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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.) : Rubrik:Dankunsterblich</title>
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    <description>Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.</description>
    <dc:publisher>La Tortuga</dc:publisher>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-11T17:18:03Z</dc:date>
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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq</title>
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    <title>Maultrommeln</title>
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    <description>Am Anfang war der Klang! Wer hätte gedacht, dass ich jemals so etwas behaupten würde, ich, die Logos-Mönchin! Was an mir Leser ist (also fast alles) wurde ohne Ohren geboren. Mein Eierkopf besass auch keinen Mund und keine Nase, nur zwei riesige ovale Augen, blind vorerst, aber sie öffneten sich früh, lernten sehen, dunkelten nach, wurden - in manchen Stunden - vielleicht hellsichtig. Dann überrollte mich eine Lawine aus dem sagenumwobenen Toggenburg. Ich rang nach Luft und hörte ein weisses Rauschen. Wie war das möglich ohne Ohren? Die Knötchen links und rechts am Eierkopf fühlten sich an wie gemeine Pickel. Ein Glück hinderten mich die Fäustlinge daran, sie auszudrücken. Raschelnd entfalteten sich meine Ohren, und das ganze ebenfalls eierförmige Anhängsel unter Hals und Kopf mutierte zum Resonanzbecken. Bässe und Orgelpfeifen und die allgegenwärtige Maultrommel! Aus unserem engen, farb- und tonlosen Land entfesselst Du wilde Tektonik, unterkellerst es mit unheimlichen Karsthöhlensystemen, lässt es in Dolinen sinken und sich zu schlafenden Vulkanen auftürmen, als wäre dies immer ein mittelatlantischer Rücken gewesen und eine  gehandorgelte Tethys. Inzwischen könnte ich meine Ohren als Umhang tragen, würde ich sie hinten zusammennähen; Radio Schildkrötenherzschlag wäre weltweit zu empfangen. Wagte ich es, mich von den Churfirsten in den Aufwind zu werfen, diese Ohren liessen mich fliegen und segeln und gleiten auf dem Sirren der Luft! Der Zeit und dem Geist der Zeit drehst Du eine lange Nase. Aus grauem blasenwerfendem Brei ragst Du als Stimmgabel, Tonmesser, Klanglöffel empor. Während ich die Götter anrufe auf dass Du so alt werden mögest wie der Urton und die Allstille, bebt die Erde unter meinen Füssen. Bomm --- Bomm --- Bomm. Aus dem Erdkern. Oder meinem Unterbauch. Ich stehe auf meinen Ohrläppchen, damit sich die Ohrmuscheln aufrecht in den Wind trichtern. Ich bohre Löcher in Konservendosenböden und ziehe Schnüre ein, rühre einen unendlichen Kabelsalat an in der Hoffnung, dass Du mich eines Tages anrufst und dabei flüsterst und brummst. Ich verneige mich vor Dir, König der Hummeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Peter Weber in Ehrfurcht.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Dankunsterblich&quot;&gt;Dankunsterblich&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-02T09:29:00Z</dc:date>
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    <title>Seltene Linie</title>
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    <description>Ein unverwüstlicher Freund, den ich immer für seine unerschrockene Brust und die sichere Hand bewundert habe, zeichnete mein Portrait. Erstmals erkannte ich mein Äusseres als das meine, all das, was ich auf Fotos und selbst im Spiegel bisher vergeblich suchte. Das bin ich! Und sogar ein bisschen Inneres wurde sichtbar. Ich habe Züge, von denen ich nichts wusste, und sie gefallen mir. Es gibt in meinem Gesicht eine Linie, die selten sei, der Künstler nennt sie &quot;spezielles Merkmal&quot; (jeder hat ein solches, aber immer ein anderes). Ja, für einmal finde ich mich schön. Schönheit brachte ich nie mit meinem Bildnis in Verbindung, genauso wenig wie Hässlichkeit, weil ich weder das eine noch das andere an mir finden konnte (&lt;i&gt;in&lt;/i&gt; mir dagegen beides), und es schien mir auch nie wichtig. Heute denke ich, dass ich diesen Blick kultivieren und die seltene Linie ins rechte Licht rücken sollte.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-24T20:01:00Z</dc:date>
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    <title>Dem Beschwörer des Engels Asrael:</title>
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    <description>Seit ich Dich lese, sehne ich mich nach dem Widerhall des Hufschlags auf dem Kopfsteinpflaster Budapests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joyeuses Fêtes, Monsieur le Comte Arthur, avec tous mes remerciements. Cordialement vôtre, la Tortue</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Dankunsterblich&quot;&gt;Dankunsterblich&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T16:01:00Z</dc:date>
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    <title>Geliebter Prinz</title>
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    <description>von Theben, Tino von Bagdad und was Deiner Titel mehr sind.&lt;br /&gt;
