Lesenskrise
Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass es auch mich treffen könnte: nach und nach kommt mir jeder Lesensmut abhanden. Noch nie war das Lesen für mich so freudlos. Es ist eine veritable Qual, mich durch die Seiten zu baggern, ich bin schon froh, wenn ich ein paar Absätze am Stück schaffe. An den Büchern liegt es bestimmt nicht, ich liebe sie so wie immer (die Dichter sowieso) und sie mich (die Dichter eher nicht). Sie (die Bücher) rufen nach mir, wollen Zeit mit mir verbringen, mich in den Arm nehmen (oder auf den Arm), ich aber, ohne es zu beabsichtigen, weise sie grob zurück. Nun stapeln sie sich in einer Ecke und lassen resigniert die Umschläge hängen. Was ich mit meiner Lesenszeit mache, kann ich nicht genau sagen, sie verstreicht einfach und danach bleibt nur immer die Frage, was ich eigentlich gemacht habe. Bin ich krank? Was ist mit mir los? Ich will ja lesen, mit aller Kraft, aber es geht nicht, mein Kopf klemmt. Ein Arzt würde mich bestimmt nur auslachen. Als Nichtleser wäre ich schliesslich dem Bevölkerungsdurchschnitt näher und damit aus medizinischer Sicht geradezu normal, also kerngesund. Niemand versteht mich! Ich kann so nicht weiterlesen! Ich nehme mir das Lesen!
Zwischendurch glimmt ein Funke Lesenshoffnung auf. Magdalena und der namenlose Schlaflose sorgen derzeit dafür, dass der Lesensfaden nicht ganz reisst.
(Im Ernst: ich bin BEUNRUHIGT! Das ist mir noch nie passiert, ich hoffe es geht rasch vorbei und kommt nie wieder, lieber wäre ich für den Rest des Lebens verstopft, es tut nämlich WEH!)
Zwischendurch glimmt ein Funke Lesenshoffnung auf. Magdalena und der namenlose Schlaflose sorgen derzeit dafür, dass der Lesensfaden nicht ganz reisst.
(Im Ernst: ich bin BEUNRUHIGT! Das ist mir noch nie passiert, ich hoffe es geht rasch vorbei und kommt nie wieder, lieber wäre ich für den Rest des Lebens verstopft, es tut nämlich WEH!)
La Tortuga - 15. Jan, 15:26
Talakallea Thymon - 16. Jan, 13:31
Ich dagege lege schon seit vielen jahren bücher ungehemmt weg, wenn ich nach einem drittel (manchmal gebe ich ihnen auch die chance, bis zur hälfte ihre güte zu beweisen) den eindruck gewonnen habe, das ist stuß; oder wenn ich das gefühl habe, dieses erste drittel war jetzt ein derartiger kokolores, das können die letzten 2/3 nie mehr wiedergutmachen -- dann leg ich es weg und empfinde dabei eine immense befriedigung: wieder ein buch, von dem ausgemacht ist, daß ich es nicht lesen muß, und dazu hab ich es nicht einmal zur hälfte lesen müssen.
ich kaufe auch erst dann ein buch, wenn ich es schon gelesen habe und glaube, daß es in den hehren kreis der bücher, in die man immer mal wieder hineinschnuppern will, gehören könnte.
aber noch eine frage an Herrn Keuschnig: welche waren denn die drei weggelegten bücher?
ich kaufe auch erst dann ein buch, wenn ich es schon gelesen habe und glaube, daß es in den hehren kreis der bücher, in die man immer mal wieder hineinschnuppern will, gehören könnte.
aber noch eine frage an Herrn Keuschnig: welche waren denn die drei weggelegten bücher?
Gregor Keuschnig - 18. Jan, 08:18
Mir fallen nicht mehr alle Titel ein.
Eines war Dos Passos' "Manhattan Transfer". Blutleer.
Bei Sachbüchern kommt es gar nicht vor, dass ich vorher aufhöre (die dicken Wälzer, die sich zu kompliziert anhören, ignoriere ich sofort). Bei philosophischen Büchern kommt das häufiger vor (Heideggers "Sein und Zeit" zum Beispiel).
Bei Sachbüchern kommt es gar nicht vor, dass ich vorher aufhöre (die dicken Wälzer, die sich zu kompliziert anhören, ignoriere ich sofort). Bei philosophischen Büchern kommt das häufiger vor (Heideggers "Sein und Zeit" zum Beispiel).
twoblogs - 17. Jan, 16:05
Warum darf der „Lesensfaden“ nicht reissen? Warum sollten sich Bücher nicht stapeln? Ist der Kauf eines Buches nicht etwas ganz anderes als dessen Lektüre?
Sie reden von „Lesenszeit“ – würde ich gern durch Lebenszeit ersetzen. Haben sie die eine bisher so von der anderen separiert?
Warum sollte Ihr – ich nenne es so – Pausieren (auch: Ihre Leseerholung) mit der Leseunfähigkeit der Nichtleser in irgendeinen Zusammenhang gebracht werden müssen?
Ich habe kein schlechtes Gewissen vor den nicht- oder nur angelesenen Büchern. Ich nenne jetzt nur diejenigen, die sich in der Nähe des Bettes befinden (ich lese derzeit nur im dort): 1. Gerhard Roth, Das Alphabet der Zeit; 2. Botho Strauss, Die Unbeholfenen; 3. Ferdinand Schmatz, Durchleuchtung; 4. Variantenwörterbuch des Deutschen.
