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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.)</title>
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    <description>Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.</description>
    <dc:publisher>La Tortuga</dc:publisher>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:date>2010-02-01T14:50:28Z</dc:date>
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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq</title>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6153106/">
    <title>Der toten Ratte Schwanz erster.</title>
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    <description>Kleines Abschiedsgeschenk an die Netzgemeinschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein dilettantischer Essay &lt;a href=&quot;http://begleitschreiben.twoday.net/stories/6153023/&quot;&gt;&quot;Versuch über die Dichtkunst im Inkareich&quot;&lt;/a&gt; erscheint in Fortsetzungen bei Freund und Nachbar Gregor Keuschnig in seinem legendären &lt;a href=&quot;http://begleitschreiben.twoday.net/&quot;&gt;Begleitschreiben&lt;/a&gt;. Es ist mir eine Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Literaturwissenschaftler und Historiker, von Briefbomben abzusehen. Dankeschön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.01.2010, Teil I: &lt;a href=&quot;http://begleitschreiben.twoday.net/stories/6153023/&quot;&gt;Apologie; Kapitel 1 und 2&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
31.01.2010, Teil II: &lt;a href=&quot;http://begleitschreiben.twoday.net/stories/6166013/&quot;&gt;Kapitel 3 und 4&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Rattenschwanz</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-24T11:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6113768/">
    <title>I loved you when our love was blessed I love you now there&apos;s nothing left but...</title>
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    <description>&lt;i&gt;--- it&apos;s hell to pay when the fiddler stops ---&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Freunde des Postamtes von und zu Kangerlussuaq,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einmal mehr habe ich es nicht verstanden, dann aufzuhören, wenn es am Schönsten ist. Ich entschuldige mich dafür, dass Ihr nun schon eine Weile knöcheltief in Essig watet, und bedanke mich zugleich für diese rührende Treue. Der teure Wein ist ausgesoffen, zugeschüttet mit billigem Bier, und Ihr habt nicht gemerkt, dass ich vor einer Weile aufgehört habe mitzubechern ... Denn aufräumen muss ich schliesslich allein. Seit Wochen habe ich hinter den Kulissen mit der Abrissbirne gewütet, und es hat mir noch einmal in aller Deutlichkeit bestätigt: gute dreieinhalb Jahre sind mehr als genug. Irgendwie, dem unvergleichlichen Elend zum Trotz, mag ich den Kater und den Mief nach Schweiss und Alk und Pisse und Saurem und kaltem Rauch. Jeder verdammte Knochen schmerzt, während man die Stühle in die Ecke stapelt und auf Knien hinter dem Fegbesen herrutscht, was sagt uns das?, genau: so fühlt sich das Sterben auf der Zunge an (&lt;i&gt;Kater&lt;/i&gt; auf Französisch: &lt;i&gt;gueule de bois&lt;/i&gt;), jetzt leben wir aber noch ein bisschen weiter mit diesem Schädelbrummen. Die nächste Party kommt bestimmt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich bräuchte ich keine Gründe, um mich zu entnetzen. Ich habe jedoch derer viele und triftige, vorwiegend literarische, aber auch persönliche, theoretische, technologische, monetäre. Ausbreiten werde ich sie hier nicht. Eins der Dinge, gegen die ich netzliterarisch eine starke Abneigung hege, ist gerade der Metaismus. Ich gebe zu, dass ich gern in anderer Schriftsteller Nähkästchen hineinspannere, bin jedoch nicht bereit, meine eignen Fingerhüte dem öffentlichen Büchsenschiessen zur Verfügung zu stellen. Vielleicht ist es dumm, ausgerechnet jetzt auszusteigen, &lt;a href=&quot;http://www.uibk.ac.at/literaturkritik/zeitschrift/727223.html&quot;&gt;da Netzliteratur gerade zunehmend seriös rezipiert, literaturtheoretisch fundamentiert und technologisch immer wildmöglicher wird&lt;/a&gt;. Dann wiederum erscheint mir dieser Zeitpunkt erst recht logisch. Einmal muss man eine Entscheidung treffen. Alls oder nix, ich mache keine halben Sachen. Ich, die ich die Erst- bis Drittfassungen stets mit Tinte auf Papier schreibe, bin retro bis ins Mark. Dass die Götter meine gedruckte Zukunft mittelfristig gesichert haben, dass sogar der eine oder andere &lt;i&gt;honorierte &lt;/i&gt; Papier-Auftrag hereintropft, zeigt mir umso mehr, dass die Richtung stimmt. Auf die Winke der Götter muss man achten und ihnen Folge leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Roman im Lektoratsofen ausbacken, einen nächsten im Teigkessel anrühren, die hier entwickelte Kleine Form in andere Kalamitäten überführen, stilles Studium, lange Spaziergänge. Noch längere Briefe. Zwei Liebhaber oder auch vier. Ausflüge zu Orten, an denen höchstens Einer vor mir war. Hin und wieder ein heimliches Besäufnis. Das ist mehr, als ich mir je gewünscht habe. Ich freue mich auf das kommende Jahr. Der Blogentzug der letzten Wochen verlief komplikationslos, jetzt bin ich nicht einmal mehr wehmütig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich danke zuallererst meinen Lesern, den bekannten und unbekannten, den bunt Kommentierenden wie den Stillschweigenden und denen, die es vorzogen, mir ihre Kommentare persönlich zu schicken. Ich danke für Eure Gedanken und Ideen, für Eure guten Wünsche, für das aufrichtige Lob (es fällt mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass mir das gutgetan hat) und mindestens ebenso für den fundierten Tadel (der mich nachhaltig weiterbrachte).&lt;br /&gt;
