Angewandte Sprachwissenschaft
"Dass Sicherheit ein relativer Begriff ist, zeigt sich schon daran, dass selbst die beste Materialprüfung nichts hilft, wenn das Kondom unsachgemäss angewendet wird. (...) Zu solchen Anwendungsfehlern tragen nicht zuletzt unverständliche Gebrauchsanweisungen bei. Nach einer Untersuchung von Sprachwissenschaftlern der University of California in Los Angeles aus dem Jahre 1988 war bei 25 getesteten Kondommarken zumindest eine abgeschlosene High-School-Ausbildung für das Verständnis der Texte notwendig. Bei einigen Texten war sogar ein College-Abschluss erforderlich."
Aus: Robert Jütte, Lust ohne Last - Geschichte der Empfängnisverhütung
Was sagt uns das jetzt? ... Mögliche Schlussfolgerungen: Wenn das Licht aus (oder die Kontaktlinse raus) ist, hilft auch ein College-Abschluss nicht. Nicht die Gebrauchsanweisungen sind das Problem, sondern das amerikanische Bildungssystem. Man könnte auf lustige Piktogramme umsatteln. Man sollte vor dem Verlust der Jungfräulichkeit den Crash-Kurs "Chinese for Business" belegen. Sprachwissenschaftler stellen zu hohe Ansprüche an reine textuser. Dass das Kondom eine intuitive Benutzeraussen- und -innenfläche hat, ist ein Trugschluss. Das würde mir am besten gefallen: Hardcore-Leser sind in jeder Liebeslage safer (oder sie können wenigstens das Latexroulette voll geniessen, weil sie gelesen und verstanden haben, was passieren kann).
Und der berittene Bogenschütze Kassai Lajos sagt (wobei er mehr an Dreifachsalti mitsamt Pferd denn an Kondome dachte): Je mehr wir im Leben nach Sicherheit streben, umso mehr sind wir bereits tot.
Aus: Robert Jütte, Lust ohne Last - Geschichte der Empfängnisverhütung
Was sagt uns das jetzt? ... Mögliche Schlussfolgerungen: Wenn das Licht aus (oder die Kontaktlinse raus) ist, hilft auch ein College-Abschluss nicht. Nicht die Gebrauchsanweisungen sind das Problem, sondern das amerikanische Bildungssystem. Man könnte auf lustige Piktogramme umsatteln. Man sollte vor dem Verlust der Jungfräulichkeit den Crash-Kurs "Chinese for Business" belegen. Sprachwissenschaftler stellen zu hohe Ansprüche an reine textuser. Dass das Kondom eine intuitive Benutzeraussen- und -innenfläche hat, ist ein Trugschluss. Das würde mir am besten gefallen: Hardcore-Leser sind in jeder Liebeslage safer (oder sie können wenigstens das Latexroulette voll geniessen, weil sie gelesen und verstanden haben, was passieren kann).
Und der berittene Bogenschütze Kassai Lajos sagt (wobei er mehr an Dreifachsalti mitsamt Pferd denn an Kondome dachte): Je mehr wir im Leben nach Sicherheit streben, umso mehr sind wir bereits tot.
La Tortuga - 9. Mai, 17:42
Talakallea Thymon - 9. Mai, 19:41
Der Versuch, mir vorzustellen, wie man ein Kondom auf die falsche Seite abrollen könnte, führt mich leider an die Grenzen meines topologischen Kognitionsapparats, ohne daß es mir gelänge.
Die hochnotpeinliche Frage muß jetzt lauten: Auf die richtige (resp. falsche) Seite von was??
Die hochnotpeinliche Frage muß jetzt lauten: Auf die richtige (resp. falsche) Seite von was??
La Tortuga - 9. Mai, 19:52
Ich lach mich windschief!! Und ich hab nochmal keine Ahnung. Es ist schlicht unvorstellbar. Gibts dafür überhaupt eine Gebrauchsanweisung?! Ich dachte immer, wichtig sei nur, dass man die Packung mit einem Schweizer Messer öffnet, indem man vom Rand der Mitte zu sägt.
