Carnivorschriften

19
Mai
2008

le style est l'homme même

Ausgerechnet ich, Gegner jeglicher Häuser und Ordnungen, sehe mich gezwungen, eine Hausordnung einzuführen. Bereits zum zweiten Mal muss ich Kommentare löschen, vermutlich alle von ein- und derselben Person. Aber ich gewöhne mich dran und werde es in Zukunft rigoros tun. Leider bietet twoday keine Hilfsmittel wie die obligatorische Angabe einer gültigen Mail-Adresse oder das Sperren einzelner renitenter Gäste. Es bliebe nur das Abschalten der Kommentarfunktion, und soweit lasse ich es nicht kommen, hier wird weiterhin gebechert. Es soll diskutiert, kritisiert, gestritten werden. Es ist genug Kuchen da, niemand muss seine Meinung mit mir oder einem anderen Gast teilen. Aber mal im Ernst, wenn ich jemanden zum Abendessen einlade, dann werfe ich auch raus, wer sich ins Tischtuch schneuzt und auf den Teller kotzt, dabei nicht mal diese kindische Micky-Maus-Maske abnimmt und sich ohnehin unter mehreren Namen angemeldet hat, von denen keiner der richtige ist. Demokratische Gastgeber werden lebenslang nur Sauereien aufräumen; ich aber bin ein Fürst.

14
Mai
2008

Selbstversuch

Gibts eigentlich noch irgendetwas, was man nicht im Netz erledigen könnte?! Soeben habe ich voodoo virtuell gefunden; wonach ich eigentlich gesucht habe, verrate ich nicht, es wäre allzu peinlich. Wenns nichts nützt, so schadets nicht, ich habe der Puppe meinen Namen gegeben und mir Folgendes angehext:

"Götter bitte hagelt Geld Geld Geld, so verflucht viel Geld, dass es, wäre es Blei, ein Klotz am Bein wäre - aber es muss Gold sein! So viele Fünfliber, dass die Elefanten Hannibals sie nicht über die Alpen schleppen könnten.
Und wenn Ihr schon dabei seid, Ihr Götter: ein bisschen Gesundheit wär auch nicht übel. Danke!"

Wenns nicht funktioniert, werde ich sehr enttäuscht sein. Aber ich würde mich dennoch hüten, eine andere Person virtuell mit Magie zu traktieren, auch nicht mit weisser. Man stelle sich vor, so ein Bindezauber ... Das wird extrem aufwendig, wenn man den Gebundenen irgendwann wieder loswerden will.

(Ach ... WEHE mein Selbstversuch geht daneben!)

26
Apr
2008

Dachbodenfund III - Die Narrenmaske

Die Fulehung-Maske. Erinnert dich das nicht an die Hitlerjugend, fragte mein Bruder. Doch, tut es. Der Thuner Ausschiesset war alljährlich der monströseste Anlass meiner Kindheit. Für alle Kinder der Stadt, an unserer Sekundarschule ganz besonders, hing alles allein davon ab, welchen Rang man bei den Kadetten bekleidete. Uniformen und Kniesocken, Spiel- und Tambourenführer, Armbrust und Kleinkaliber, Leibesertüchtigung und Marschieren bis zur Auflösung. Ein Junge, der nicht Irgendwas-Führer der Kadetten war, galt als Kastrat, ein Mädchen, das nicht mindestens zwei Nelken als Einladung zum Kadettenball bekam, war abgeschrieben.

Wir waren pro Jahrgang nicht mal eine Handvoll, die sich den Kadetten verweigerten, die wir zu Recht Hitlerjugend nannten, denn hier wurde faschistoides Elitedenken herangezüchtet. Die subtilen Demütigungen durch andere Kinder, anderer Kinder Eltern (die auch unsere Eltern hinnehmen mussten, aber sie waren stolz auf uns) und Lehrer nahmen oft groteske Ausmasse an. Es kulminierte jeweils am Tag des "Kadettenausmarsches", an dem für die paar sturen Krüppel und Minderbemittelten, die nicht dazugehörten, ein "Nichtkadettenausmarsch" organisiert wurde unter der Leitung des dazu verdonnerten Lateinlehrers, der unter seinen Kollegen genauso im Schilf stand wie wir unter den Kindern. Es ging schliesslich nicht an, dass wir oder der Lateinlehrer an einem schulfreien Tag nichts taten. So fühlte sich ein simples Cervelat-Braten am limes ziemlich subversiv an.