Ich danke den Litblogs-Herausgebern Christiane Zintzen, Hartmut Abendschein und vormals Markus A. Hediger für ihre riesige und grossartige Arbeit.&lt;br /&gt;
Und ich danke denjenigen schreibenden Netzkollegen, mit denen ich in intensivem oder sporadischem Austausch stehe oder stand. Ich wage es nicht, sie aufzuzählen, aus lauter Angst, es könnte mir der eine oder andere mir teure Name unters Eis gehen. Das war (und ist hoffentlich weiterhin) literarisch überaus fruchtbar, aber wichtiger noch: menschlich. Menschlich. Menschlich. Schön!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zigilliardenmal DANKESCHÖN! Ich verbeuge mich vor Euch. Wünsche allen das Blaue vom Himmel herunter und die Sterne (diese alten Schweine, denen wir Schnuppe sind), das Beste für 2010 und überhaupt. Bevor jemand losweint, ich kann das nicht ertragen!: tschüss, &lt;i&gt;and thanks for all the beef!&lt;/i&gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
allzeit Eure treue Dienierin: La Tortuga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;i&gt;Leonard Cohen: Closing Time&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Addendum, die Logistik:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Bis die geplante archaisch-simple Netzseite steht, bleibt das Postamt vorerst offen. In aller Stille werde ich noch verkleckerte Tischtücher wegräumen, volle Aschenbecher leeren und soweit nötig Bio und Biblio aufdatieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Mein (sehr) unregelmässiger Niusledder &lt;i&gt;&quot;Karavelle aus Svalbard&quot;&lt;/i&gt; kann nun selbstverständlich auch von Postamt-Freunden abonniert werden. Die Karavelle richtete sich bisher an Verwandte und Freunde und war deshalb persönlich gefärbt. Dies möchte ich gern fürderhin so halten und bitte daher jene Leser, die ich nicht &lt;i&gt;in natura&lt;/i&gt; oder durch langjährigen Schriftkontakt kenne, Klarnamen und Adresse anzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Postfach: conrads &lt;i&gt;punkt&lt;/i&gt; harlequin &lt;i&gt;at&lt;/i&gt; gmail &lt;i&gt;punkt&lt;/i&gt; com</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Dankunsterblich</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-30T12:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6100406/">
    <title>Appendix</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6100406/</link>
    <description>Wusst ichs doch, dass es sehr wohl möglich ist! &lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Arzt-operierte-den-eigenen-Blinddarm/story/23272842&quot;&gt;Sich selbst zu operieren nämlich.&lt;/a&gt; Bei mir allerdings ist genau dies vorgestern in die Hosen gegangen, obwohl ich das ja nun nicht gerade zum ersten Mal unternahm und sehr wohl weiss, was ich tue. Wenn Körperteile blau werden und das Fieber steigt, muss man halt doch noch zum Arzt, denn eine Sepsis könnte einen leicht umlegen. Tant pis! Als Trostpflästerchen fürs Malheur (wie peinlich!) durfte ich also endlich einem leibenden und lebenden Dermatologen begegnen (was auch zeigt, dass ich mir nicht die Bauchhöhle, sondern nur die obersten paar Schichten der sterblichen Hülle aufgeschnitten hatte). Es war über die Massen lustig bei dem Dermatologen. Entgegen meiner Befürchtung schimpfte er überhaupt nicht. Vielmehr lachte er und sagte: &quot;Danke, dass Sie gekommen sind!&quot; - Jetzt freu ich mich drauf, baldig der Operation des Fachmanns beizuwohnen. Das Jahr wird ganz nach meinen Vorstellungen anfangen!</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Carnivorschriften</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-19T11:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6094626/">
    <title>Ach was. Ein anständiges Geschenk.</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6094626/</link>
    <description>Einfach für alle. Und heute abend speziell für Henri au Vaud. Da wirs ja neulich davon hatten: das ist nun eine musikalische Jugendliebe, zu der ich vermutlich immer stehen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;i&gt;Tori Amos: Abnormally Attracted to Sin&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;i&gt;Tori Amos: A Sorta Fairytale (mit dem immer wieder sehenswürdigen Gesicht von Adrien Brody)&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Einwegpost</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-15T21:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6080917/">