Letzteres ist ein Geschenk von Dr. G. Ich schlage es meist vor dem Einschlafen auf und verbeisse mich an irgendeiner Stelle. Schon der Gedanke, dass ich das heute Nacht wieder tun werde, erfreut mich.
Von Schmatz hatte ich mir mehr erhofft. Was dieses „mehr“ ist, muss ich mir noch überlegen.
Im Roth habe ich von hinten her zu lesen begonnen, wahrscheinlich deshalb, weil es mit „Tod“ endet. Eigentlich ist das das vorletzte Kapitel und auch das kürzeste, unterteilt durch 3 Jahreszahlen: 1970, 1973, 2001. Das letzte Kapitel ist der Anhang (Mein Vater, Meine Mutter, Die Liebesgeschichte). Daran schliesst sich allerdings noch eine „Bild-Geschichte“ an, eine Menge flau gedruckter Schwarzweissfotos.
Während ich das jetzt schreibe, steigt eine eigentümliche Lust auf, die ich schon früher bei diesem Buch verspürt habe. Dessen Ursache ist wahrscheinlich die Gliederung. Auf mehr als 820 Seiten mehr als 240 betitelte Kapitel, die wiederum durch römische(!) Ziffern weiter untergliedert sind.
Schliesslich Strauss: Den Schutzumschlag habe ich bei Seite 49 eingeschlagen.
PS: Ich bin erst durch Sie darauf aufmerksam gemacht geworden, dass Leseverhaltung ein Zeichen von Krankheit sein könnte. ;-)
Sie reden von „Lesenszeit“ – würde ich gern durch Lebenszeit ersetzen. Haben sie die eine bisher so von der anderen separiert?
Warum sollte Ihr – ich nenne es so – Pausieren (auch: Ihre Leseerholung) mit der Leseunfähigkeit der Nichtleser in irgendeinen Zusammenhang gebracht werden müssen?
Ich habe kein schlechtes Gewissen vor den nicht- oder nur angelesenen Büchern. Ich nenne jetzt nur diejenigen, die sich in der Nähe des Bettes befinden (ich lese derzeit nur im dort): 1. Gerhard Roth, Das Alphabet der Zeit; 2. Botho Strauss, Die Unbeholfenen; 3. Ferdinand Schmatz, Durchleuchtung; 4. Variantenwörterbuch des Deutschen.
Letzteres ist ein Geschenk von Dr. G. Ich schlage es meist vor dem Einschlafen auf und verbeisse mich an irgendeiner Stelle. Schon der Gedanke, dass ich das heute Nacht wieder tun werde, erfreut mich.
Von Schmatz hatte ich mir mehr erhofft. Was dieses „mehr“ ist, muss ich mir noch überlegen.
Im Roth habe ich von hinten her zu lesen begonnen, wahrscheinlich deshalb, weil es mit „Tod“ endet. Eigentlich ist das das vorletzte Kapitel und auch das kürzeste, unterteilt durch 3 Jahreszahlen: 1970, 1973, 2001. Das letzte Kapitel ist der Anhang (Mein Vater, Meine Mutter, Die Liebesgeschichte). Daran schliesst sich allerdings noch eine „Bild-Geschichte“ an, eine Menge flau gedruckter Schwarzweissfotos.
Während ich das jetzt schreibe, steigt eine eigentümliche Lust auf, die ich schon früher bei diesem Buch verspürt habe. Dessen Ursache ist wahrscheinlich die Gliederung. Auf mehr als 820 Seiten mehr als 240 betitelte Kapitel, die wiederum durch römische(!) Ziffern weiter untergliedert sind.
Schliesslich Strauss: Den Schutzumschlag habe ich bei Seite 49 eingeschlagen.
PS: Ich bin erst durch Sie darauf aufmerksam gemacht geworden, dass Leseverhaltung ein Zeichen von Krankheit sein könnte. ;-)
tinius - 17. Jan, 16:30
Warum denn sollte man ununterbrochen lesen - es sei denn, man ist Rezensent oder hat ein entsprechendes Weblog. ;) Das Leben kennt ja mehrere Ausdrucks - und Verwirklichungsformen, deren jede ihre Zeit hat. Die Erkenntnis, daß man bei weitem nicht alle interssanten oder interessant erscheinenden Bücher in seiner Lebenszeit wird lesen können, sollte das Verhältnis zum Lesen und zu Büchern entspannen. Ich selbst werde nicht einmal die Bücher schaffen, die ich bislang in meiner Wohnung angesammelt habe, geschweige denn den monatlichen Zuwachs, den ich mir mit jedem Geldeingang gönne. Eine wirkliche Lesemüdigkeit, die zum totalen Aussetzen des Lesens geführt hätte, kenne ich überhaupt nicht, allerdings eine extreme Verlangsamung des Lesetempos, die durchaus auf Lustlosigkeit schließen läßt. Da ich aber (inzwischen) selten ähnlich gestrickte Bücher hintereinander weg lese, sondern, vielleicht blogbedingt und aus Rücksicht auf meine Leserschaft, möglichst Unterschiedliches lese, findet sich die Freude am Lesen spätestens ein, zwei Bände später wieder ein. Allerspätestens wenn ich ein Buch eines meiner unzähligen Favoriten in die Hände nehme.
Wie fast alle anderen lese ich - fast - alle Bücher bis zum bitteren Ende, da ich nur dann wirklich beurteilen kann / darf, ob ein Buch (unabhängig von meinem eigenen Geschmack) etwas taugt. Denn da gibt es ja Unterschiede.