In meinen weissen Nächten lese ich Deine blauen, wandle durch Deine Paläste, besaufe mich an Met und Nektar aus Deinen goldenen Füllhörnern, werde opulent um die Hüften allein schon vom Anblick der Speisen aus Deinen Vorratskammern und schattigen Gärten. Immer wieder entwischst Du mir, wirbelnder Derwisch, und nur Deine Gewänder, grün und rot und gelb, flattern noch im Mondwind eine Meile hinter Dir her. Eine Feder setzt sich auf meinen linken Orientpantoffel; ein Gruss von Dir, nicht wahr? Ich lausche dem flockenden Flötenspiel. Eins ums andere Mal verschlägt es mir die (meine eigene) - .</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Dankunsterblich&quot;&gt;Dankunsterblich&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-18T16:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/2739236/">
    <title>Tarragona III</title>
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    <description>Caracol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrte Maezene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eure Faulheit und Verantwortungsscheu gehen auf keine Kuhhaut. Kaum kehrt man Euch ein paar Wochen den Ruecken und rackert sich ab in fremden Landen, um Inspiration und wer weiss was noch alles zu erlangen, geht Ihr Millioenchen sortieren derweil und vergesst getrost die Kuecken unter Euren schimmligen Fluegeln.&lt;br /&gt;
Nun habe ich diese Plastikkarte in den Automaten gesteckt und was ist herausgekommen? Der Jackpot etwa?! Pah. Heifffe Lufffft!! Ich kann mich auch hemwaertshalbtagloehnern, wenns sein muss. Wie es Euch ergeht, weiss ich nicht, aber ich hatte bis anhin eine ziemlich hehre Vorstellung von Maezenatentum.&lt;br /&gt;
¡Camarero! Media copita de vino, por favor (es que no puedo pagar una entera, o sea... Ya pues, lavaré el pescado).&lt;br /&gt;
Herzlich, La Tortuga</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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    <dc:date>2006-09-29T12:14:00Z</dc:date>
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    <title>Nagib Machfus zum Gedenken</title>
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    <description>Widerstanden hast Du, den Irrealisten und den Realisten, den Festgefahrenen und den Windfahnen, auch den Zeremonienmeistern des Positiven Denkens. Deinen Attentätern zum Trotz verstummtest Du nicht, und zeitlebens, so will es die Legende bereits heute, schriebst Du Stunde um Stunde mit unbeirrter Hand. Du setztest Deiner Mutter Al Qahira ein Denkmal und bautest Brücken über das Mittelmeer und weiter. Eine glückliche Reise sei Dir beschieden, mögest Du Ruhe finden für all Deine Unruhe in einem anderen Zuckergässchen.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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    <dc:date>2006-08-31T14:30:00Z</dc:date>
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    <title>Heute wird nicht gestorben.</title>
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    <description>So langsam ermüdet nämlich auch die tägliche Sterberei. Daher will ich lieber wieder einmal jenen danken, die mir Tag für Tag das Leben retten. Als da wären in markantem Nominativ:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ritter von der lustigen Gestalt an meiner Seite. Immer, wenn ich mich gerade auf ein heroisches Ableben konzentrieren will, bringt er mich zum Lachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Handvoll Freunde von der Tafelrunde, die mir grossmütig alle Schroffheiten und Verkargungen verzeihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dichter rund um den Globus, zu allen Zeiten, Zeitgenossen oder Ahnen, auch Zukünftige, allen voran mein Erzdichter (der nicht derselbe ist wie im vorhergehenden Beitrag). Von ihm wünsche ich mir beileibe keine Kugel, sondern dies: Dass er niemals die Feder aus der Hand lege, solange ich lebe.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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    <title>Planet M</title>
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    <description>Raumschiff gelandet letztes Lichtjahr, Mondstiefel montiert, länger spaziert, auch hier kein Wasser, kein Sauerstoff, kein Leben, auch hier nichts als reinstes LOGOS. Aber: wir haben Quecksilber gefunden, Commander. Unmengen von Quecksilber (&quot;sublime&quot;). Dieser Planet ist so randvoll mit Quecksilber (und bar jeder Eitelkeit), dass er bierste/bärste/bürste, hätte er nicht diese weiche Oberfläche, beschienen von zwei Sonnen. Nie hat man eine so liebe Planetenkruste betreten. Voller Sorge, das Quecksilber nicht zu erschrecken: Mondstiefel demontiert, Füsse gewaschen (ohne Wasser? Hydropulver!), barfuss gegangen. Dem LOGOS ein Opfer gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Arthur avec gratitude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inclue dans la lettre: une pièce d&apos;ambre jaune d&apos;une planète apparentée.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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