    <title>Leif Eriksson macht Gefangene, nämlich 5XII Trolle hat er in Gewahrsam</title>
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    <description>Oh captain, my captain, harken! : Ich hab die Probe aufs Exempel gemacht. Toc toc toc. Allso klopfte ich ans Gatter der Psychiatrischen Klinik zu Reykjavík (es gibt nämlich nur eine, eine ganz kleine). Man wollte mich nicht einlassen, nachdem man gemerkt hatte, dass ich niemanden besuchen, sondern mich selbst einlieferen wollte. Aber so verstehen Sie doch, bettelte ich, ich bin kreuz und quer über diese Insel getöltet und hab nicht einen einzigen verdammten TROLL gesehn! Ich bin subpsychotisch! Schliessen Sie mich ein! Sonst passiert vielleicht was Schlimmes! Es ist gefährlich! (Für Andere und Dich besonders und für mich auch ein bisschen.) Nö Sie, hiess es (&quot;nö&quot; verstand ich auf Isländisch nicht genau). Wir sind ausgebucht. Ausserdem haben wir keine so grossen Betten, Sie sind zu lang und zu breit für diese Klinik. Blieb mir kein andrer Einweg als einzubrechen, so ich alsbalden tat, wie die Polarnacht auch eingebrochen war. Nur ein blutend Handgelenk vom Fenster, ich war sonst unbeschadet drin, und was SAH ich da! : Patienten, hundärte, mindestens. Kleine, sie reichten mir gradmal bis zur Hüfte, fast kugelig ihre patschigen Körperchen, verschmitzt und wikingblond und für ihre Ründe sehr geschickt, sie hatten unten grosse Füsse aus windhart lochiger Lava und oben naturschafige Wollmützchen, und sie rochen allsamt nach rauchendem Torf. Wie die lachten, als SIE MICH SAHEN! Denn manche waren hier gelieferet, weil sie keine Menschen sehen können. Sie waren froh, die ich bekehrte. Schoben vier grasgrüne Bettchen für mich zusamm, worauf ich mich querlegen konnte. Wissen Sie, hauchte ich den Nerventöcktern, als sie mich seufzend visitierten, : my captain nämlich, der erfüllt mir jeden Wunsch, sowie ich ihn aufs Blatt getropft habe. Noch bevor er gesehen hat. Geben Sie mir eine Pille, damit ich nicht noch schamloser von ihm wünsche! Ich schwöre, er SIEHT! ... Nur ob Du mir glaubst, weiss ich nicht. (Wir glauben grundsätzlich nichts, nicht wahr?). Kielgeholt: Dein Dir blühendes Matröslein.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Einwegpost</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-07T21:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6075399/">
    <title>Psyche des Jägers und Neurose des Bauern</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6075399/</link>
    <description>&lt;cite&gt;So steht auch die kaum getrübte elementare Lebensfreude, die viele Ethnographen bei den meisten Wildbeutern beobachtet haben, die Liebe zum Leben, so wie es ist, und nicht, wie es sein sollte, im markanten Gegensatz zum Lebensgefühl der Bauern ..., war für die Wildbeuter der Tod ein Moment des Lebens, so wandelte sich mit der Zeit das Leben zu einem Moment des Todes. ... Hatten die Wildbeuter eine Lebensideologie, indem sie das Leben liebten, wie es war, und den Tod in den Dienst des Lebens stellten, ... so entwickelte sich aus dem zu Pessimismus neigenden Lebensgefühl der Bauern eine Todesideologie, die das Leben in den Dienst des Todes stellte.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hans Peter Duerr, &quot;Sedna oder Die Liebe zum Leben&quot;, 1984.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert in: &lt;i&gt;Klaus Schmidt, &quot;Sie bauten die ersten Tempel - Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger&quot;, 2006.&lt;/i&gt; (Grossartiges Dokument über die in jeder Hinsicht spektakulären &lt;a href=&quot;http://www.dainst.org/index_624bc6a4bb1f14a195450017f0000011_de.html&quot;&gt;Ausgrabungen am Göbekli Tepe&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Addendum:&lt;/b&gt; Photos von der &lt;a href=&quot;http://www.werkschau.org/ws05pics/&quot;&gt;Werkschau 09 in Bern&lt;/a&gt; wurden aufgeschaltet, merci, lieber &lt;a href=&quot;http://www.abendschein.ch/site/comments/werkschau_5_bilddoku/&quot;&gt;hab&lt;/a&gt;! ... Und natürlich (falls ich das darf, is ja nicht mein copyright, gell): wie Du mir, so etc.!:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;283&quot; alt=&quot;hab_werkschau&quot; width=&quot;379&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/hab_werkschau.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Fremdefedern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-03T17:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6068850/">
    <title>Aufruf zum Boykott</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6068850/</link>