Abgebrochen habe ich nur Marianne Fritz "Dessen Sprache Du nicht verstehst" mitten in Band 3, allerdings nicht ohne mir einen Neubeginn - irgendwann einmal - fest vorzunehmen, auch wenn es dazu vielleicht nie kommen wird, und mit 16 "Krieg und Frieden", daß ich aber acht Jahre später mit vergrößerter Leseerfahrung und geduldiger zu meinem Gewinn dann doch noch einmal begonnen und wirklich auch beendet habe (was allerdings meiner Bevorzugung von Dostojewskji keinerlei Abbruch getan hat).
Wie fast alle anderen lese ich - fast - alle Bücher bis zum bitteren Ende, da ich nur dann wirklich beurteilen kann / darf, ob ein Buch (unabhängig von meinem eigenen Geschmack) etwas taugt. Denn da gibt es ja Unterschiede.
Abgebrochen habe ich nur Marianne Fritz "Dessen Sprache Du nicht verstehst" mitten in Band 3, allerdings nicht ohne mir einen Neubeginn - irgendwann einmal - fest vorzunehmen, auch wenn es dazu vielleicht nie kommen wird, und mit 16 "Krieg und Frieden", daß ich aber acht Jahre später mit vergrößerter Leseerfahrung und geduldiger zu meinem Gewinn dann doch noch einmal begonnen und wirklich auch beendet habe (was allerdings meiner Bevorzugung von Dostojewskji keinerlei Abbruch getan hat).
La Tortuga - 17. Jan, 22:34
Und tinius: Darf ich fragen, wie sich "House of Leaves" bisher anlässt? Das hatte ich schon mehrmals in der Hand - wer weiss, könnte mich das retten?!
La Tortuga - 17. Jan, 22:33
Herzlichen Dank für den üppigen Input! Da kristallisieren sich in der Tat gleich mehrere neue Ansätze heraus, und ich muss mich nochmal auf die Suche machen, wo denn das Problem liegen könnte. Nein, ich glaube nicht, dass ich Lesens- und Lebenszeit trenne, im Gegenteil. Aber es ist wohl so, dass für mich zumeist Lesenszeit die bessere Lebenszeit ist. Ich möchte wetten, dass ich seit meiner Alphabetisierung maximal 4 Tage ohne Lektüre verbracht habe. An mindestens 331 Tagen pro Jahr ist die Lektüre der Höhepunkt des Tages. Ausserdem peile ich mal so über den Daumen, dass für mich Fiktion und Metabene die plausiblere Realität sind, sich besser mit meiner Wahrnehmung von "Allem" decken. Also bin ich "dort" vielleicht echter und noch am ehesten existent.
Das Argument, dass man sich erst über ein Buch äussern darf, wenn man es gelesen hat (selbst wenn man keine Rezensionen schreibt), zieht bei mir jedenfalls auch. Sogar dann, wenn ich mich gar nicht äussere, ich will ein gerechtes inneres Urteil. Dazu kommt: a) finanzielle Knappheit führt eben nicht nur im Kühlschrank dazu, dass man jedes Bröselchen aufbrauchen muss, es wird - teils ungewollt - zu einer Haltung. b) ich beobachte an mir einen unsympathischen Vollständigkeitsfimmel (also eigentlich Sammlertick) und bin daneben fast in allem ein penetranter Perfektionist. Selbst einen Erzählungsband könnte ich nicht in beliebiger Reihenfolge oder nur teilweise lesen. Gibts ein T-Shirt in mehreren Farben, finde ich es nur schön, wenn ich alle Farben kaufe (obwohl ich dann ja nur eins aufs Mal tragen kann), sonst lass ichs lieber bleiben. Das geht so weit, dass ich ausgelesene Bücher zurückspulen muss, ansonsten ich nicht zur Ruhe komme. Deshalb leihe ich auch nicht gern Bücher aus - man muss sie schon vor dem Lesen zurückspulen. Richtig neurotisch das!
Habe mir jetzt nochmal überlegt, woran die derzeitige Krise liegen könnte. Vermutungen:
- Es ist wahrscheinlich eher eine emotionale denn eine intellektuelle Erschöpfung, es nimmt mich zu sehr mit, ein Symptom könnte sein, dass mir Lyrik gerade am schwersten fällt.
- Das Eindenkvermögen erlahmt, was andere Kulturen und Epochen betrifft (vorübergehend hoffentlich).
- Ich bin noch zerstreuter als normalerweise, falls das überhaupt möglich ist.
- Geduld nimmt ab. Ich lese hauptsächlich um der Sprache willen und nehme dafür oft öden Inhalt in Kauf. Zudem ist die anstrengendste Lektüre in aller Regel die beste.
Ja, eine Erholungsphase wäre zwar schön. Aber das geht eben auch nicht. Ich habe mich schon gefragt, was ich eigentlich täte, wenn ich weder lesen noch schreiben dürfte/könnte/müsste. Das blanke Entsetzen. Es gäbe schlicht und einfach keinen Grund zu leben (den gibt es ohnehin nicht, aber mit Buchstaben macht die Sinnlosigkeit Freude). Optimal wäre es, einfach mehr zu schreiben während der Abstinenz. Auch unmöglich; weil ohne Lektüre die Inspiration sofort auf Null absackt.
Aber wie auch immer: da muss ich jetzt durch! Habe erst mal ein paar Zeitschriften am Kiosk geholt, so als Schonkost.