Der Fulehung aber, das ist etwas anderes. Man durchkämmte den Schlossberg des nachts um drei, man musste ihn, den Faulen Hund, zuerst finden, warum weiss ich nicht mehr. Einmal aufgestört, rannte er zweidrei Tage lang durch die Stadt und schlug uns mit Schweineblasen und Holzscheit. Die blauen Flecken, nicht die Schiessabzeichen, waren die echten Trophäen. Mich störte jedoch, dass der Fulehung Turnschuhe trug.

Fulehung

Die Thuner hatten sich 1476 an der Schlacht bei Murten beteiligt und den Hofnarren Karls des Kühnen gefangen. Die Fulehung-Maske ist ein Beutestück, auch für mich: sie erinnert mich daran, dass wir uns der Hitlerjugend verweigert haben - vielleicht ja nur, weil wir für jeglichen Sport zu faul waren, wir faulen Hunde - und somit von klein auf unserer Narrenpflicht nachkamen. Ja, doch, ich werde die Maske aufhängen, irgendwo in der Nähe des Arbeitsplatzes.

21
Apr
2008

Dachbodenfund II

Alexander von Gemerligt*

Jugend: Dass Ich überhaupt aufgewachsen bin, ist schon ein Wunder. Und dass Ich Alexander heisse, ist nicht minder seltsam, denn der Vater wollte mich Babuschka nennen. Aber bei uns liegt es in der Familie, dass immer die Frauen die Hosen anhaben. Ich habe übrigens seit je her eine grosse Selbstachtung, denn schon als Baby schrieb Ich "Ich" gross.

Berufsleben: Ich bin Klapsmühlendirektor und staatlich diplomierter Psychiater in Münsingen geworden, nachdem ein Versuch, Bürgermeister zu werden, gescheitert war. Ansonsten fühle Ich mich hier in Münsingen sehr wohl, Ich glaube, Ich gehöre hier hin**.

Privat: Der grösste Missgriff den Ich je getan habe war, meine Frau Hyppolita zu heiraten. Sie stammt aus dem alten Griechenland. Zum ersten Mal sah Ich sie im Katakombenmuseum in Sizilien. Es war wirklich (leider!) Liebe auf den ersten Blick. Heute ist sie Direktorin des Frauengefängnisses in Hindelbank. Man merkt heute sehr viel von der Emanzipation, schon Gefängnisinsassin können die Frauen werden. Die Berufsmöglichkeiten für Frauen sollten endlich eingeschränkt werden.
Wir haben zusammen 14,5 Kinder und ein Walross. 14 davon sind Adoptivkinder; unser einzig eigenes Kind ist leider nur eine halbe Portion (das kommt von den Chromosomen väterlicherseits). Dafür ist das Walross anderthalbe Portion, das gleicht sich aus (das ist übrigens meine Frau).

Hobbys: Ich spiele Polo und Golf und zeichne Van-Gogh-Werke ab. An Weihnachten und Ostern spielen Hyppolita und Ich auch die vielgerühmten Verfolgungsjagden, die wir übers Jahr unseren Kindern vorenthalten.

1989

*Merligen ist ein Kaff am Thunersee. "gmerliget" (verhochdeutscht "gemerligt") heisst in der Umgangssprache so viel wie "gemogelt", jedenfalls ungefähr. Ob ein Zusammenhang zum Kaff besteht, ist mir nicht bekannt.

**In Münsingen befindet sich eine Irrenanstalt von Weltruf. Wenn die Einheimischen "Münsingen" sagen, meinen sie meist nicht das Dorf, sondern die Anstalt.