    <description>Vor einiger Zeit habe ich einen Eintrag zur Volksiniative für ein Minarettverbot eingestellt, ihn aber bald wieder gelöscht, weil ich befand, dass man den eitrigen Ausdünstungen der Hirntumore einer Handvoll Faschospinner gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenken sollte; einfach nur lächerlich, kein halbwegs vernünftiger Mensch wird dafür stimmen. Dachte ich. Naiv, blauäugig, im guten Glauben an die Pappenheimer. Bis vor kurzem hatten so krasse Kriegserklärungen an der Urne nie eine Chance. Was passiert gerade in diesem Land?! Tja. &lt;a href=&quot;http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/154892.minarett-verbot-ueberrascht-die-schweiz.html&quot;&gt;Deutlich weniger als die Hälfte der Schweizer sind halbwegs vernünftige Menschen.&lt;/a&gt; Nun ist es nicht mehr nur peinlich, das Negativ eines Rotkreuz-Passes zu haben, sondern bodenlos beschämend. Ich muss mich informieren, wie man aus diesem Verein austreten kann (ein Deutscher hat vor ein paar Jahren dem Bundespräsidenten geschrieben, er trete aus dem Staat aus - für ihn hat es funktioniert, für den Bundespräsidenten nicht). Dass der Bundesrat jetzt auch noch relativiert, ist schlicht skandalös. Darauf gäbe es nur eine Antwort: das Amt mit sofortiger Wirkung niederlegen; soll sich das Idiotenvolk, das die eigene Verfassung nicht respektiert, doch selbst regieren! &lt;a href=&quot;http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/144578.kriegsmaterial-wird-weiterhin-exportiert.html&quot;&gt;Da wir aber weiterhin wacker Bubenspielzeug exportieren&lt;/a&gt;, könnte die Retourkutsche nicht lange auf sich warten lassen. Ich fange an zu hoffen, dass demnächst etwas in die Luft fliegt (bloss werden die 99,999% nicht-fundamentalistischen Muslime diese kindische Aggression vermutlich mit schweigender Verachtung strafen). Libyen könnte uns allenfalls von der Dummheit befreien, mit den Sumpfpänzerchen &lt;i&gt;made in Switzerland&lt;/i&gt; eben. Qhaddafis Barbarei ist im Gegensatz zur unsrigen wenigstens kreativ.&lt;br /&gt;
Und Ihr da draussen: boykottiert uns! Kotzt auf unseren Käse und unsere Schokolade (obwohl Milka und Ritter nicht essbar sind, Ihr werdet&apos;s überleben), macht dort Ferien wo Menschen wohnen, zügelt Eure Konten auf die Kanalinseln! Verklagt uns in Strassburg!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Addendum 30.11.:&lt;/b&gt; Wer mit dem Abstimmungsresultat nicht einverstanden ist, trägt diese ganze Woche eine weisse Armbinde. Habe heute niemanden damit gesehen, und es hat mich auch niemand angesprochen. Offenbar organisieren sich solche Aktionen nur noch per facebook und sms (wer beides verweigert wie ich, kann sich ja dennoch mühelos informieren). Bin gespannt, ob ich morgen in Zürich ein anderes Bild vorfinde. Die machen da draussen alle weiter, als wäre nichts geschehen. Über Mittag gehen sie scheinheilig zum Türken.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Carnivorschriften</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-29T22:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6067509/">
    <title>Agronomische Aufpimpung der Agricola-Regeln</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6067509/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;339&quot; alt=&quot;agricola&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/agricola.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Landw. Betrieb im Vordergrund: links oben Schaf- und Schweineweide (erstere mit Stall), rechts oben drei Bauern und das Haustier in der Holzhütte, unten links knapp sichtbar zwei Getreideäcker.&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://lookout-games.de/agricola/&quot;&gt;&quot;Agricola&quot;&lt;/a&gt;, &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; Brettspiel der Extraklasse, das man lobenswerterweise auch Solitaire spielen kann, hilft abzuspannen, Konzentration, Taktik und Strategie zu schulen (alles drei hat bei mir Training mehr als nötig!), und in meinem Fall zudem, das Heimweh nach dem Stallmief zu stillen. Obwohl es jeweils in Stress ausartet, weil man andauernd von Hungersnot bedroht wird und deshalb fischt und taglöhnert und schlachtet und backt wie blöd (oder das teure Saatgut auffrisst), während man sich um viel zu Vieles simultan kümmern muss: Ackerbau, Viehzucht, den Ausbau und die zweimalige Renovierung des Hauses (von Holz zu Lehm zu Stein) und die Fortpflanzung der Bauernfamilie, was zwar Arbeitskräfte bringt, die einem aber die Haare vom Kopf fressen. Allerdings simuliert die ewige Futtersorge wohl sehr treffend die Situation der Kleinbauern im 17. Jahrhundert (und heute). In der Vollversion - und die ist erst richtig taff - muss man ausserdem den Landwirt weiterbilden und sich die Arbeit mit zig Anschaffungen erleichtern, und beides kommt &lt;i&gt;schweine&lt;/i&gt;teuer zu stehen, zahlt sich aber gewaltig aus, sofern man ein starkes Blatt auf die Hand bekommt. Die neue Erweiterung (hurraaa!) &lt;a href=&quot;http://lookout-games.de/moorbauern/&quot;&gt;&quot;Die Moorbauern&quot;&lt;/a&gt; kompliziert die Lage in orgiastischem Ausmass. Man muss jetzt auch noch Torf stechen und die Hütte heizen (hat man zur Erntezeit nicht genug Brennstoff gebunkert, werden die Figüren krank und liegen im Spital darnieder, anstatt zu rackern), Wald roden, um Holz zu ernten und Acker- und Weideland urbar zu machen, sowie eine Pferdezucht aufbauen. Die naturgegebene Verteilung der Moor- und Waldflächen erfordert eine vorausschauende Planung, dass einem Hören und Sehen vergeht. Alles in allem, müssig, es zu sagen: ich verliere eigentlich