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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.) : Rubrik:Sorgenbriefkasten</title>
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    <description>Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.</description>
    <dc:publisher>La Tortuga</dc:publisher>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
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    <title>Notizen aus Kangerlussuaq</title>
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    <title>Qühlschrank</title>
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    <description>Darin klemmte ein Thermometer am Eierfach, das zeigte 9°C an. Ich stellte die  Temperatur um 5°C tiefer, das Thermometer zeigte noch immer 7°C. Aus dem Gefrierfach tropfte Wasser, die Butter wurde weich, die Milch sauer, der Käse schimmlig und das Hackfleisch grün. Wahrscheinlich war die Tür undicht oder der Thermostat kaputt. Muss ich halt öfter einkaufen und immer alles sofort essen, dachte ich. Aber die Wärmeverluste blieben zu hoch. Also entfernte ich das Thermometer und stellte fest, dass es 4°C zuviel behauptete, und je kälter es wurde, umso mehr zuviel behauptete es. Seit das sture Thermometer nicht mehr im Qühlschrank klemmt, sondern ausserhalb, tropft das Gefrierfach nicht mehr. Die Butter ist hart, die Milch süss, der Käse pilzfrei und das Hackfleisch rosa. Aber dafür schwitze ich jetzt wie Anton. Und wenn ich das Thermometer auf den Balkon verbanne, verdorren die Pflanzen.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-17T11:44:00Z</dc:date>
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    <title>Temporäre Verwandlungen</title>
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    <description>Ich möchte einmal für ein paar Stunden ein Mann sein. Ich stelle mir vor, dass Geist und Körper eines Mannes übersichtlicher sind als Frauengeist und -körper für die Person, die in ihnen wohnt. Sogar die hochkomplizierten Exemplare (und nur diese interessieren mich, ob von aussen oder von innen) sind begabte Schreiner, die einwandfrei rollende Schubladen anfertigen können, darin noch unterteilt wie Besteckfächer, so dass sie den einen Gedanken (Messer) neben das andere Gefühl (Löffel) legen und eines nach dem anderen betrachten können - ohne dabei Schubladendenker zu sein, während manche Frauen selbst in Abwesenheit von Schubladen schubladendenken. Es muss leicht sein, einen Männerkörper in Ordnung zu halten, was sich keineswegs nur auf die Regionen beschränkt, die sich horrend unterscheiden. Ich weiss nicht warum mir das so erscheint; aber wenn ich Männer um etwas beneide, dann um diese Überschaubarkeit (alles hat seinen Preis: dafür bedauere ich sie um das langweilige Einerlei eines ewig konstanten Hormonspiegels). Ich würde auch gerne einmal meinen Namen in den Schnee pinkeln - den ganzen! - und überhaupt nur dreimal am Tag pinkeln müssen, ohne dafür in belebten Gegenden zwingend ein Klo zu brauchen. Ich möchte einmal in einem Geschlecht leben, das sich nicht fast ausschliesslich über Rivalität und Neid unter Geschlechtsgenossen definiert. Vielleicht das Beste am Mannsein ist die Freundschaft zu anderen Männern. Nur auf männliche Freunde kann man sich vollends verlassen (in 98 von 101 Fällen auch wenn man eine Frau ist), besonders dann, wenn die Liebe ins Spiel kommt. Viel seltener als Frauen verscherbeln sie für eine Liebesgeschichte ihre Freundschaft, und wenn doch, dann tun sie wenigstens nicht so, als wäre nichts gewesen. Überhaupt: lieber mal eine handfeste Prügelei als diese fürchterlichen Intrigen hinterrücks. Ich erinnere mich an eine angebliche Weisheit, die ungefähr lautete: ohne Männer gäbe es keine Kriege und lauter glückliche, dicke Frauen. Das kann eigentlich nur falsch sein. Viel eher gäbe es ohne Frauen keine Kriege (sind sie doch entweder Objekte des Streits (worin sie sich sehr gefallen) oder, öfter, die Anstifter und Aufhetzer im Hintergrund; ich meine, welcher Mann kriegt denn einen Ständer wegen einer Uniform, welcher Mann blöfft mit der Karriere seiner Frau herum oder nennt sich Dr., wenn eigentlich sie der Dr. ist). Unglücklich sind Frauen wegen der anderen Frauen, dünn sind sie aus demselben Grund, und wenn sie dick sind, vermitteln ihnen nicht die Männer, sondern die Frauen das Loosergefühl. Männer sind zwar nicht &lt;i&gt;a priori&lt;/i&gt; die besseren Menschen. Ich habe sie eben so geschildert, als wären sie ein Ort, den man gern besuchen möchte, an dem man aber um Himmels Willen nicht bleiben würde. Natürlich mag ich sie lieber (im Allgemeinen, oft nicht im Besonderen), und das liegt allein daran, dass ich eine Frau bin - da könnte ja sonst jeder kommen! Ich möchte einmal ein Mann sein, aber nur so lange, wie es dauert um herauszufinden, auf welche Weise sich die Gangart verändert, wenn man beim Spazieren einen dicken Bauch und einen flachen Arsch durch die Gegend gondelt anstatt umgekehrt.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-27T10:49:00Z</dc:date>