(Belastbar sind die Dinger übrigens. Wir füllten mal auf dem Dach eines 2-stöckigen Hauses je ein amerikanisches und ein europäisches Kondom mit Wasser. Beide fassten gut 7 Liter und reichten fast bis auf den Boden, bevor sie platzten. Es gibt davon noch irgendwo ein Foto, zum Glück streikt mein Scanner. :-) )
(Belastbar sind die Dinger übrigens. Wir füllten mal auf dem Dach eines 2-stöckigen Hauses je ein amerikanisches und ein europäisches Kondom mit Wasser. Beide fassten gut 7 Liter und reichten fast bis auf den Boden, bevor sie platzten. Es gibt davon noch irgendwo ein Foto, zum Glück streikt mein Scanner. :-) )
Gregor Keuschnig - 9. Mai, 20:01
Was das sagt?
Männer haben offensichtlich unabhängig vom Bildungsgrad grosse Probleme mit der Anwendung von Kondomen. Das überrascht mich ehrlich gesagt, aber diesbezügliche Erfahrungen meinerseits mit Männern sind...äh...nicht vorhanden.
Die Erfindung der Antibabypille war also nicht nur ein frauenemanzipatorischer Akt, sondern auch unter dem Gesichtspunkt des oben genannten Tatbestands absolut notwendig. So müssen Frauen auch dann noch für die Unzulänglichkeiten männlicher handwerklicher Intelligenz büssen. Schade, dass keine Korrelation zwischen der Technik beim Scheitern der Verwendung von Kondomen und der Technik(en) es Liebesspiels des Mannes angestellt wurden...
Die Erfindung der Antibabypille war also nicht nur ein frauenemanzipatorischer Akt, sondern auch unter dem Gesichtspunkt des oben genannten Tatbestands absolut notwendig. So müssen Frauen auch dann noch für die Unzulänglichkeiten männlicher handwerklicher Intelligenz büssen. Schade, dass keine Korrelation zwischen der Technik beim Scheitern der Verwendung von Kondomen und der Technik(en) es Liebesspiels des Mannes angestellt wurden...
La Tortuga - 9. Mai, 20:21
"Die Erfindung der Antibabypille war also nicht nur ein frauenemanzipatorischer Akt, sondern auch unter dem Gesichtspunkt des oben genannten Tatbestands absolut notwendig."
Im Gegenteil, die Pille ist ein Instrument zur Frauenunterdrückung, ein sehr subtiles. Erstens verliert die Frau sozusagen ihren Zyklus und damit auch das Wissen darum und überhaupt den Überblick über Alles. Zweitens macht die Pille (vielleicht nicht alle) depressiv - ich vermute, dass ein enormer Anteil der Depressionen bei Frauen darauf zurückzuführen sind. Drittens wird die Frau "verdummt" - sie ist blöd, wenn sie die Pille vergisst, noch viel blöder, wenn sie sie gar nicht nimmt (und sie wird in der Tat dümmer durch das Dauerschwangerschaftshormon). Viertens wird sie "verändert" - nicht selten trennt sich ein Paar nach dem Absetzen der Pille, weil die Frau plötzlich so anders riecht, dass der Mann sich entliebt. Fünftens wird Sexualität durch die Pille zum Konsumprodukt. Sechstens Unterjochung - wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich - kein Frauenarzt rückt freiwillig damit heraus, dass es (neben der natürlichen Verhütung) sichere, billige, hormonfreie Alternativen gibt. Auch er lebt von der Pharma. --- Die Wasserprobleme durch das täglich ins Klo gespülte, nicht entschärfbare Hormon sind auch nicht zu unterschätzen, die Fischerei dankt. Durch Hormonwasser sterilisierte Männer wären zwar an sich ein Segen, aber wahrscheinlich riechen sie auch nicht mehr allzu gut.