immer. Dieses Komplexum übersteigt meine intellektuellen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus agronomischer Sicht schlage ich ein paar Änderungen der &lt;a href=&quot;http://lookout-games.de/downloads/&quot;&gt;offiziellen Spielregel (Download)&lt;/a&gt; zur Güte vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Es ist ein Unding, dass verschiedene Tierarten nicht auf derselben Weide gehalten werden dürfen. Schafe und/oder Rinder und/oder Pferde im Team sorgen erst für eine optimale Nutzung des Grünlandes (der Futterbau ist die Königsdisziplin der Landwirtschaft, es wird ihm - auch in der Praxis - zuwenig Bedeutung beigemessen). Für gemischte Weiden (Schweine ausgenommen) sollte es Extrapunkte geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Freilandschweine versauen Grasnarbe und Boden beinah irreversibel (jedenfalls für geraume Zeit). Deshalb sollte es Abzug geben für Schweine, die ohne Stall gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Zwischenfutter auf Ackerflächen sollte genutzt werden dürfen; auf jedem Acker, der zur Erntezeit brachliegt, könnte man ein Tier halten (was den notorischen Platzmangel zur Reproduktionszeit der Nutztiere entschärfen würde; wenn man nachher wieder aussäen will, bevor man mehr Weiden gezäunt hat, müsste man das Tier halt aufessen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Zwar wird den geschlossenen Nährstoffkreisläufen im Spiel bereits Rechnung getragen, indem man eigentlich nicht gewinnen kann, wenn man nur einen Betriebszweig ausbaut. Hübscher wäre noch, wenn man zusätzlich für Dünger bezahlen müsste, solange der Ackerbau massiv überwiegt, und umgekehrt Abzug kriegen würde für zuviele Tiere pro Ackerfläche (oder hospitalisierte Knechte wegen Grundwasserversauung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ... ich würde lieber nur Zusatzregeln wollen, die das Spiel &lt;i&gt;erleichtern&lt;/i&gt;. Aber es steht mir ja frei, durch Privatkodex meiner Vorliebe für Stressbekämpfung zu frönen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Addendum:&lt;/b&gt; Dieses Spiel hat uns nicht zuletzt das wunderbare Wort &lt;i&gt;animeeples&lt;/i&gt; beschert. Meint: hölzerne Tierfiguren, die auch ohne viel Phantasie als Tiere erkennbar sind.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postbestiarium</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-28T18:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6057928/">
    <title>Der Hauptnachteil des Buches:</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6057928/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Immer nur ein Buch pro Buch.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Zeitungsartikel, worinnen die Vor- und Nachteile des analogen Buches denjenigen der verschiedenen Sorten digitaler Bücher gegenübergestellt werden. Nun ist &quot;immer nur ein Buch pro Buch&quot; nicht gerade ein dem Buch inhärenter Fehler, sondern &quot;ein Buch&quot; ist schlicht die Definition des Buches im Singular. Dem Buch wird seine eigene Definition erst von den neuern Arten zu lesen als Nachteil ausgelegt (heisst eigentlich nichts anderes als: das Buch ist ein Nachteil). Es wird aber nicht erwähnt, dass ein Reader, ein PC oder ein Handy keine Bücher sind, noch nicht mal ein einziges. Ausserdem gibt es ja auch sowas wie: &quot;Erstmals alle drei Romane in einem Band!&quot; - Das sind mehrere Bücher pro Buch. Oder Sekundärliteratur: ein Buch über andere Bücher. Oder Bibliotheksromane. Tausende Bücher pro Buch. Ob &quot;das Buch&quot; eigentlich sein Papier mit Zugemüse oder sein Inhalt ist, wurde aber vermutlich auch nie abschliessend geklärt.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Fremdefedern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-24T11:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6051592/">
    <title>Der Mann, der nicht zu pissen wagte</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6051592/</link>
    <description>The pleasantest dotage that I ever read, saith Laurentius, was of a gentleman at Senes in Italy, who was afraid to piss, lest all the town be drowned; the physicians caused the bells to be rung backward, and told him the town was on fire, whereupon he made water, and was immediately cured. Another supposed his nose so big that he should dash it against the wall if he stirred; his physician took a great piece of flesh, and holding it in his hand pinched him by the nose, making him believe that flesh was cut from it. Forestus, &lt;i&gt;Obs. lib. I&lt;/i&gt;, had a melancholy patient who thought he was dead; &quot;he put a fellow in a chest, like a dead man, by his bed&apos;s side, and made him rear himself a little, and eat: the melancholy man asked the counterfeit whether dead men use to eat meat? he told him yea; whereupon he did eat likewise and was cured.&quot;&lt;br /&gt;