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    <title>Helpdesk, Beta-Version</title>
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    <description>&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/aX0-nqRmtos&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/aX0-nqRmtos&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da lobe ich mir mein(en) Gutenberg-Laptop.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-08T11:53:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/5005706/">
    <title>Schweizer Geschichte</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/5005706/</link>
    <description>Aus meinem Geschichtsheft, ca. 5. Klasse, zum Thema &quot;Warum führten die Eidgenossen so oft Krieg?&quot; - Es geht eigentlich um die Söldner auf dem Kriegsstrich. Alles sic! sic! sic! von der Wandtafel abgeschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abenteuer: etwas von der Welt sehen; Gefahr erleben; Ventil für Wut; Prahlerei: zu Hause etwas gelten&lt;br /&gt;
- Situation zu Hause: kleine Äcker; viele Kinder (besonders in Berggebieten)&lt;br /&gt;
- Beute: Vieh, Geld, Schmuck, Waffen, Kleider, Bettzeug, Nägel, Fenster&lt;br /&gt;
(plündern -&gt; Plunder)&lt;br /&gt;
- Versprechen der Werbetrommler&lt;br /&gt;
- Sold&lt;br /&gt;
- Ehre (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dürfte heute wohl für Blackwater-Milchbuben genauso aussehen.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-19T20:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4987299/">
    <title>Unendliche Verzettelung</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4987299/</link>
    <description>Verzettelung, Vernotizbücherung und -hefterung, Post-it allüberall, Ordner, Mäppchen, Mappen, Karteikärtchen gross, Karteikarten klein, Schubladen, Schuhkartons, ja sogar Stoffbeutel, und nicht zu vergessen Festplatte, Disketten, Cd-Roms. Ich jedenfalls habe nicht den geringsten Überblick über meine Schutthalde an zusammengetragenem Material, das ich eigentlich nicht vergessen will, weil Vieles davon als Rohstoff lagert für die Verarbeitung zu Weissnochnichtwas. Wenn ich ein Vogel wäre, würde ich niemals ein Nest hinkriegen. Immerhin habe ich es mittlerweile geschafft, die Anzahl Notizbücher in Synchronbetrieb von 5 auf 2 plus 1 Notizblock zu reduzieren. Das Tagebuch wurde ersatzlos gestrichen, nennenswerte Vorkommnisse in meinem Einzelleben (selten) werden sofort fiktionalisiert und dramatisch aufgebläht. Zudem haben die Notizbücher jetzt Nummern und Seitenzahlen, so gelingt es manchmal, etwas wiederzufinden und die Seitenzahlen zum gleichen Thema zusammenzufassen - sofern ich mich daran erinnere. Einmal habe ich es mit einer kleinen Software versucht, aber vergiss es, ich brauche Papier unter den Fingern. Es ist auch eine Freude, durchzublättern um nichts zu suchen, wenn das der Sinn ist. Noch immer bin ich auf der vergeblichen Suche nach einem System, mit dem ich zurechtkomme. Auch &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=tu3t_zzHJJs&quot;&gt;Niklas Luhmanns Zettelkasten&lt;/a&gt; verstehe ich nicht, obwohl ich sehr beeindruckt bin. Sympathisch und übersichtlich finde ich das Ordnungsprinzip nach Mayröcker, wenn ich mich recht erinnere, nennt sie es &quot;Halde&quot; (ein Bild, über dem ich schon Stunden meditiert habe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;mayroecker&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/mayroecker.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist der Zettelkasten &lt;a href=&quot;http://www.verzetteln.de/synapsen/konzept.html&quot;&gt;synapsen&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;http://www.verzetteln.de/&quot;&gt;Markus Krajewski&lt;/a&gt; eine Option - wenn auch wahrscheinlich nicht für mich. Wer weiss, dereinst in einem Anfall von Verzweiflung ...</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-11T20:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4956069/">
    <title>Auf der Abschussliste</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4956069/</link>