Im Gegenteil, die Pille ist ein Instrument zur Frauenunterdrückung, ein sehr subtiles. Erstens verliert die Frau sozusagen ihren Zyklus und damit auch das Wissen darum und überhaupt den Überblick über Alles. Zweitens macht die Pille (vielleicht nicht alle) depressiv - ich vermute, dass ein enormer Anteil der Depressionen bei Frauen darauf zurückzuführen sind. Drittens wird die Frau "verdummt" - sie ist blöd, wenn sie die Pille vergisst, noch viel blöder, wenn sie sie gar nicht nimmt (und sie wird in der Tat dümmer durch das Dauerschwangerschaftshormon). Viertens wird sie "verändert" - nicht selten trennt sich ein Paar nach dem Absetzen der Pille, weil die Frau plötzlich so anders riecht, dass der Mann sich entliebt. Fünftens wird Sexualität durch die Pille zum Konsumprodukt. Sechstens Unterjochung - wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich - kein Frauenarzt rückt freiwillig damit heraus, dass es (neben der natürlichen Verhütung) sichere, billige, hormonfreie Alternativen gibt. Auch er lebt von der Pharma. --- Die Wasserprobleme durch das täglich ins Klo gespülte, nicht entschärfbare Hormon sind auch nicht zu unterschätzen, die Fischerei dankt. Durch Hormonwasser sterilisierte Männer wären zwar an sich ein Segen, aber wahrscheinlich riechen sie auch nicht mehr allzu gut.
acqua - 10. Mai, 09:55
An welche sicheren, billigen, hormonfreien Alternativen denkst du?
La Tortuga - 10. Mai, 20:53
Erste Wahl ist die sympto-thermale Methode und/oder Botanik (die zwar manchmal auch übers Endokrine eingreift), allein die Selbst-Bewusstwerdung macht sehr frei, da ist die "Disziplin" kein Kreuz. ... Klar, Botanik macht nervös weil man kaum auf Erfahrung anderer zurückgreifen kann (nur antiker oder mittelalterlicher Frauen oder solcher, die in abgelegenen Gebieten wohnen), und das zu lernen und anzuwenden ist sehr aufwendig. Gerade die Ärzte haben davon keinen Schimmer (... übrigens auch nicht davon, dass so manche unfreiwillig Nichtschwangere vielleicht erst mal ihren Gewürzschrank ausmisten sollte).
Inzwischen schwöre ich auf Gynefix, Edelkupferinnenpiercing. http://www.kup.at/kup/pdf/1702.pdf . Das Ding ist (oder war jedenfalls) in D und A verboten, Horden von Frauen reisen tausende km, um sich das in der CH montieren zu lassen. Aber man muss lange telefonieren, bis man einen Arzt findet, der das macht. Keiner schlägt es von sich aus vor, als wärs kriminell, dass es das überhaupt gibt. Soll angeblich unsicher sein, aber nur statistisch, weil es in den ersten Monaten manchmal ausgestossen wird (ich weiss nicht wie blöd man sein muss, um das nicht zu merken). Danach ist es sicherer als sonst was (als die Pille im übrigen), und null Komplikationen. -- Ich bin ausserdem überzeugt, dass die "Nebenwirkungen"/Risiken der Kupferspirale auch übertrieben werden. Warum? Es ist billig. Braucht 3-5 Jahre keine weitere Pflege. Rentiert ja nicht. --- Die Info-Unterschlagung ist skandalös, weshalb ich kein Problem damit habe, es öffentlich weiterzuempfehlen. Solang man nicht allergisch ist ... Aber Kupfer ist im Allgemeinen freundlich zu uns, zudem schön. Ich freu mich drauf: die Archäologen werden Grünspan in meinem Skelett finden!!
(Gleicher Quark: jährliche Krebskontrolle!! Blödsinn, da gehts um Kohle. Man geht zum Arzt, wenn was (extrem) wehtut (und man - in meinem Fall - mit der Botanik nicht weiterkommt), wieso sollte das bei der Gynäkologie anders sein?!)
