten, aber sowas hat ja heutzutage jeder. Luxuskrempel und Statussymbole, das muss &lt;i&gt;per definitionem&lt;/i&gt; teuer sein, was soll also das Geschrei?</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T11:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4886938/">
    <title>Heimsuchungen</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4886938/</link>
    <description>Mein Purpur&amp;Malvenvater lässt fragen, ob ich die Dampfmaschine vorgezogen erben wolle. Vor der sind wir Nachmittage lang mit erstaunten Kulleraugen gesessen. Ich habe mir stillschweigend Bedenkzeit ausbedungen und hoffe, dass sich mein famoser Bruder Hermes der Preziose aus der Industrialisierung unserer Kindheit annehmen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. April: Bestiarium auf der &lt;a href=&quot;http://laermende-akademie.com/perkampus/wordpress/&quot;&gt;Veranda&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;http://laermende-akademie.com/perkampus/wordpress/2008/04/24/ganz-frueher-war-der-himmel-schwarz/&quot;&gt;Ganz früher war der Himmel schwarz&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Nachtexpress&quot;&gt;Nachtexpress&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-24T19:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4881217/">
    <title>Wenn es mich gäbe</title>
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    <description>Wenn es eine gäbe, die anders wäre als ich und die eigentlich überhaupt nicht wäre - wären wir dann? Du hast die Katze im Tränensack gekauft und ich Dich nicht zum halben Preis. Du hast dich verändert, sagst Du, du hast einen anderen Weg eingeschlagen. Aber das ist nicht wahr und ich finde keine Art, es Dir zu übersetzen. Ich habe mich nicht verändert; als Du mich fandest, war ich ein Ei. Meine Schale hast Du geliebt, und glaub mir, ich gefalle mir auch nicht, so, wie ich mich ausgebrütet habe. Ich habe keinen anderen Weg eingeschlagen; der Weg hat mich eingeschlagen, alle meine Fenster und Türen, kein Mensch würde so ein Desaster freiwillig wählen. Nebenbei bin ich ein Opportunist, ich gehöre zu denen, die in einer Nussmischung nach den Cashews klauben. Aber auch Du hast nicht alles getan, was nicht in Deiner Macht stand, natürlich nicht, und ich wäre ein Schwein, trüge ich es Dir nach. Während Äonen war ich nicht da. Gerade dann hätte ich Dich am meisten gebraucht. Du hast meine Briefe nur überflogen, so jedenfalls nahm ich es wahr, wo Du doch wusstest, dass die Briefe das einzige sind, was man an mir bedingungslos lieben kann. Und nun, da ich Dich rückfoltere, bist Du krank und vielfach gefaltet und deckst Dich mit meinen Briefen zu. Der Anblick entsetzt mich. Was habe ich bloss getan? Was habe ich Dir angetan. Zu sagen, &lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/stories/4077100/&quot;&gt;&quot;si existieras&quot;&lt;/a&gt;, welcher Nonsens! &quot;Si yo existiera&quot;, das ist was nicht ist, das ist, was in meinen Briefen die ganze Zeit schon stand, das ist, was Dich nimmer warmhalten wird. Mein Stern ist der Unglücksbote, der Meteor. Rette Dich, bleib nicht stehen unter diesem Stern, nicht unter diesem!</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Einwegpost&quot;&gt;Einwegpost&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-22T19:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4877776/">
    <title>Dachbodenfund II</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4877776/</link>
    <description>Alexander von Gemerligt*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jugend: Dass Ich überhaupt aufgewachsen bin, ist schon ein Wunder. Und dass Ich Alexander heisse, ist nicht minder seltsam, denn der Vater wollte mich Babuschka nennen. Aber bei uns liegt es in der Familie, dass immer die Frauen die Hosen anhaben. Ich habe übrigens seit je her eine grosse Selbstachtung, denn schon als Baby schrieb Ich &quot;Ich&quot; gross.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufsleben: Ich bin Klapsmühlendirektor und staatlich diplomierter Psychiater in Münsingen geworden, nachdem ein Versuch, Bürgermeister zu werden, gescheitert war. Ansonsten fühle Ich mich hier in Münsingen sehr wohl, Ich glaube, Ich gehöre hier hin**.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privat: Der grösste Missgriff den Ich je getan habe war, meine Frau Hyppolita zu heiraten. Sie stammt aus dem alten Griechenland. Zum ersten Mal sah Ich sie im Katakombenmuseum in Sizilien. Es war wirklich (leider!) Liebe auf den ersten Blick. Heute ist sie Direktorin des Frauengefängnisses in Hindelbank. Man merkt heute sehr viel von der Emanzipation, schon Gefängnisinsassin können die Frauen werden. Die Berufsmöglichkeiten für Frauen sollten endlich eingeschränkt werden.&lt;br /&gt;
