So gehe ich mit allen Gedichten um, die mich retten und/oder töten. Ich schreibe sie von Hand ab, trage sie auf winzig gefalteten Zettelchen in allen Hosen- und Jackentaschen, lege sie unters Kopfkissen, verschenke sie (selten, nur wenn ich mir ganz sicher bin, wer der Empfänger ist), drücke sie in schlaflosen Nächten ans Herz, lege sie mir als Stolpersteine in den Weg, nehme sie mit aufs Klo, schlitze mir mit ihnen die Pulsadern auf. Auch ein zynischer, pessimistischer, masochistischer, existentialistischer, realistischer, ungläubiger (!!) Mensch braucht schliesslich etwas, woran er sich halten kann (wobei Bibel & Koran durchaus auf dem Stapel der Gedichtbände liegen - ohne Unterschied).
...So manch einem Dichter könnte da wohl eher unheimlich werden. Es könnten auch Deine Gedichte sein. Du weisst, ich habe einen Briefkasten, und wie! :-D
*
...So manch einem Dichter könnte da wohl eher unheimlich werden. Es könnten auch Deine Gedichte sein. Du weisst, ich habe einen Briefkasten, und wie! :-D