Nachtrag: der Botanik allein hätte ich nie getraut (bzw. meinen Kenntnissen/Verfügbarkeit der wirksamsten Pflanzen in unseren Breitengraden) - aber prima als Supplement und vor allem zur Krisenintervention, falls es je nötig geworden wäre.
Inzwischen schwöre ich auf Gynefix, Edelkupferinnenpiercing. http://www.kup.at/kup/pdf/1702.pdf . Das Ding ist (oder war jedenfalls) in D und A verboten, Horden von Frauen reisen tausende km, um sich das in der CH montieren zu lassen. Aber man muss lange telefonieren, bis man einen Arzt findet, der das macht. Keiner schlägt es von sich aus vor, als wärs kriminell, dass es das überhaupt gibt. Soll angeblich unsicher sein, aber nur statistisch, weil es in den ersten Monaten manchmal ausgestossen wird (ich weiss nicht wie blöd man sein muss, um das nicht zu merken). Danach ist es sicherer als sonst was (als die Pille im übrigen), und null Komplikationen. -- Ich bin ausserdem überzeugt, dass die "Nebenwirkungen"/Risiken der Kupferspirale auch übertrieben werden. Warum? Es ist billig. Braucht 3-5 Jahre keine weitere Pflege. Rentiert ja nicht. --- Die Info-Unterschlagung ist skandalös, weshalb ich kein Problem damit habe, es öffentlich weiterzuempfehlen. Solang man nicht allergisch ist ... Aber Kupfer ist im Allgemeinen freundlich zu uns, zudem schön. Ich freu mich drauf: die Archäologen werden Grünspan in meinem Skelett finden!!
(Gleicher Quark: jährliche Krebskontrolle!! Blödsinn, da gehts um Kohle. Man geht zum Arzt, wenn was (extrem) wehtut (und man - in meinem Fall - mit der Botanik nicht weiterkommt), wieso sollte das bei der Gynäkologie anders sein?!)
Nachtrag: der Botanik allein hätte ich nie getraut (bzw. meinen Kenntnissen/Verfügbarkeit der wirksamsten Pflanzen in unseren Breitengraden) - aber prima als Supplement und vor allem zur Krisenintervention, falls es je nötig geworden wäre.
acqua - 10. Mai, 23:22
Botanik?!? Was meinst du damit?
Beim Gedanken an Kupfer im Bauch zieht sich mir dieser schon zusammen. Vielleicht sollte ich daran mal arbeiten.
Dem was zu zur Krebskontrolle sagst muss ich aber aufs Heftigste widersprechen. Es gibt leider sehr viele Krebsarten, die erst in einem Stadium Schmerzen oder andere Symptome verursachen, in dem sie praktisch nicht mehr behandelbar sind. Ich selber hatte vor wenigen Monaten einen leicht auffälligen Cervixabstrich. Natürlich regeneriert sich das in ca. 95 % der Fälle selber, aber ich werde den Teufel tun und das auf sich beruhen lassen obwohl ich nicht die Bohne von einem Symptom habe, denn so früh so zu enden wie sie möchte ich verhindern, wenn es irgendwie geht.
Beim Gedanken an Kupfer im Bauch zieht sich mir dieser schon zusammen. Vielleicht sollte ich daran mal arbeiten.
Dem was zu zur Krebskontrolle sagst muss ich aber aufs Heftigste widersprechen. Es gibt leider sehr viele Krebsarten, die erst in einem Stadium Schmerzen oder andere Symptome verursachen, in dem sie praktisch nicht mehr behandelbar sind. Ich selber hatte vor wenigen Monaten einen leicht auffälligen Cervixabstrich. Natürlich regeneriert sich das in ca. 95 % der Fälle selber, aber ich werde den Teufel tun und das auf sich beruhen lassen obwohl ich nicht die Bohne von einem Symptom habe, denn so früh so zu enden wie sie möchte ich verhindern, wenn es irgendwie geht.
