im ernst? das wußte ich nicht, daß der wahnsinn in diesem fall methode hat.
löschen werde ich es dennoch nicht: wenn ich es stehen lassen, kann ich eine haltung dazu einnehmen (in diesem fall zerstörerische ironie); zu etwas gelöschtem kann man keine haltung haben. auch finde ich nicht, daß löschen eine gute idee ist, wenn man meinungsfreiheit postuliert (und die schließt meiner meinung nach jede auch noch so abstruse oder gefährlich meinung mit ein -- diese spannung muß ich ertragen). soll nur jeder sehen können, was für spinner es gibt. und was ich von ihnen halte.
was das andere betrifft, hast du recht, es läßt sich aber umgekehrt argumentieren, daß kein gesetz die eigenverantwortung ersetzen kann. daher handle ich immer autokratisch und hoffe eben, damit meist mit der gängigen rechtsauffassung übereinzustimmen. die autokratie hat dann den vorteil, daß ich offenkundigen unsinn, der nur den versicherungen oder abmahnhaien oder verkehrspolizisten nützt, nicht mitmachen muß. das risiko, daß sich diese haltung auch gegen mich richten könnte, nehme ich in kauf.
Genau so habe ich es bis vor kurzem auch immer gesehen. Meinungsfreiheit über alles, dachte ich immer. Aber zunehmend - mehr was die gegenwärtige Schweizer Politik angeht als mein Randgruppenblog - hört bei mir die Demokratie auf. Es gibt Meinungen, die man schlicht nicht tolerieren darf (weshalb ich nazihafte, rassistische etc. Kommentare auf jeden Fall löschen würde). Die SVP hat gerade wieder ein Plakat zur Einbürgerungsinitiative gegenüber meinem Küchenfenster angeklebt, und jedesmal wenn ich in die Küche gehe, vergeht mir der Appetit. Ich hoffe, ich kann bald den Mut zusammenraffen und es eines Nachts runterfetzen. Man würde mich der Sachbeschädigung bezichtigen. Ich könnte geltend machen: Verstoss gegen das Antirassismusgesetz, Ehrverletzung (meines Gatten), Körperverletzung (mein Dauerunwohlsein), Ausübung psychischer Gewalt.
Hat natürlich mit meinem Blog konkret nichts zu tun, das war ja was Harmloses. Aber auch hier: dieses Blog ist mein persönlicher Tummelplatz, so wie es eben meine Küche wäre, handelte es sich um eine nicht-virtuelle Einladung. Also kann ich durchaus die Regeln selbser machen, undemokratisch, intolerant. In weiten Grenzen allerdings.
löschen werde ich es dennoch nicht: wenn ich es stehen lassen, kann ich eine haltung dazu einnehmen (in diesem fall zerstörerische ironie); zu etwas gelöschtem kann man keine haltung haben. auch finde ich nicht, daß löschen eine gute idee ist, wenn man meinungsfreiheit postuliert (und die schließt meiner meinung nach jede auch noch so abstruse oder gefährlich meinung mit ein -- diese spannung muß ich ertragen). soll nur jeder sehen können, was für spinner es gibt. und was ich von ihnen halte.
was das andere betrifft, hast du recht, es läßt sich aber umgekehrt argumentieren, daß kein gesetz die eigenverantwortung ersetzen kann. daher handle ich immer autokratisch und hoffe eben, damit meist mit der gängigen rechtsauffassung übereinzustimmen. die autokratie hat dann den vorteil, daß ich offenkundigen unsinn, der nur den versicherungen oder abmahnhaien oder verkehrspolizisten nützt, nicht mitmachen muß. das risiko, daß sich diese haltung auch gegen mich richten könnte, nehme ich in kauf.
Hat natürlich mit meinem Blog konkret nichts zu tun, das war ja was Harmloses. Aber auch hier: dieses Blog ist mein persönlicher Tummelplatz, so wie es eben meine Küche wäre, handelte es sich um eine nicht-virtuelle Einladung. Also kann ich durchaus die Regeln selbser machen, undemokratisch, intolerant. In weiten Grenzen allerdings.