Das Argument, dass man sich erst über ein Buch äussern darf, wenn man es gelesen hat (selbst wenn man keine Rezensionen schreibt), zieht bei mir jedenfalls auch. Sogar dann, wenn ich mich gar nicht äussere, ich will ein gerechtes inneres Urteil. Dazu kommt: a) finanzielle Knappheit führt eben nicht nur im Kühlschrank dazu, dass man jedes Bröselchen aufbrauchen muss, es wird - teils ungewollt - zu einer Haltung. b) ich beobachte an mir einen unsympathischen Vollständigkeitsfimmel (also eigentlich Sammlertick) und bin daneben fast in allem ein penetranter Perfektionist. Selbst einen Erzählungsband könnte ich nicht in beliebiger Reihenfolge oder nur teilweise lesen. Gibts ein T-Shirt in mehreren Farben, finde ich es nur schön, wenn ich alle Farben kaufe (obwohl ich dann ja nur eins aufs Mal tragen kann), sonst lass ichs lieber bleiben. Das geht so weit, dass ich ausgelesene Bücher zurückspulen muss, ansonsten ich nicht zur Ruhe komme. Deshalb leihe ich auch nicht gern Bücher aus - man muss sie schon vor dem Lesen zurückspulen. Richtig neurotisch das!
Habe mir jetzt nochmal überlegt, woran die derzeitige Krise liegen könnte. Vermutungen:
- Es ist wahrscheinlich eher eine emotionale denn eine intellektuelle Erschöpfung, es nimmt mich zu sehr mit, ein Symptom könnte sein, dass mir Lyrik gerade am schwersten fällt.
- Das Eindenkvermögen erlahmt, was andere Kulturen und Epochen betrifft (vorübergehend hoffentlich).
- Ich bin noch zerstreuter als normalerweise, falls das überhaupt möglich ist.
- Geduld nimmt ab. Ich lese hauptsächlich um der Sprache willen und nehme dafür oft öden Inhalt in Kauf. Zudem ist die anstrengendste Lektüre in aller Regel die beste.
Ja, eine Erholungsphase wäre zwar schön. Aber das geht eben auch nicht. Ich habe mich schon gefragt, was ich eigentlich täte, wenn ich weder lesen noch schreiben dürfte/könnte/müsste. Das blanke Entsetzen. Es gäbe schlicht und einfach keinen Grund zu leben (den gibt es ohnehin nicht, aber mit Buchstaben macht die Sinnlosigkeit Freude). Optimal wäre es, einfach mehr zu schreiben während der Abstinenz. Auch unmöglich; weil ohne Lektüre die Inspiration sofort auf Null absackt.
Aber wie auch immer: da muss ich jetzt durch! Habe erst mal ein paar Zeitschriften am Kiosk geholt, so als Schonkost.
Talakallea Thymon - 17. Jan, 23:06
zurückspulen?!?!?!
das ist jetzt nicht dein ernst! und wenn doch: darf ich fragen, wie das vor sich geht? noch einmal rückwärts lesen? und wenn ja, dann phonetisch, phonemisch, lexikalisch oder syntaktisch rückwärts? oder abschnittsweise?
oder reicht einmal daumenkino rückwärts? und steckt dahinter wirklich die vorstellung, mit den buchstaben (oder den sie repräsentierenden sprachlauten) geschehe etwas, während die augen darübertasten? -- kurios!
aber noch ein vorschlag zur schonkost: wie sieht es mit dem sachbuch aus? also nicht dem fachbuch oder der wissenschaftlichen monographie, eher so etwas wie "Wonderful life" (Gould) oder "The Blind Watchmaker" (Dawkins) oder "The onmivore's dilemma"? wäre das was?
(mmmh ... also: ".novad neklowhcuaR ned tim tbiert dnu dnaH red sua runhcS ied ethcas mhi theiz ,..." --- nee, da kriegt man ja kopfschmerzen. zurückspulen, ts ...)
das ist jetzt nicht dein ernst! und wenn doch: darf ich fragen, wie das vor sich geht? noch einmal rückwärts lesen? und wenn ja, dann phonetisch, phonemisch, lexikalisch oder syntaktisch rückwärts? oder abschnittsweise?
oder reicht einmal daumenkino rückwärts? und steckt dahinter wirklich die vorstellung, mit den buchstaben (oder den sie repräsentierenden sprachlauten) geschehe etwas, während die augen darübertasten? -- kurios!
aber noch ein vorschlag zur schonkost: wie sieht es mit dem sachbuch aus? also nicht dem fachbuch oder der wissenschaftlichen monographie, eher so etwas wie "Wonderful life" (Gould) oder "The Blind Watchmaker" (Dawkins) oder "The onmivore's dilemma"? wäre das was?