Lemnius,&lt;i&gt; lib. 2, cap. 6, de 4 complex.&lt;/i&gt;, hath many such instances, and Jovianus Pontanus,&lt;i&gt; lib. 4, cap. 2&lt;/i&gt;, of Wisdom, of the like: but amongst the rest I find one most memorable, registered in the French chronicles, of an advocate of Paris before mentioned, who believed verily he was dead, etc. I read a multidude of examples of melancholy men cured by such artificial inventions.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Robert Burton: The Anatomy of Melancholy, Second Partition (The Cure of Melancholy) - Help from friends by counsel, comfort, fair and foul means, witty devices, satisfaction, alteration of his course of life, removing objects, etc.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postalberatung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T20:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6048348/">
    <title>innocent passage</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6048348/</link>
    <description>Gespenstisch leer im Warenhaus. Unten wuselt das Kind um die Regale und stopft sich die Taschen mit Kettchen und Ohrringen voll. Die Grossmutter hat kapituliert. Sie steht einige Meter vor mir auf der Rolltreppe, fährt nach oben, blickt nicht zurück. Ich starre auf ihren Rücken und denke: sie hat es schwer.&lt;br /&gt;
Sie dreht sich um zu mir und sagt: wissen Sie, ich habe es schwer! Mein Mann ist gestorben und ich bin allein mit den Enkelkindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;innocent passage&lt;/i&gt;: friedliche Durchfahrt. Aus dem Seefahrtsrecht.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Nachtexpress</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-17T21:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6044832/">
    <title>Das Postamt Kangerlussuaq gratuliert</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6044832/</link>
    <description>mit einem Jahr Verspätung (zuweilen frieren halt die Telegraphen-Drähte ein, und manche Landwirte sind viel zu bescheiden, um grosse Siege mitzuteilen), aber deshalb keinen Deut weniger herzlich, umso mehr, als die Postamtbelegschaft ohne die megalomanen Wurstpakete des Beglückwünschten letzten Winter hungers umgefallen wäre!:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Bühler und seiner Familien- und Metzgerequippe vom &lt;a href=&quot;http://www.langerlen.ch/index.html&quot;&gt;Bauernhof Langerlen&lt;/a&gt; auf dem  finstern finstern Schwarzenberg zum Preis des &lt;a href=&quot;http://vbl.org/&quot;&gt;Vereins zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste&lt;/a&gt; in der Metzgete-Saison ... letzten Jahres eben (&lt;a href=&quot;http://www.langerlen.ch/Hoechstnoten.pdf&quot;&gt;der Pressebericht&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Jahr drücken wir die Daumen und sind selbstverärgert, dass wir uns nicht rechtzeitig zum Gelage angekündigt haben. Mögen die Schwarzenberger Schweineeinzelteile wiederum die Höchstnoten für Oralhaptik und Munderotik ergattern!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasset uns in Ehrfurcht vor dem edlen Metzgerhandwärch die &lt;a href=&quot;http://vbl.org/hymne.php&quot;&gt;Blut- und Leberwursthymne&lt;/a&gt; anstimmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Heil Dir, geliebtes Schwein&lt;br /&gt;
Heil Dir, Blutwurstverein&lt;br /&gt;
Sanguophilie;&lt;br /&gt;
Ehre der Leberwurst&lt;br /&gt;
und dem saumäss&apos;gen Durst.&lt;br /&gt;
Ehre der VBL- Kunst&lt;br /&gt;
und des Keilers Brunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melodie: Heil Dir Helvetia&lt;br /&gt;
(feierlich, würdig)&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Carnivorschriften</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-15T18:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6037127/">
    <title>Michael Ende über Schildkröten</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6037127/</link>
    <description>Rübergezwackt vom&lt;a href=&quot;http://www.thienemann.de/me/schildkroeten.htm&quot;&gt; Thienemann Verlag&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Man hat mich des öfteren gefragt, warum fast in jedem meiner Bücher eine Schildkröte vorkommt. Ich muss zugeben, dass mir diese Tatsache selbst erst durch die Frage auffiel.&lt;br /&gt;
Eigentlich hat sich die jeweilige Schildkröte (Uschaurischuum, Morla, Kassiopeia, Tranquilla usw.) sozusagen immer ganz von selbst eingestellt, ohne meine Absicht. Aber vielleicht können einige Hinweise auf die Bildersprache der Mythen und Märchen die Frage wenigstens teilweise beantworten.&lt;br /&gt;
In der Weltmythologie wimmelt es ja geradezu von Schildkröten. Der Noah der nordamerikanischen Indianer z.B. rettet sich nicht wie der biblische in einem Schiff, sondern auf dem Rücken einer riesigen Wasserschildkröte mit seiner Familie über sie Sintflut. Im indischen Mythos steht die Welt auf dem Panzer einer kosmischen Schildkröte. Wenn man das I-Ging, das chinesische &quot;Buch der Wandlungen&quot;, aufschlägt, so wird man finden, dass die 64 Ur-Hexagramme, von denen, wie es heißt, alle Schriftzeichen abstammen, von einem vorgeschichtlichen Weisen aus den Mustern auf den einzelnen Platten eines Schildkrötenpanzers abgelesen worden sind. (Wer Momo gelesen hat, wird sich hier vielleicht an Kassiopeias Mitteilungshinweise erinnert fühlen.) Die Beispiele sind fast beliebig vermehrbar.&lt;br /&gt;