La Tortuga - 11. Mai, 12:37
Gegen und für alles ist bekanntlich ein Kraut gewachsen. Es gibt Pflanzen, die ähnlich wie die Pille den Eisprung unterdrücken können durch hormonaktive Substanzen, beispielsweise viele Leguminosen (unter anderem Soja) - aber wie gesagt nichts in unseren Breitengraden, worauf ich mich verlassen würde. Aber anderswo... Bekanntestes Beispiel ist wohl der mexikanische Wildyams.
Sehr viele Pflanzen lösen die Blutung aus - in Büchern der Klosterheilkunde stets getarnt als "menstruationsfördernd" - also einfach ein Reinemachen zu einem Zeitpunkt, an dem man noch nicht mal von Abtreibung sprechen kann. Vieles davon haben wir alle in der Küche. Streu Dir mal während der Mens auf alles Pikante hochdosiert Thymian, auf alles Süsse massiv Zimt, und Du wirst sehen, wie schnell, sauber und schmerzlos alles abgeht. - Für die Krisenintervention halte ich mir Artemisia.
Was ist denn an Kupfer so schräg? Welchen Unterschied macht es, ob man Schmuck aussen oder innen trägt?! Da sind die Billigstohrringe eigentlich schlimmer. - Mich graust vor der Idee, mir etwas einzuverleiben, das meinen gesamten Hormonhaushalt beeinflusst; kein einziges Hormon ist unabängig vom anderen, Stoffwechsel, Denken, Fühlen, selbst meine Wirkung auf andere (Geruch!) sind nicht sicher vor der Pille. Es ist ein direkter Eingriff in mein Gehirn. DAS zieht mir alles zusammen.
Was den Krebs angeht, habe ich wohl einerseits eine "esoterische", andererseits eine pragmatische Sicht. Da Krebs eine Wucherung ist, ein "Zuviel", glaube ich, dass er umso eher auftritt, je mehr man an ihn denkt, sich mit ihm beschäftigt, ihn beobachtet bevor er da ist. -- Auf der anderen Seite treffen Krankheiten wahllos irgendwann irgendwen, der Tod irgendwann alle. Wenns mich hat, dann hats mich, ich will das wissen wenns soweit ist, aber nicht vorher in Form eines "Veilleicht", einer Wahrscheinlichkeit. Gilt für mich selbst - ich kann so reden, weil ich niemanden auf diese Weise verloren habe, aber ich hoffe doch sehr, dass ich in dem Fall niemandem vorwerfen würde "hättest du doch früher" etc.
Sehr viele Pflanzen lösen die Blutung aus - in Büchern der Klosterheilkunde stets getarnt als "menstruationsfördernd" - also einfach ein Reinemachen zu einem Zeitpunkt, an dem man noch nicht mal von Abtreibung sprechen kann. Vieles davon haben wir alle in der Küche. Streu Dir mal während der Mens auf alles Pikante hochdosiert Thymian, auf alles Süsse massiv Zimt, und Du wirst sehen, wie schnell, sauber und schmerzlos alles abgeht. - Für die Krisenintervention halte ich mir Artemisia.
Was ist denn an Kupfer so schräg? Welchen Unterschied macht es, ob man Schmuck aussen oder innen trägt?! Da sind die Billigstohrringe eigentlich schlimmer. - Mich graust vor der Idee, mir etwas einzuverleiben, das meinen gesamten Hormonhaushalt beeinflusst; kein einziges Hormon ist unabängig vom anderen, Stoffwechsel, Denken, Fühlen, selbst meine Wirkung auf andere (Geruch!) sind nicht sicher vor der Pille. Es ist ein direkter Eingriff in mein Gehirn. DAS zieht mir alles zusammen.