    <description>Wiedermal ein bisschen Statistik, es ist interessant und beunruhigend.&lt;br /&gt;
(Suchworte verfremdet, weil es langsam neeeeervt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der meistgelesene Beitrag ist nach wie vor der legendäre Bexxelbrief.&lt;br /&gt;
- Die verfluchten Lympfxxggnoten scheinen das Volk massiv zu verängstigen.&lt;br /&gt;
- Chemie ist ein weitverbreitetes Hobby, meine Anleitung zur Seixxfenherstellung ist stets ein Renner.&lt;br /&gt;
- Unter den häufigsten Suchbegriffen rangieren (neben dem ewigen Bexxelbrief) - unglaublich! - &quot;sinnlose Berufe&quot; (na dann, googelt halt und landet hier), &quot;Kxxamel basteln&quot;, &quot;30. Geburxtag&quot;, &quot;Deflorierung&quot;, &quot;Schlachtruf&quot;, &quot;Exxotikkataloge&quot; (hehee!), &quot;basteln Kxxamel&quot;, &quot;Gxästepantoffeln&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber wirklich zum Fürchten ist: ich werde offensichtlich von der US-Regierung und von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/DARPA&quot;&gt;denen da&lt;/a&gt; ausspioniert. Entweder liegt es daran, dass literarische Affinität und Aktivität an sich als gefährlich eingestuft wird. Oder dass ich einmal auf der arabischen Tastatur &quot;1001 Nacht&quot; geschrieben habe und einen Gruss, der übersetzt ungefähr &quot;das Heil begleite dich&quot; bedeutet. Na denn, san&apos;s griässt, Uncle Sam, ich bin ein Terrorist! Und das Heil begleite dich, natürlich.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-28T20:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4923485/">
    <title>Das weiss man heute</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4923485/</link>
    <description>Vollkornbrötli, Gurke, frisch, Gurkenmaske, Nichtrauchen, abwechslungsreich, leicht, Bewegung, aerob, Müesli, fettfrei, Kontrolle, lachen, work-life-balance, Entspannung, leicht, Seelenbaumeln, Birnenpo, noch besser gar kein Po, nordic walking, aquafit, Zusatzversicherung, Velohelm, bodylotion, Pflegespülung, frisch, Feuchttücher, ph-neutral, Ginseng, stressfrei, Fischölkapseln, Knoblauchkapseln, biologisch abbaubar, überhaupt biologisch, am ehesten Buddhismus, leicht, keine Religion draus machen, locker nehmen, Magnetmatten, Stangensellerie, Schlafhygiene, Joghurt statt Mayo, Freizeit planen, Selbstverwirklichung, frisch, gewaltlose Kommunikation, Meditation, Apfelessig, alkoholfreies Bier, ohne schlechtes Gewissen, sich selbst mögen wie man ist, an sich arbeiten, ohne Fett geröstet, entrahmt, fleischlos, die Krankheit annehmen, frisch, geniessen, tapfer kämpfen, leicht, nicht zuviel vornehmen, Lebensversicherung, Bausparen, Tierfriedhof, Ayurveda, Achtsamkeit üben, Grüntee, Roiboos, frisch, schlank im Schlaf, L-Carnitin, Sonnencrème, leicht, noch besser gar keine Sonne, Desinfektion, nichts von fremden Männern annehmen, abschalten, sich etwas gönnen, Massagebrause, frisch, Ballast abwerfen, die Vergangenheit klären, die dunklen Seiten integrieren, Magnetmatte, Impfung, Ergonomie am Arbeitsplatz, Malariaprophylaxe, leicht, schälen oder kochen, 5 am Tag, frisch, sich jung fühlen bis man sich jung fühlt, entschlacken, Tofu, Sojamilch, für arme Kinder spenden, keine Eier, Tiere schützen, leicht, nichts essen was Augen hat, Psychohygiene, Nein sagen, frisch, geistig fit bleiben, eine Station früher aussteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiss gar nicht, was dagegen einzuwenden ist, eine Station früher auszusteigen. Die frohe Botschaft: eine halbe Reihe Schokolade pro Monat ist erlaubt, aber nur unter der Bedingung, dass man es geniesst. Ohne Gewissensbisse. Oder ein viertel Gläschen Wein. Aber bei Tabak, Fett, Fleisch und kein Sport hört der Spass auf.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-13T11:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4909042/">
    <title>Das ist zu befürchten</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;intellectual-woman&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/jequetepeque/images/intellectual-woman.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worauf jemand antwortete: As an intellectual woman, I stopped believing in love.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden bei &lt;a href=&quot;http://postsecret.blogspot.com/&quot;&gt;PostSecret&lt;/a&gt; (aus beruflichen Gründen unter ständiger Beobachtung der Schildkröte &amp; des Kamels.)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-05T14:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4898007/">
    <title>Notstand! Alarm! Schwundroman!</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4898007/</link>