Dachbodenfund I

Das MODELL

I. Was ist "das Modell"?

Die Menschen sind nicht anders als damals, als Karl Marx und Friedrich Engels das Kommunistische Manifest herausgaben. Weil wir Menschen eben Menschen sind, war der Kommunismus von allem Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aus demselben Grund wird mein "Modell", das lediglich der Versuch ist, meine Gedankengänge über den Menschen, dessen Wesen und Zusammenleben sowie seine Beziehung zur Umwelt auf dem Papier zusammenzufassen, genauso Schiffbruch erleiden. Vorläufig soll noch kein Mensch etwas erfahren von der Existenz dieser Schrift, denn sie soll unverfälscht meine Person wiederspiegeln. Vielleicht wird sie auch auf immer mein kleines Geheimnis bleiben, denn falls das Werk überhaupt jemals fertig wird, weiss ich beim besten Willen nicht, was ich damit machen sollte oder an wen ich mich mit meinen hirnverbrannten Ideen wenden könnte.
Das Modell ist langsam gereift in meinem lebhaften Geist, nachdem schon einige Jahre Gedanken in dieser Richtung in mir aufgekeimt waren. In welcher Weise ich das alles in Worte fassen könnte, war eine Frage, die mich lange quälte. Endlich wurde sie (...) durch einen plötzlichen Geistesblitz beantwortet. Der Geburtstag des Modells fiel auf den Donnerstag, 6. Juni 1991.
Einen Tag später begann ich mit der Arbeit und werde sie bis auf unbestimmte Zeit nach Lust und Laune weiterführen.
Gezeichnet am 7. Juni 1991 (...): die Verfasserin.

(Frage an mein früheres Selbst: Was wolltest du damit sagen?!
Ob nie wieder Lust und Laune aufkam oder ob der Rest des Manuskripts verlorenging, ist nicht zu rekonstruieren; ersteres ist wahrscheinlicher.)

31
Mrz
2008

Der Roman - Kapitel 8

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels
5 In der Räuberhöhle
6 Die Rettung
7 Bei den Indianern


8 Werner als Pferdezüchter

"Nun, mein Sohn, weisst du jetzt, welches Handwerk du erlernen willst?" fragte der Vater ernsthaft an Werner gewandt. "Ich habe es mir genaustens überlegt. Ich möchte bei Onkel Ben Pferdezüchter erlernen." erwiderte Werner. Eine Woche später stand Werner neben Onkel Ben, der sich riesig freute, einen so tollen Lehrling zu haben. Er besass 163 57 Pferde. Eines Tages war ein Grizzlybär in die Herde eingedrungen, alle Pferde ergriffen die Flucht. Gerade kam Werner vorbei; zum fliehen war es zu spät, es blieb der Kampf übrig. Er griff nach seinem Dolch, warf, das Messer flog an dem Bären vorbei und spitzte sich tief in den Boden. Der grizzly stürzte sich auf den Jüngling, der geschickt zur Seite sprang. Es entstand ein unglaublicher Ringkampf. Immer wieder konnte der blutschwitzende Werner ausweichen. Er versetzte dem Bären einen heftigen Schlag auf die Schnauze. Werners Gegner taumelte und fiel zurück. Jetzt war die Gelegenheit da; der Junge konnte zum Messer kriechen und es dem gefährlichen Tier in die Brust rammen. Aber oh weh, kaum hatte Werner den Dolch ergriffen, richtete sich der Bär auf. Werner warf, der Grizzly sprang zur Seite und fiel schwerfällig zu Boden. Das Messer steckte in seiner rechten Flanke. Erneut richtete sich das fast zwei Meter grosse Tier auf und rannte auf Werner zu. Dieser duckte sich und verpasste dem Bären einen Stoss in den Magen. Blitzschnell fasste Werner den Dolch, zog ihn heraus und stiess ihn dem Bären ins Herz. Noch einmal machte derselbe einen Versuch aufzustehen, dann fiel er erschöpft und niedergeschlagen auf die Erde. Werner wurde überall gefeiert.
Juliane hatte inzwischen die sieben Gewehre beisammen und konnte den Mustang holen: zwei von den Eltern, 2 von Onkel Ben, eines von Werner und zwei hatte sie selbst gekauft. Jetzt hiess die Farm DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN

ENDE - THE END

Der Roman - Kapitel 7

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels
5 In der Räuberhöhle
6 Die Rettung

7 Bei den Indianern

Nach fünf Tagen durfte Juliane wieder aufstehen. "Wo ist eigentlich Peter? Ich habe ihn so lange nicht mehr gesehen" fragte Juliane. "Jetzt können wir es nicht mehr länger verheimlichen... Peter ist tot." gab Mr. Fox beklommen zurück. Er erzählte, wie der Unfall geschehen ist. "Mama, darf ich mit Papis Pferd ausreiten?" fragte Juliane, um von dem schrecklichen Thema abzukommen. "Nein, du bist noch zu schwach! Du könntest zusammenbrechen!" entschloss sich Mrs. Fox. Ich werde eben ohne Erlaubnis ausreiten, dachte Juliane verstohlen. Sie schlich sich in den Stall, sattelte Taiga und machte sich aus dem Staub. Ohne es zu wissen, drang sie in die Jagdgründe der Irokesen ein. Bald darauf wurde sie von zwei Spähern erwischt.