Was mir persönlich an Schildkröten (ich spreche hier von der mediterranen Landschildkröte) so besonders sympathisch ist, das ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1. ihre vollkommene Nutzlosigkeit.&lt;/b&gt; Schildkröten haben weder Freunde noch Feinde in der Natur (außer dem Menschen, versteht sich, der ja inzwischen der gefährlichste Feind aller Kreatur geworden ist, aber ist kein &quot;natürlicher&quot; Feind). Sie nützen niemand und sie schaden niemand. Sie sind einfach da. Das scheint mir in einem Weltbild wie dem gegenwärtigen, in dem alles in der Natur vom Nützlichkeitsstandpunkt aus erklärt wird, eine bemerkenswerte und tröstliche Tatsache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2. ihre Bedürfnislosigkeit.&lt;/b&gt; Schildkröten können mit fast nichts existieren. Täglich ein paar Blättchen, damit kommen sie über Wochen und Monate aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3. ihr Alter.&lt;/b&gt; Ich meine damit nicht nur, dass sie im einzelnen sehr alt werden können, sondern das Alter ihrer Spezies. Es hat sie schon gegeben, als der Mensch noch in Abrahams Wurstkessel schwamm, und es wird sie vermutlich noch geben, wenn wir längst wieder abgetreten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4. ihr Gesicht.&lt;/b&gt; Haben Sie einer Schildkröte schon mal direkt ins Gesicht gesehen? Sie lächelt. Sie scheint etwas zu wissen, was wir nicht wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5. ihre Form.&lt;/b&gt; Dies ist der am schwersten zu erklärende Punkt, weil er dem gegenwärtigen Denken ungewohnt ist: Wenn man eine Schildkröte einmal nicht anatomisch, sondern symbolisch betrachtet, also das ins Auge fasst, was ihre Gestalt ausdrückt, dann hat man es eigentlich mit einer wandelnden Hirnschale aus Horn zu tun. Die Hirnschale spielt in den Mythen der Welt ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Nach der Edda wurde das gestirnte Himmelsgewölbe aus der Hirnschale des Ur-Eisriesen gebildet. In der Hirnschale befindet sich die Fontanelle, eine kleine Öffnung nach oben, die beim neugeborenen Kind noch für eine kurze Weile offen bleibt und sich dann nach und nach schließt. Das ist die Erinnerung des physischen Leibes, so sagen einige Quellen des alten Wissens, an eine Ur-Zeit, in der diese Fontanelle des Menschen sein Leben lang offen blieb. An dieser Stelle befand sich ein Organ (man kann seine eigentümliche Form noch jetzt an allen Buddha-Statuen als &quot;Frisur&quot; sehen), mit dem der Mensch wie träumend über die Welt von Raum und Zeit hinaus, also jenseits des Himmelsgewölbes, wahrzunehmen vermochte. Die Inder nennen es den &quot;tausendblättrigen Lotos&quot;. Vielleicht sind sogar unsere Königskronen noch eine, inzwischen unbewusste, Nachbildung dieses Organs.&lt;br /&gt;
Bei den Schildkröten ist die Schale geschlossen. Das denkende Ich ist mit sich allein und wird sich seiner selbst bewusst. Mit anderen Worten: &quot;Sie trägt ihre eigene kleine Zeit in sich.&quot;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An erster Stelle die &lt;cite&gt;vollkommene Nutzlosigkeit&lt;/cite&gt;! Allein das wäre einen Orden wert (für Ende &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; die Schildkröten). Anzufügen wäre (Auswahl): Schildkröten sind so zäh und dauerhaft, weil sie &lt;i&gt;keinen&lt;/i&gt; Sport treiben, den Energieverbrauch so gering wie möglich halten und nicht so nervös herumhypern wie die meisten anderen Tiere (insbesondere die Menschen). Sie tragen die Rippen, also die Fassreifen des Herzens, aussen, und keiner merkts. Niemand strahlt so charmant &quot;lasst mich einfach in Ruhe&quot; aus wie eingepanzerte Schildkröten. Sie veranstalten bei der Paarung den lustigsten Lärm, der je ein menschlich Ohr erreicht. Sie sind - vor allem auch als Spezies - unerhört stur. Immens anachronistisch und endlos erfolgreich, obwohl sie das Konzept &quot;Erfolg&quot; gar nicht erst verstehen wollen. Schildkröten sind die Zier jedes Sultansgartens, der Trost trauriger alter Frauen und die Lehrmeister der Einsiedler. Und sie haben Tausenden Seeleuten das Leben gerettet ... aber zu welchem Preis.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postbestiarium</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-10T21:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6031758/">
    <title>Flatulenztherapie mittels Blasebalgklistier</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6031758/</link>