(mmmh ... also: ".novad neklowhcuaR ned tim tbiert dnu dnaH red sua runhcS ied ethcas mhi theiz ,..." --- nee, da kriegt man ja kopfschmerzen. zurückspulen, ts ...)
tinius - 17. Jan, 23:10
Kino, Theater, Freunde, Konzerte fielen mir da spontan ein. Wobei das den Nachteil hat, immer nur ein augenblickliches Vergnügen zu sein. Bin ich vor die Wahl gestellt, ein Buch zu kaufen oder ins Kino oder Konzert zu gehen, gewinnt immer das Buch, schon aus finanziellen Gründen. - "Das Haus", tja, ich habe es gerade bis knapp zur Hälfte durchgelesen / durchgearbeitet. Und es ist absolut meins. Die Metaebene der Metaebene. ;) Es ist nichts wirklich neu - das variierende Textbild fand ich schon bei Federmans "Alles oder Nichts", die Fußnoten sah ich zuletzt bei Susanna Clarkes "Jonathan Strange and Mr. Norrell", zuerst aber wohl bei "Tristram Shandy". Das Spiel mit "nachgelassenen" oder aufgefundenen Manuskripten ist seit der Romantik bekannt, wird aber hier potenziert, bis der Nachweis der Echtheit in sein Gegenteil verkehrt ist. ;) Es hat Feinheiten, denen ich mangels akademischer Bildung nicht unbedingt zu folgen mag, auf der anderen Seite lese ich und bin wenig geneigt, jeder Verschlüsselung, jedem Rätsel auf die Spur zu kommen. Dennoch tragen für mich die beiden miteinander verwobenen Geschichten zumindest bis zur Hälfte. Und sie machen durchaus Spaß.
La Tortuga - 17. Jan, 23:22
Hahaaaa! Wie lang hast Du jetzt für letzteres gebraucht?!?!
Doch, es ist mein Ernst, leider. Die, die mich kennen, rufen jeweils aus dem Nebenzimmer: "Hast wieder eins fertig? Man hörts!" Also das geht so: ich blättere Seite für Seite von hinten nach vorn. Bei jedem Kapitelanfang lege ich einen Finger hinein. Beim nächsten Kapitel springt der Finger dorthin. Bei dicken Büchern ohne Kapitel separiert der Finger jeweils bei 100 Seiten, bei dünnen Büchern nach 50 Seiten. Überspringe ich aus Versehen eine Seite, muss ich nochmal von vorn (bzw. hinten) anfangen, das wäre sonst wie so ein Gewickel bei einer Tonbandkassette. Am Schluss drücke ich den Buchrücken wieder schön rechtwinklig. Wichtig ist auch, dabei allfällige Eselsohren auszustreichen (das mache ich aber auch schon während des Lesens - da habe ich auch immer schon die nächsten 4 (exakt 4) Seiten in der rechten Hand und "blättere" die andauernd durch; Zuhörer sagen, dass es nervt, aber mich bringt das Geräusch in den Lesefluss).
Ein Bibliotheksbuch muss ich also vor und nach dem Lesen zurückspulen (weil es sich nicht gehört, ungespult zurückzugeben). Gibt mir jemand eins meiner Bücher zurück, muss ich es meist auch selbst zurückspulen, obwohl ich die Leute darum bitte. Ich kann weder schlafen noch essen, wenn irgendwo ein ungespultes Buch herumliegt. Bin ich über mehrere Tage bei jemandem zu Gast, fange ich auch dort an, in der Bibliothek herumzuspulen; schiefe Buchrücken treiben mich in den Wahnsinn (nur zurechtdrücken reicht aber nicht).
Das muss ich auch mit Zeitschriften machen. Früher wars sogar noch die Zeitung - da konnte ich mich mittlerweile überwinden, damit aufzuhören. Ich muss mich einfach fest daran erinnern, dass ich die Zeitung ja wegwerfe.
Hab das mal meiner Ärztin erzählt. Die erste Person, die darüber nicht gelacht hat! Sie fragte trocken: "Leiden Sie darunter?" - Ich verstand die Frage nicht. Ich leide nicht unter dem Spulen, sondern unter ungespulten Büchern!
(Aber es macht mir nichts aus, wenn darüber gelacht wird. Es ist ja auch komisch, und nicht so schädlich wie ein Waschzwang. --- Ich geh jetzt tendenziell schlafen und achte darauf, heute kein Buch mehr auszulesen).
edit: nein, eine "Logik" hat es eigentlich nicht. Auch ein neu gekauftes Buch muss ich vor dem Lesen zurückspulen - was ja eigentlich Nonsens ist.
Vielleicht hilft es irgendwie, das Gelesene zu rekapitulieren und Abschied zu nehmen. So wie man sich bei der Abreise vor dem Einsteigen in den Zug nochmals umdreht und zurückblickt.
Doch, es ist mein Ernst, leider. Die, die mich kennen, rufen jeweils aus dem Nebenzimmer: "Hast wieder eins fertig? Man hörts!" Also das geht so: ich blättere Seite für Seite von hinten nach vorn. Bei jedem Kapitelanfang lege ich einen Finger hinein. Beim nächsten Kapitel springt der Finger dorthin. Bei dicken Büchern ohne Kapitel separiert der Finger jeweils bei 100 Seiten, bei dünnen Büchern nach 50 Seiten. Überspringe ich aus Versehen eine Seite, muss ich nochmal von vorn (bzw. hinten) anfangen, das wäre sonst wie so ein Gewickel bei einer Tonbandkassette. Am Schluss drücke ich den Buchrücken wieder schön rechtwinklig. Wichtig ist auch, dabei allfällige Eselsohren auszustreichen (das mache ich aber auch schon während des Lesens - da habe ich auch immer schon die nächsten 4 (exakt 4) Seiten in der rechten Hand und "blättere" die andauernd durch; Zuhörer sagen, dass es nervt, aber mich bringt das Geräusch in den Lesefluss).