(Zeichnung: Links gesatteltes Pferd, etwa viermal so lang wie hoch, aber ganz eindeutig als Appaloosa erkennbar. Indiander in schicken Mokassins und mit zwei Federn auf dem Kopf hält Elfjährige am Schlafittchen gepackt.)

Sie wurde vor den Häuptling geführt. "Ich habe mich von dem Gespräch mit meinen Eltern erholen müssen, sie haben mir gesagt, dass mein Bruder tot ist..." Juliane erzählte dem Indianer die ganze Geschichte. Nach einer langen Redepause versicherte der Häuptling nachdenklich: "Wir werden deinen Bruder suchen. Ich bin fast sicher, dass er lebt." Er sattelte drei Pferde. Juliane stieg auf ihr Pferd; der Häuptling und zwei Krieger folgten dem Beispiel. Als sie an die Höhlen kamen, tappten sie in einen dunklen Gang. Als sie an eine Wand kamen, dauerte es eine halbe Stunde und der Weg war frei. Vor den Vieren lag ein grosses, kunstloses Wasserbecken mit steinigen Ufern. Dort, auf einem grossen Stein sass der kleine Peter, den Kopf in die Hände gestützt. Jetzt schaute er auf und stiess einen Freudenschrei aus. Er rannte auf seine Retter zu und fiel ihnen um den Hals. So schnell wie möglich begab sich der kleine Trupp ans Tageslicht. "Ach, wem gehört dieses Pferd eigentlich?" fragte einer der Krieger. "Meinem Vater. Meines ist 'runtergeknallt worden." entgegnete Juliane. Oh, welch ein Glück, für sieben "Donnerrohre" soll sie einen richtigen Mustang bekommen! Glücklich ritt sie mit Peter nach Hause.

Fortsetzung folgt.

29
Mrz
2008

Der Roman - Kapitel 6

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels
5 In der Räuberhöhle


6 Die Rettung

Die Männer gingen an Mr. Fox' Farm vorbei. Billy sah den Halstuchzipfel heraushängen; er roch daran und sofort witterte er Juliane. Er jagte diese Koyoten in die Stadt vor das Haus des Sheriffs. Die Männer gestanden alles, nur nicht, wo Juliane steckte.
Diese inzwischen hatte heftige Schmerzen. Bevor nämlich diese unbarmherzigen Bluthunde verschwanden, haben sie das Mädchen geschlagen, dass es zu grossen, blutigen Wunden führte. Eine gefrässige Ratte frass ihr am linken Arm viel Fleisch heraus. Auch Käfer und Blutegel sogen überall an den Wunden. Juliane wälzte sich auf dem Boden, vor Ekel. Endlich schlief sie ohne ein bisschen Hoffnung ein. Wenn Juliane gewusst hätte, dass der Sheriff, Mr. Fox, Sam, Werner und Peter auf der Suche nach ihr waren! "Vater, ich suche diesen Nebenstollen ab!" rief Peter und schon verschluckte ihn die Finsternis. Nach einer Weile hörten die Suchenden einen Mark- und Beindurchdringenden Schrei und dann einen Platsch. "Das war Peter! Habt ihr gehört wie das Blut zerspritzte? Oh, mein Sohn ist tot!" Bald hatten sie Juliane gefunden, dafür Peter verloren. Als Juliane erwachte, lag sie in ihrem Bett, auf dessen Rand die Mutter sass.

(Zeichnung: gleiches desproportioniertes Bettmodell wie in der vorherigen Bettzeichnung, diesmal mit karierter Bettwäsche. Die Mutter ist ein richtiges Mütterchen, fast Grossmütterchen, in langem Rock natürlich. Hinten rechts wieder so ein Fensterkreuz, diesmal sogar mit angedeuteter Landschaft hinter der Scheibe.)

Fortsetzung folgt.