Was den Krebs angeht, habe ich wohl einerseits eine "esoterische", andererseits eine pragmatische Sicht. Da Krebs eine Wucherung ist, ein "Zuviel", glaube ich, dass er umso eher auftritt, je mehr man an ihn denkt, sich mit ihm beschäftigt, ihn beobachtet bevor er da ist. -- Auf der anderen Seite treffen Krankheiten wahllos irgendwann irgendwen, der Tod irgendwann alle. Wenns mich hat, dann hats mich, ich will das wissen wenns soweit ist, aber nicht vorher in Form eines "Veilleicht", einer Wahrscheinlichkeit. Gilt für mich selbst - ich kann so reden, weil ich niemanden auf diese Weise verloren habe, aber ich hoffe doch sehr, dass ich in dem Fall niemandem vorwerfen würde "hättest du doch früher" etc.
acqua - 13. Mai, 22:59
Botanik finde ich ja immer spannend. Auch botanische Lösungen. Ich kann aber nicht so recht glauben, dass sie weniger Nebenwirkungen haben als andere gleich wirksame. Warum soll Chemie aus der Natur besser sein als Chemie aus dem Labor? Vielleicht ist die Antwort auf diese Frage auch eine esoterische.
Mein Vorbehalt gegen Kupfer im Bauch ist ganz und gar irrational. Die Pille habe ich allerdings bisher auch nur einmal ganz kurz genommen. Seither heisst es wieder "Röuälä, röuälä, röuälä."
Mein Vorbehalt gegen Kupfer im Bauch ist ganz und gar irrational. Die Pille habe ich allerdings bisher auch nur einmal ganz kurz genommen. Seither heisst es wieder "Röuälä, röuälä, röuälä."
acqua - 9. Mai, 23:47
Das Problem liegt einzig und allein darin, dass die Amerikaner die Worte "Röuälä, röuäla, röuäla" nicht verstehen.
Denny Cold (anonym) - 10. Mai, 01:23
darauf trinke ich ein Lied...
La Tortuga - 10. Mai, 20:53
Laaaaaaaach! Da muss man nicht bis nach Amerika gehen. :-)











Ich frage mich ja, woran der Wissenschaftler erkennt, welcher Schulabschluß genau für welchen Text zum Verständnisse desselben erforderlich ist. Wie macht man das? Welche Kriterien legt man an?
Und: Ist noch nie jemand auf den Gedanken gekommen, dasß sich die verhütungsbereiten Jugendlichen vielleicht auf anderem Wege als über unverstädnliche Gebrauchsanweisungen informiert haben könnten? Außerdem scheint mir doch schon allein die Bereitschaft, sich mit so etwas lausigem wie dem Präservativ ernsthaft (also en praxei auseinanderzusetzen, ein gewisses Bildungsniveau anzuzeigen.
Piktogramme in den USA? Womöglich solche, die Abbilden, was die Natur so alles vorgesehen hat? -- Unmöglich! Da wäre der Schritt zur Photographie ja nicht mehr weit, und das ist bekanntlich Pornographie und des Teufels.
Lausig oder nicht, immerhin sind auch Viren ungeplantes Leben. :-)
Das Zitat ist natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, da es auch der Autor schon aus dem Zusammenhang gerissen aus einer Studie zitiert hat.
Mich enttäuscht, dass das an sich aufwendig recherchierte, ausgewogene, neutrale Buch genau hier in dieselben Fallen tappt wie die übliche Information, z.B. von Ärzten. Essenz: eigentlich ist nur die Pille sicher, dann noch ein paar andere Dinge und das Kondom noch einigermassen, wenn mans auf die richtige Seite abrollt. Natürliche Verhütung ist nicht grad Aberglaube, aber irgendwie unvernünftig. Das macht mich raaaaasend...
(Eigentlich gehts ja v.a. um die Geistesgeschichte, nicht die Methoden an sich. Und dass "natürlich" ursprünglich von Fundi-Christen aufgegleist wurde (paaah... das wusste man seit ewig, es wurde viel getan damits vergessen geht) und heute oft von Öko-Fundis praktiziert wird, ist halt wahr. Aber sicher ist es trotzdem - nur muss man schon lesen können, um es zu lernen.)