Mein Bananenbaum

Das ist mein lieber Bananenbaum am Pazifik, von dem ich nicht weiss, ob es ihm auch etwas ausmacht, dass wir uns noch nicht persönlich kennen. Eine Weile lang hatte ich es mir aus dem Kopf geschlagen, und plötzlich bilde ich mir wieder ein, dass sich die Moche-Fürsten freuen würden über meine Nachbarschaft. Vielleicht kommen die Legenden und Geschichten doch noch zurück, und ich weiss nicht recht, ob ich es mir wünschen darf, wünschen soll. Man soll bekanntlich vorsichtig sein beim Wünschen. Wie viele Monate habe ich gebraucht, um mich an den Geruch von Koriander zu gewöhnen, und jetzt ist mir jede Küche ohne Koriander eine traurige Küche. Eine Küche, in der keine Meerschweine pfeifen, verdient den Namen Küche nicht.
Soll ich, soll ich nicht ... Vielleicht wüsste Markus Rat, ich sollte ihn fragen, werde ich, bei Gelegenheit. Es hat ja noch unbestimmt Zeit, derweil werde ich mich wohl x-mal umentscheiden.
Eine unglaubliche Stimme aus den Anden, um das Fernheimweh zu schüren: Luzmila Carpio, Wiñay llaqta. Quechua, eine Sprache, in der ich knapp gelernt habe, nach dem Weg zu fragen; wenn ich es inzwischen nicht vergessen hätte, könnte ich genau das jetzt tun: nach dem Weg fragen.
La Tortuga - 15. Mai, 22:30









