Bitte freimachen
Etwas, worüber ich mich endlos wundere: dort, wo man die Briefmarke hinkleben soll, steht: "Bitte freimachen". Freilich steht das nur in komischen Ländern dort, wo man die Marke hinkleben soll. Hier (womit ich nicht sage, die Schweiz sei kein komisches Land, nur anders komisch) steht: "Bitte frankieren". So weiss man fadengrad, was man zu tun hat, meistens ist sogar noch ein markengrosses Rähmchen aufgedruckt (in komischen Ländern glaub nicht). Gerade habe ich wieder so eine Antwortkarte aus einem komischen Nachbarland auf dem Tisch. Diesmal werde ich die Marke nicht auf die Bitte kleben, sondern nebendran, und unter die Bitte schreiben: "Darf ich die Socken anbehalten, Doc?" - Dann merken die vielleicht mal, dass es komisch ist, schriftlich jemanden aufzufordern, freizumachen.
Addendum: Der Soundtrack zu dieser Merkwürdigkeit.
Addendum: Der Soundtrack zu dieser Merkwürdigkeit.
La Tortuga - 14. Okt, 20:01
Gregor Keuschnig - 15. Okt, 13:25
Als Kind wusßte ich auch noch nicht, dass "freimachen" für "ausziehen" stehen kann. Ich stellte mir etwas sehr Geheimnisvolles vor, konnte das aber mit den schnöden Briefen, die eingingen, überhaupt nicht in Verbindung bringen. Lange dachet ich, diese Briefe und Karten, die wir manchmal bekamen, wären nicht "freigemacht", da sie meist widerwillig in Empfang genommen wurden und dieses Freimachen sei etwas Veredelndes...
Gestern MvA auf der Buchmesse getroffen. Beide in höchsten Tönen von Dir...
Gestern MvA auf der Buchmesse getroffen. Beide in höchsten Tönen von Dir...
La Tortuga - 15. Okt, 19:37
Je freigemachter, umso weniger geheimnisvoll, denk! ... Also ich wusste von je her, was "freimachen" bedeutet. Ich war wohl als Kind so oft krank, weil ich dauernd freigemacht in Arztpraxen rumfieberte und mich darob wieder neu erkältete und immer so im Kreis herum.
(Mensch, Gregor ... Ich hätte Dich ja längst apdeiten sollen, verzeih meine Nachlässigkeit!, na jetzt weisst Du sicher alles brühwarm. :-) Übertreibts mal nicht mit den hohen Tönen! - aber trinkt trotzdem einen auf unsereine (habs so verdient wie nötig).
(Mensch, Gregor ... Ich hätte Dich ja längst apdeiten sollen, verzeih meine Nachlässigkeit!, na jetzt weisst Du sicher alles brühwarm. :-) Übertreibts mal nicht mit den hohen Tönen! - aber trinkt trotzdem einen auf unsereine (habs so verdient wie nötig).



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