5XII Kann nicht anders VIII

(Jetzt wird ausgepackt: Die geheimen Phantasien der Leser! Unverhüllt!)

Wie gern wäre ich Dein Verleger! (Nicht Bettvorleger!! Hey! Ihr Schmutzfinken.) Nicht ich würde Deinen Ruhm mehren, sondern Du denjenigen meines traditionsreichen Hauses. Ich würde Dir Karten schicken zum Geburtstag, Einladungen zu Buchvernissagen (Nebenratsleber - Kein Kochbuch) und einen Blumenkranz, sollte Deine Base fünften Grades tragisch zu Tode kommen. Meine Vor- und Nachschüsse könntest Du an jedem Western Union-Schalter aller Kontinente abheben, wann immer Du hungrig wärst. Wir würden Männergespräche führen (das wollte ich schon lange, aber kein Mann erklärt sich dazu bereit). Noch bevor Du überhaupt die Zigarette aus dem Jackett gekramt hättest gäbe ich Dir Feuer. Grossmütig liesse ich Dich dann mein Bier bezahlen. Deine Geliebten würde ich aushalten und Deine illegitimen Kinder, Deine Frau trösten und Deine Kakteen giessen in Deiner Abwesenheit. Zur Versorgung Deiner Wunden wäre ich jederzeit zur Stelle, das ganz besonders. Mit dem Haartrockner würde ich Deinen Tränen zuleibe rücken. Zwar erhieltest Du von mir nur Telegramme, ich hätte ja noch andere Autoren zu betreuen. Dafür läse ich Deine Briefe, in denen Du mich - aber nein, das kann ich mir nicht vorstellen - um meine Zeit anflehtest. Zeit! Und Du würdest zu mir sagen: Dass es sowas wie dich überhaupt noch gibt!

Und jetzt die ganze Wahrheit: Noch lieber hätte ich selbst einen solchen Verleger, wie ich Dir einer wäre. Doch bis dahin, also noch ein paar Ewigkeiten lang, ist es mir Privileg genug, Dein Leser zu sein. Ich küsse Deine Feder.

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Tritt ein, lieber Gast, der Hund ist tot. (Aber den Wein musst Du bringen.)

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Anlaufstelle für Dichter und Mäzene:

U. T. Rossel Escalante Sánchez clandestin0 primatenschwanz mixmail.com (Das vermeintliche O ist eigentlich eine 0, ein vedisches K0sm0s-Ei.)

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Auf dem Nachttisch

In der Post wühlen:

 

Hohler Stein steht den Tropfen.

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Zuletzt aktualisiert: 3. Jul, 15:15

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