    <description>Empirics have a myriad of medicines, as to swallow a bullet of lead, etc., which I voluntarily omit. Amatus Lusitanus, &lt;i&gt;cent.&lt;/i&gt; 4, &lt;i&gt;curat.&lt;/i&gt; 54, for an hypochondriacal person that was extremely tormented with wind, prescribes a strange remedy. Put a pair of bellows&apos; end into a clyster pipe, and applying it into the fundament, open the bowels, so draw forth the wind, &lt;i&gt;natura non admittit vacuum&lt;/i&gt; [nature does not allow a vacuum]. He vaunts he was the first invented this remedy, and by means of it speedily eased a melancholy man. Of the cure of this flatuous melancholy, read more in Fienus, &lt;i&gt;de flatibus, cap.&lt;/i&gt; 26, &lt;i&gt;et passim alias&lt;/i&gt; [and elsewhere &lt;i&gt;passim&lt;/i&gt;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Robert Burton: The Anatomy of Melancholy, Second Partition (The Cure of Melancholy) - Cure of the Hypochondriacal Melancholy - Correctors to expel Wind. Against Costiveness, etc.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Postalberatung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-07T17:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/6028146/">
    <title>Märchen zum Geburtstag</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/6028146/</link>
    <description>Eine (professionelle!) Märchenerzählerin kam in die Stadt, um Erwachsenen &quot;Märchen für Erwachsene&quot; zu erzählen und anschliessend besorgten Eltern Auskunft zu geben über quälende Fragen (Sind denn Märchen noch zeitgemäss? Fürchten sich Kinder nicht vor Märchen?). Ja, Märchen sind aktueller denn je. Nein, Kinder fürchten sich nie vor Märchen. Märchen für Kinder müssen ein Happy End haben. Märchen für Erwachsene dürfen ohne Happy End ausgehen. - Ich war nicht selbst dabei. Ich gebe hier nur wieder, was ein Journalist über den Anlass schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann machte die Zeitung noch eine Strassenumfrage: Welches ist Ihr Lieblings-Märchen? (Ich kürze die Zitate.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Junge Frau: &quot;Aschenputtel fand ich zum Beispiel toll. Im Aschenputtel-Film tragen alle so schöne Kleider.&quot;&lt;br /&gt;
Mann mittleren Alters: &quot;Vielleicht Rössli Hü.&quot;&lt;br /&gt;
Ältere Frau: &quot;Als Kind gefiel mir Aschenputtel sehr gut. Über dieses Mädchen wurde auch ein schöner Film gedreht.&quot;&lt;br /&gt;
Junger Mann: &quot;Peter Pan gefiel mir als Kind am besten. Dieses Märchen wurde von Walt Disney auch verfilmt. Den Film sehe ich mir heute noch gerne an.&quot;&lt;br /&gt;
Frau mittleren Alters: &quot;Max und Moritz haben mich immer fasziniert.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufälligerweise las ich gestern eine literaturwissenschaftliche Abhandlung, in der Michael Endes &quot;Theorie&quot; demontiert wird, dass die Grenzziehung zwischen Phantastik und Realismus künstlich und obsolet sei (es ist ja nicht eigentlich eine kopfgeborene Theorie, sondern Einsicht und Erfahrung). Es wird dann akribisch sortiert nach &quot;Fiktionalität&quot;, &quot;Phantastie&quot;, &quot;Phantastischem&quot; und &quot;Fantastik&quot; (man beachte auch die Ph- bzw. F-Schreibung). Die Philosophen liefern beispielsweise die exakte Definition für &quot;Phantasie&quot;, okay, auf irgendwas muss man sich einigen (obwohl Kant vielleicht nicht grade der einzige ist, der eine solche Definition formuliert hat), und überhaupt, schon klar, dass die Literaturwissenschaftler sowas tun müssen. Sie leben schliesslich von ihren Kategorien. Es wird sogar die bange Frage gestellt, ob es nicht wichtig wäre, die Kinder ganz früh an die &quot;exstentiellen Probleme der Realität&quot; heranzuführen anstatt sie mit Geschichten zuzumüllen. Ja  ja, Literaturwissenschaftler müssen das tun. Und Pädagogen und Diktatoren und Wirtschaftsführer. Ich gebe zu, dass ich die Abhandlung nicht fertiggelesen habe (ich glaub es ist ein ganzes Buch). Ich möchte aber mal fragen, ob es nicht vielleicht &quot;ein existentielles Problem der Realität&quot; ist, dass ... (ich führs jetzt nicht aus. Jeder, der Kangerlussuaq kennt, hats schon 100x gehört). Und ein grosses Problem ist, das würden doch wohl auch die Literaturwissenschaftler zugeben, dass keiner mehr weiss, was ein Märchen ist, und dass Disney die &quot;Auslegung&quot; (wenn man das so nennen darf) für sich gepachtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aussagen der Umgefragten sei noch ergänzt:&lt;br /&gt;
&quot;Rössli Hü&quot; ist eines der schönsten Geschichten überhaupt. Ohne Rössli Hü wäre ich vielleicht so &lt;i&gt;erwachsen&lt;/i&gt; geworden wie professionelle Märchenerzählerinnen oder Literaturwissenschaftler (hahaa! ich hör mir die &lt;i&gt;Kassetten&lt;/i&gt; heute noch an!).&lt;br /&gt;
Der Peter-Pan-Freund sagte ausserdem: &quot;Wenn ich mal Kinder habe, werde ich ihnen Geschichten vorlesen.&quot; - Das ist einer der Wenigen, dem man die Lizenz zur Fortpflanzung erteilen darf. Sofern er sich daran hält. Sofern er den Kindern beim Gutenachtkuss nicht sagt, das seien &quot;&lt;i&gt;nur &lt;/i&gt; Geschichten&quot;. Sofern er nicht nur den Kindern vorliest. Auch die Unterscheidung zwischen &quot;Kind&quot; und &quot;Erwachsener&quot; ist künstlich und obsolet. Menschen sind doch Menschen, wir haben nur nicht alle am selben Tag Geburtstag.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>Sorgenbriefkasten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T10:43:00Z</dc:date>
  </item>


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   <title>find</title>
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