Ein Bibliotheksbuch muss ich also vor und nach dem Lesen zurückspulen (weil es sich nicht gehört, ungespult zurückzugeben). Gibt mir jemand eins meiner Bücher zurück, muss ich es meist auch selbst zurückspulen, obwohl ich die Leute darum bitte. Ich kann weder schlafen noch essen, wenn irgendwo ein ungespultes Buch herumliegt. Bin ich über mehrere Tage bei jemandem zu Gast, fange ich auch dort an, in der Bibliothek herumzuspulen; schiefe Buchrücken treiben mich in den Wahnsinn (nur zurechtdrücken reicht aber nicht).
Das muss ich auch mit Zeitschriften machen. Früher wars sogar noch die Zeitung - da konnte ich mich mittlerweile überwinden, damit aufzuhören. Ich muss mich einfach fest daran erinnern, dass ich die Zeitung ja wegwerfe.
Hab das mal meiner Ärztin erzählt. Die erste Person, die darüber nicht gelacht hat! Sie fragte trocken: "Leiden Sie darunter?" - Ich verstand die Frage nicht. Ich leide nicht unter dem Spulen, sondern unter ungespulten Büchern!
(Aber es macht mir nichts aus, wenn darüber gelacht wird. Es ist ja auch komisch, und nicht so schädlich wie ein Waschzwang. --- Ich geh jetzt tendenziell schlafen und achte darauf, heute kein Buch mehr auszulesen).
edit: nein, eine "Logik" hat es eigentlich nicht. Auch ein neu gekauftes Buch muss ich vor dem Lesen zurückspulen - was ja eigentlich Nonsens ist.
Vielleicht hilft es irgendwie, das Gelesene zu rekapitulieren und Abschied zu nehmen. So wie man sich bei der Abreise vor dem Einsteigen in den Zug nochmals umdreht und zurückblickt.
Gregor Keuschnig - 18. Jan, 08:14
Geduld nimmt ab. Ich lese hauptsächlich um der Sprache willen und nehme dafür oft öden Inhalt in Kauf. Zudem ist die anstrengendste Lektüre in aller Regel die beste.
Das ist wunderbar. Der Sprache willen den Inhalt in Kauf nehmen. Ja, das ist es. Und das macht es so schwierig. Gelegentlich.
Mir ist es zwar auch möglich, Bücher (zunächst) nur zu besitzen. Vor vielen Jahren habe ich aus dem Bestand einer damaligen Freundin einiges aufgekauft - und heute noch stehen einige davon ungelesen im Regal. Eine Schmach. Mit Büchern so umgehen wie mit Lebensmitteln. Das muss der Anspruch sein.
Bücher nur "anlesen" oder irgendwann liegenlassen ist wie ein Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit, sich damit auseinandersetzen. Manchmal trifft das ja zu und es ist auch nicht schlimm. Umgekehrt ist aber auch nicht erstrebenswert, zur bücherverschlingenden Pflanze zu mutieren. Eine Pseudo-Literaturkritikerin aus Deutschland hält es für ein Qualitätskriterium, ein Büch "verschlungen" zu haben. Dann muss ich immer abschalten vor soviel Ungeist.
Das ist wunderbar. Der Sprache willen den Inhalt in Kauf nehmen. Ja, das ist es. Und das macht es so schwierig. Gelegentlich.
Mir ist es zwar auch möglich, Bücher (zunächst) nur zu besitzen. Vor vielen Jahren habe ich aus dem Bestand einer damaligen Freundin einiges aufgekauft - und heute noch stehen einige davon ungelesen im Regal. Eine Schmach. Mit Büchern so umgehen wie mit Lebensmitteln. Das muss der Anspruch sein.
Bücher nur "anlesen" oder irgendwann liegenlassen ist wie ein Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit, sich damit auseinandersetzen. Manchmal trifft das ja zu und es ist auch nicht schlimm. Umgekehrt ist aber auch nicht erstrebenswert, zur bücherverschlingenden Pflanze zu mutieren. Eine Pseudo-Literaturkritikerin aus Deutschland hält es für ein Qualitätskriterium, ein Büch "verschlungen" zu haben. Dann muss ich immer abschalten vor soviel Ungeist.
Talakallea Thymon - 17. Jan, 23:15
Ach, noch etwas: der kostenpunkt. es gibt doch leihbüchereien?
ach so, das zurückspulen ist dann natürlich lästig, immer diese bücher, die alle zuende gelesen sind. man sollte das in die nutzungsordnung schreiben: die bücher sind in einwandfreiem zustand und zurückgespult zurückzugeben.
ach so, das zurückspulen ist dann natürlich lästig, immer diese bücher, die alle zuende gelesen sind. man sollte das in die nutzungsordnung schreiben: die bücher sind in einwandfreiem zustand und zurückgespult zurückzugeben.
twoblogs - 18. Jan, 13:25
Jeder hat seine Zwangshandlungen, um den nötigen Ausgleich und inneren Frieden herzustellen. Wenn jemand Bücher so behandelt, wie Sie es tun müssen, dann ist das eine Aufwertung – vom Verbrauchsgut zur Kostbarkeit, die einer speziellen Vorgangsweise bedarf, um wieder von der Intensität der Lese-Berührung entlastet zu werden. Sie entlasten sich, aber auch die Bücher. So als würden Sie den Lesevorgang wieder zurücknehmen, also dem Buch seine Ungelesenheit, die Frische nach dem Druck, wieder zurückgeben wollen.
Das ist das eine; das andere: das „Verschlingen“, das mir als ziemliche Ungeheuerlichkeit erscheint. Schon, wenn Dr. G. sagt: Ich bin in das Buch nicht hineingekommen, zucke ich zusammen.