Der Roman - Kapitel 5

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi
4 Der Tod des Schimmels


5 In der Räuberhöhle

"Au, lassen Sie mich los, Sie Pferdemörder! Das war gar nicht ich, der Sie verpetzt hat!" "Ha, ha, ha, das hast du dir so gedacht, hä; nachdem ich Katzen- und Pferdemörder war, werde ich, wenn du nicht endlich schweigst, auch Kindermörder! Ha, ha, ha!" Juliane wurde in eine finstere Räuberhöhle geschleppt. Sofort wurde sie gefesselt. Die Höhle war düster, alte Spinnweben hingen von der Decke herunter. An einem alten hölzernen Tischchen sassen vier Männer. In allen Ecken stappelte sich Schmuggelware an Schmuggelware. Auf dem Fussboden lagen bleiche Knochen herum. Wenn Juliane daran dachte, dass ihr Gerippe veilleicht auch mal hier liegen würde, lief es ihr kalt den Rücken hinunter.

(Zeichnung in Farbe!: fürchterliches Höhleninterieur, in der Mitte an Harassen gelehnt Elfjährige mit dick gefesselten Füssen und den Armen hinter dem Rücken, blaue Hose, grüner Pullover, Mundwinkel hängend, über den ganzen Körper verteilt blutige Wunden. Hinten links zwei wilde Männer beim Zechen. Auf dem Boden eine weisse Ratte, ein Schädel, ein Oberschenkelknochen und eine Wirbelsäule mit neun Rippen, alles in Textmarkergelb, sowie eine brennende Laterne. Wirklich stimmungsvoll!)

Nach etwa zwei Stunden verschwanden die Männer. Aber nach kaum fünf Minuten erschienen die Banditen mit Reisekoffern und Taschen erneut. Sie packten allerlei gestohlene Sachen ein, darunter auch Julianes Halstuch, die Gummistiefel und den Pullover. Ein kleines Zipfelchen des Halstuches schaute noch heraus. Erschrocken stotterte Juliane: "Aber Sie können doch nicht einfach..." "Schweig! Wenn du Glück hast, findet dich jemand, bevor du tot bist! Wir verreisen jetzt nach Belgien, servus, Kleine!" sagte der Mann barsch. Dann verschwanden sie.

Fortsetzung folgt.

Der Roman - Kapitel 4

DIE RANCH ZU DEN SIEBEN DONNERROHREN
Das vorgelagerte Nachwort.

Was bisher geschah:
1 Das weisse Kalb
2 Die Vermisstmeldung
3 Mizzis Schwester Pussi


4 Der Tod des Schimmels

"Was machst den du da, Bob?" fragte Juliane, als sie in den Stall trat. Darauf erwiederte Bob: "Ich tränke deinen Schimmel. Da es heute so heiss ist, bekommt er heute kühles Wasser!" "Um Gotteswillen! Neue Knechte sind nie gut! Das Tier bekommt schreckliche Krämpfe, ich muss es bewegen!" Sie sattelte und zäumte das Pferd in aller Eile und jagte davon. Allmälich lösten sich die Krämpfe. Jetzt waren sie bei den Hügeln angelangt, wo es unzählige Höhlen gab. Plötzlich wurde Schneehase unruhig. Gerade wollte Juliane ihn wenden, da peitschte ein Schuss, dass es laut wiederhallte; der wunderbare Hengst bäumte sich auf und sank in die Knie. Der Hengst war tot. Ehe sich das Mädchen besinnen konnte, was geschehen war, wurde sie es hart im Nacken gepackt. "Du kommst jetzt mit, weil dein Vater mich beim Sheriff verpfiffen hat! Ha, ha, ha!"

Fortsetzung folgt.
Pituffik

Notizen aus Kangerlussuaq

Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.

Tritt ein, lieber Gast, der Hund ist tot. (Aber den Wein musst Du bringen.)

Du bist nicht angemeldet.

Zugehör

Anlaufstelle für Dichter und Mäzene:

U. T. Rossel Escalante Sánchez clandestin0 primatenschwanz mixmail.com (Das vermeintliche O ist eigentlich eine 0, ein vedisches K0sm0s-Ei.)

Eilbriefkasten

Gerne. ;) LG tinius
Gerne. ;) LG tinius
tinius - 19. Mai, 20:48
Es wäre doch etwas...
Es wäre doch etwas zuviel der Ehre, mich in all...
La Tortuga - 19. Mai, 20:05

*****

Auf dem Nachttisch


Vincent Virga and The Library of Congress
Cartographia: Mapping Civilizations




Janet Frame
Faces in the Water




Julio Cortázar
Rayuela

In der Post wühlen:

 

Hohler Stein steht den Tropfen.

Online seit 732 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 19. Mai, 20:48

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