Wir haben zusammen 14,5 Kinder und ein Walross. 14 davon sind Adoptivkinder; unser einzig eigenes Kind ist leider nur eine halbe Portion (das kommt von den Chromosomen väterlicherseits). Dafür ist das Walross anderthalbe Portion, das gleicht sich aus (das ist übrigens meine Frau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbys: Ich spiele Polo und Golf und zeichne Van-Gogh-Werke ab. An Weihnachten und Ostern spielen Hyppolita und Ich auch die vielgerühmten Verfolgungsjagden, die wir übers Jahr unseren Kindern vorenthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;*Merligen ist ein Kaff am Thunersee. &quot;gmerliget&quot; (verhochdeutscht &quot;gemerligt&quot;) heisst in der Umgangssprache so viel wie &quot;gemogelt&quot;, jedenfalls ungefähr. Ob ein Zusammenhang zum Kaff besteht, ist mir nicht bekannt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;**In Münsingen befindet sich eine Irrenanstalt von Weltruf. Wenn die Einheimischen &quot;Münsingen&quot; sagen, meinen sie meist nicht das Dorf, sondern die Anstalt.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Carnivorschriften&quot;&gt;Carnivorschriften&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-21T16:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4877753/">
    <title>Dachbodenfund I</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4877753/</link>
    <description>Das MODELL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. Was ist &quot;das Modell&quot;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen sind nicht anders als damals, als Karl Marx und Friedrich Engels das Kommunistische Manifest herausgaben. Weil wir Menschen eben Menschen sind, war der Kommunismus von allem Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aus demselben Grund wird mein &quot;Modell&quot;, das lediglich der Versuch ist, meine Gedankengänge über den Menschen, dessen Wesen und Zusammenleben sowie seine Beziehung zur Umwelt auf dem Papier zusammenzufassen, genauso Schiffbruch erleiden. Vorläufig soll noch kein Mensch etwas erfahren von der Existenz dieser Schrift, denn sie soll unverfälscht meine Person wiederspiegeln. Vielleicht wird sie auch auf immer mein kleines Geheimnis bleiben, denn falls das Werk überhaupt jemals fertig wird, weiss ich beim besten Willen nicht, was ich damit machen sollte oder an wen ich mich mit meinen hirnverbrannten Ideen wenden könnte.&lt;br /&gt;
Das Modell ist langsam gereift in meinem lebhaften Geist, nachdem schon einige Jahre Gedanken in dieser Richtung in mir aufgekeimt waren. In welcher Weise ich das alles in Worte fassen könnte, war eine Frage, die mich lange quälte. Endlich wurde sie (...) durch einen plötzlichen Geistesblitz beantwortet. Der Geburtstag des Modells fiel auf den Donnerstag, 6. Juni 1991.&lt;br /&gt;
Einen Tag später begann ich mit der Arbeit und werde sie bis auf unbestimmte Zeit nach Lust und Laune weiterführen.&lt;br /&gt;
Gezeichnet am 7. Juni 1991 (...): die Verfasserin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Frage an mein früheres Selbst: Was wolltest du damit sagen?!&lt;br /&gt;
Ob nie wieder Lust und Laune aufkam oder ob der Rest des Manuskripts verlorenging, ist nicht zu rekonstruieren; ersteres ist wahrscheinlicher.)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Carnivorschriften&quot;&gt;Carnivorschriften&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-21T16:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4874555/">
    <title>Unwiderruflich</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4874555/</link>
    <description>In my craft or sullen art&lt;br /&gt;
Exercised in the still night&lt;br /&gt;
When only the moon rages&lt;br /&gt;
And the lovers lie abed&lt;br /&gt;
With all their griefs in their arms,&lt;br /&gt;
I labour by singing light&lt;br /&gt;
Not for ambition or bread&lt;br /&gt;
Or the strut and trade of charms&lt;br /&gt;
On the ivory stages&lt;br /&gt;
But for the common wages&lt;br /&gt;
Of their most secret heart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not for the proud man apart&lt;br /&gt;
From the raging moon I write&lt;br /&gt;
On these spindrift pages&lt;br /&gt;
Not for the towering dead&lt;br /&gt;
With their nightingales and psalms&lt;br /&gt;
But for the lovers, their arms&lt;br /&gt;
Round the griefs of the ages&lt;br /&gt;
Who pay no praise or wages&lt;br /&gt;
Nor heed my craft or art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dylan Thomas, &quot;Deaths and Entrances&quot;, 1946&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lege ich den Homerischen Eid ab: in diesem Geiste will ich arbeiten bis zum letzten Tintentropfen. Seit dem 16. April des Jahres 2008 unserer Scheinzeit als Mitglied der &lt;a href=&quot;http://laermende-akademie.com/akademie/&quot;&gt;Lärmenden Akademie&lt;/a&gt; und als Raubtier- und Getierbändiger des &lt;a href=&quot;http://laermende-akademie.com/perkampus/wordpress/category/bestiarium/&quot;&gt;Bestiariums&lt;/a&gt; auf &lt;a href=&quot;http://laermende-akademie.com/perkampus/wordpress/&quot;&gt;P.-s Veranda&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Fremdefedern&quot;&gt;Fremdefedern&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-19T20:09:00Z</dc:date>
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