Will ich in ein Buch „hineinkommen“? Ich will Lust haben an der Sprache; es soll mich festhalten mit dem Versprechen, dass diese Lust noch bis zum Ende andauern wird. Ist es nur die Sprache? Nein, es kommt auch noch der Entwurf hinzu, eine Absichtspräsenz, die in jedem Satz spürbar sein sollte und das Buch zusammenhält. Auch, wenn Sie wollen, dessen Geheimnis.
Dh aber nicht, dass ich auf dessen Enthüllung aus bin; dass ich mir eine Läuterung oder einen Lebensumbruch von einem Buch erwarte. Ich möchte im Lesen aufgehen, aber mir zugleich meines Körpers, des Raums und der Umstände darin bewusst bleiben.
Was wäre der Idealzustand? Ein Gleichgewicht zwischen der Körperlichkeit des Buches und meiner eigenen. Damit meine ich, dass dieses Buch mich sowohl auf seine als auch auf meine eigene Körperlichkeit ausrichtet und ich dabei eine Art Verschmolzenheit erleben kann. Dass also das Buch in der Zeit des Lesens zu einem Teil des eigenen Körpers wird, nicht nur über die Verbindung mittels Hand und Auge, sondern auch durch gegenseitige Einfühlsamkeit und Auf-Einander-Zugespitztheit der Aufmerksamkeiten.
Ich meine damit ebenso, dass auch die Aufmerksamkeit der Autorin oder des Autors eine Rolle spielt. Ich muss sie mir – zumindest im nachhinein – bewusst machen können. Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Wörter und Sätze zurückverfolgen bis zu den schreibenden Händen der Autorin oder des Autors. Das ist es: dass das – als Potenz – noch vorhanden ist und imaginiert werden kann: deren oder dessen Anwesenheit in Form der Wörter und Sätze, als würden diese gerade jetzt – beim Lesen – im Entstehen begriffen sein.
Das ist das eine; das andere: das „Verschlingen“, das mir als ziemliche Ungeheuerlichkeit erscheint. Schon, wenn Dr. G. sagt: Ich bin in das Buch nicht hineingekommen, zucke ich zusammen.
Will ich in ein Buch „hineinkommen“? Ich will Lust haben an der Sprache; es soll mich festhalten mit dem Versprechen, dass diese Lust noch bis zum Ende andauern wird. Ist es nur die Sprache? Nein, es kommt auch noch der Entwurf hinzu, eine Absichtspräsenz, die in jedem Satz spürbar sein sollte und das Buch zusammenhält. Auch, wenn Sie wollen, dessen Geheimnis.
Dh aber nicht, dass ich auf dessen Enthüllung aus bin; dass ich mir eine Läuterung oder einen Lebensumbruch von einem Buch erwarte. Ich möchte im Lesen aufgehen, aber mir zugleich meines Körpers, des Raums und der Umstände darin bewusst bleiben.
Was wäre der Idealzustand? Ein Gleichgewicht zwischen der Körperlichkeit des Buches und meiner eigenen. Damit meine ich, dass dieses Buch mich sowohl auf seine als auch auf meine eigene Körperlichkeit ausrichtet und ich dabei eine Art Verschmolzenheit erleben kann. Dass also das Buch in der Zeit des Lesens zu einem Teil des eigenen Körpers wird, nicht nur über die Verbindung mittels Hand und Auge, sondern auch durch gegenseitige Einfühlsamkeit und Auf-Einander-Zugespitztheit der Aufmerksamkeiten.
Ich meine damit ebenso, dass auch die Aufmerksamkeit der Autorin oder des Autors eine Rolle spielt. Ich muss sie mir – zumindest im nachhinein – bewusst machen können. Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Wörter und Sätze zurückverfolgen bis zu den schreibenden Händen der Autorin oder des Autors. Das ist es: dass das – als Potenz – noch vorhanden ist und imaginiert werden kann: deren oder dessen Anwesenheit in Form der Wörter und Sätze, als würden diese gerade jetzt – beim Lesen – im Entstehen begriffen sein.
Gregor Keuschnig - 18. Jan, 14:12
Ein Buch, dass ich nicht wenigstens mit dem Anspruch lese, dass es mich irgendwie erschüttert (um nicht das Kafka-Wort vom 'gefrorenen Meer in mir' zu gebrauchen), brauche ich erst gar nicht in die Hand zu nehmen.
twoblogs - 19. Jan, 13:54
Und welche Bücher waren es denn im vergangenen Jahr, die Sie "irgendwie erschüttert" haben?
PS: Und Sie wissen schon im vorhinein, dass dieser Effekt eintreten wird?
PS: Und Sie wissen schon im vorhinein, dass dieser Effekt eintreten wird?
Gregor Keuschnig - 19. Jan, 15:52
Und Sie wissen schon im vorhinein, dass dieser Effekt eintreten wird?
Wo steht das denn? Ich sprach vom Anspruch.
Und welche Bücher waren es denn im vergangenen Jahr, die Sie "irgendwie erschüttert" haben?
Einiges steht in meinem Blog.
Wo steht das denn? Ich sprach vom Anspruch.
Und welche Bücher waren es denn im vergangenen Jahr, die Sie "irgendwie erschüttert" haben?
Einiges steht in meinem Blog.
twoblogs - 19. Jan, 17:50
Na, sind Sie aber schnippisch, Keuschnig.
PS: Es steht da noch "wenigstens". Aber soll ich da auch noch nachfragen?
PS: Es steht da noch "wenigstens". Aber soll ich da auch noch nachfragen?
Gregor Keuschnig - 19. Jan, 17:51
Sorry, aber
Sie erwarten doch nicht, dass ich hier die Quintessenz von zwölf Monaten Lektüre mal so eben zusammenfasse, oder?
Für einen derartigen Analphabetismus fragen Sie vielleicht Frau Heidenreich. Die beantwortet solche Fragen. Entweder weil sie genial ist oder dumm. Raten Sie mal, wozu ich tendiere.
Und wenn das schnippisch ist, auf eine - freundlich formuliert - unkonzentrierte Frage entsprechend zu antworten - dann bin ich eben schnippisch.
Für einen derartigen Analphabetismus fragen Sie vielleicht Frau Heidenreich. Die beantwortet solche Fragen. Entweder weil sie genial ist oder dumm. Raten Sie mal, wozu ich tendiere.
Und wenn das schnippisch ist, auf eine - freundlich formuliert - unkonzentrierte Frage entsprechend zu antworten - dann bin ich eben schnippisch.
twoblogs - 19. Jan, 17:56
Natürlich nicht. Aber für mich klang das ex cathedra. Warum soll Ihr Blog durchackern, um ansatzweise zu erfahren, welche Lektüre Sie erschüttert hat?
"Irgendwie..." - das haben Sie nicht "konzentriert", sondern nebenher hingeschrieben.
Sie wollten sich mit meiner "Einlassung" gar nicht beschäftigen.
"Irgendwie..." - das haben Sie nicht "konzentriert", sondern nebenher hingeschrieben.
Sie wollten sich mit meiner "Einlassung" gar nicht beschäftigen.
Gregor Keuschnig - 19. Jan, 17:59
Warum soll Ihr Blog durchackern, um ansatzweise zu erfahren, welche Lektüre Sie erschüttert hat?
Wenn Sie das so wenig interessiert, warum fragen Sie den danach?
Durchhackern fand ich gut!
Wenn Sie das so wenig interessiert, warum fragen Sie den danach?
Durchhackern fand ich gut!
twoblogs - 19. Jan, 18:04
Um eine erste Kenntnis von Ihren bevorzugten Schriftstellern zu bekommen, muss ich doch nicht Stunden investieren. Sind Sie immer so (überheblich, nein ich streiche das)zugeknöpft?
Gregor Keuschnig - 19. Jan, 18:11
Dann
investieren Sie halt nicht. - Alleine diese Formulierung ist derart verräterisch...
Um meine "bevorzugten Schriftsteller" herauszufinden brauchen Sie auch keine Stunden. Ihre Frage kommt gleich hinter "Was wollen Sie mit diesem Werk sagen" (an Schriftstller) oder "Wie ist denn das Buch so" (von Leuten, die ein Buch im Jahr lesen). Wenn's geht, soll alles ganz schön kleingeschnitten sein. Zum schnellen Verzehr.
(PS: Sie versäumen NICHTS, wenn Sie meinen Blog NICHT lesen. Soviel zum Thema "überheblich". Ich vermisse in solchen Fragen einfach das rudimentärste Interesse.)
Um meine "bevorzugten Schriftsteller" herauszufinden brauchen Sie auch keine Stunden. Ihre Frage kommt gleich hinter "Was wollen Sie mit diesem Werk sagen" (an Schriftstller) oder "Wie ist denn das Buch so" (von Leuten, die ein Buch im Jahr lesen). Wenn's geht, soll alles ganz schön kleingeschnitten sein. Zum schnellen Verzehr.
(PS: Sie versäumen NICHTS, wenn Sie meinen Blog NICHT lesen. Soviel zum Thema "überheblich". Ich vermisse in solchen Fragen einfach das rudimentärste Interesse.)
twoblogs - 19. Jan, 18:07
Setzen Sie sich doch die Brille auf, Keuschnig. Ich schrieb: "durch---ackern"!
PS: Also - nur 3 Titel!;-)) Und ich schau mir am Abend ganz sicher Ihr Blog an, ok?
PS: Also - nur 3 Titel!;-)) Und ich schau mir am Abend ganz sicher Ihr Blog an, ok?
Gregor Keuschnig - 19. Jan, 18:13
Am Anfang
stand durchhackern... Das weiss ich genau. Macht aber nichts. Die Brille habe ich immer auf, sonst sehe ich so gut wie nichts.
Lassen Sie das mit meinem Blog, okay?
Lassen Sie das mit meinem Blog, okay?










Ich kenne das.
Hinzu kommt: Ich kann nicht "anlesen" und dann nach 30 oder 50 Seiten das Buch weglesen. Ich zwinge mich immer durch die Bücher (es gibt drei Ausnahmen). Dieser Anspruch lastete zusätzlich wie ein Mühlstein auf mir.
Bei mir was es zyklisch. Ich habe Zeiten gehabt, in denen ich drei, vier, ja sechs Monate so gut wie nichts "seriöses" las (ausser eine Wochenzeitung; aber auch nur sehr wenig). Dann interessierte mich wieder was - es gab wieder ein Thema - hierzu wieder ein Thema, kurz: die Mühle begann wieder Wasser zu bekommen.
Umso sorgfältiger wähle ich... War schon ewig kein Flopp mehr dabei. Und trotzdem! Meist haben Themen-, Stil-, Sprach-, Epochenwechsel über die Müdigkeit hinweggeholfen.