    <description>Ja, das ist tragisch mit der Leseförderung (dieser &lt;a href=&quot;http://turmsegler.net/20080428/dinger-ohne-beleuchtung/&quot;&gt;herrliche Mitschnitt&lt;/a&gt; hat mich gerade wieder schmerzlich daran erinnert). Es hilft alles nichts; um ehrlich zu sein, ich versuche es gar nicht mehr, der ewige Missionarsstellungskrieg brockte mir nur Herzschmerzen ein. Lange dachte ich auch, es wäre besser, &quot;irgendetwas&quot; zu lesen als gar nichts - ja das dachte ich, bis mir die Buchhandlung eines Tages verwechselnderweise ein nichtbestelltes Buch zusandte. Es war eben so ein Schwundroman. Ich nahm mir vor, ihn zu lesen, bevor ich ihn zurückschicken würde, wenn mir schon ein kostenloses Bildungsangebot in den Kasten gelegt worden war.  -- Also: da war eine Frau, die gerade in Eile hohe Schuhe montierte, als der Klempner klingelte. Sie liess ihn ein und legte ihn flach (nicht er sie, es war ein Frauenroman, aber das ohnehin). Dann ging sie hinaus, wo die Freundin im Auto wartete, erbost über die Verspätung und dann erfreut über die Nacherzählung der Klempnerei (auch der Leser musste sie nochmals hören, aber Längen hatte das nicht, es dauerte 5 Sekunden, pfffft). Sie setzten sich in eine Bar und liessen den Charme walzen. Noch bevor der Drink kam, hatten sie schon je ungefähr zwei Kerle am Haken. -- Bis jetzt hatte ich Ein-ein-halb-Seiten gelesen. Ich konnte nicht mehr. So lang hatte ich noch niemals gebraucht für Ein-ein-halb-Seiten. Inzwischen bin ich überzeugt, dass es doch unschädlicher ist, gar nichts zu lesen als etwa dieses Buch. Dabei verpasst man sozusagen das eigene Leben und das der anderen, wenn man von sich nicht behaupten kann: &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=VabR9bz_0T8&quot;&gt;&quot;Ich habe einmal ein Buch gelesen.&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-29T17:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4888397/">
    <title>Die Inquietüden der Kaiserin Sissyphüdi II</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4888397/</link>
    <description>&quot;Chronisch Kranke massiv teurer&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand in der Zeitung, gestern glaube ich, an falscher Stelle, das würde in den Wirtschaftsteil gehören, wo es doch um Moneten geht. Aber nein, in der Innenpolitik! Als wären chronisch Kranke ein Menschenrecht, unerhört. Teurer als was? Chronisch Gesunde? Akut Kranke? Teurer als wann, letztes Jahr, im 19. Jahrhundert? Kratzt mich das? Ich habe nie damit geliebäugelt, mir einen chronisch Kranken zu kaufen. Ich kenne meine finanziellen Grenzen und mache mir ohnehin nichts aus materiellem Plunder. Nun gut, so ein akut Gesunder wäre durchaus dekorativ, den werde ich mir vielleicht einmal leisten, aber sowas hat ja heutzutage jeder. Luxuskrempel und Statussymbole, das muss &lt;i&gt;per definitionem&lt;/i&gt; teuer sein, was soll also das Geschrei?</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T11:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4853744/">
    <title>Das Land in dem ich wohne</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4853744/</link>
    <description>Es ist ein schönes Land, sagen die Besucher, und wenn ich sie frage, was ihnen denn gefällt: die putzigen Gärtchen und Balkönlein, überhaupt dass es so geputzt ist. Ich weiss nicht ... Was mir an diesem Landstrich gefällt, sind die Berge, wären die Berge, wären sie nicht zum Disneyland und Wank-dich-schlank-Parcours ausgebaut und gespickt mit Straflagern für Asylsuchende auf sturmgeitschten Pässen. Berge gibts auch anderswo. Wir sind in den TopTen des Lebensstandards und der Suizidrate, und wenn ersteres um einen halben Listenplatz abzurutschen droht, fühlen alle sogleich ein Loch im Magen (über zweiteres wundern sie sich nur, bestimmt werden die Evangelischen heimlich subventioniert für die Präventionsplakate, die Hölle ist nicht im Diesseits oder sowas). Wahrscheinlich werden nicht alle Parameter, die den Lebensstandard ausmachen, mitgerechnet, alle geht ja nicht, aber sind doch wichtig, diese paar Kennzahlen, die über unsere Tradition Aufschluss geben, denn was Schweizerländchen nicht gelernt hat, straft Gott das hehre Vaterland sofort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848: NEU! Bundesstaat, Niederlassungsfreiheit, demokratische Mitwirkungsrechte für Bürger ( = männlich, volljährig, christlich).&lt;br /&gt;
1874: NEU! Demokratische Mitbestimmung in der Wohnsitzgemeinde auch für Kantonsfremde.&lt;br /&gt;
1952: NEU! Frauen dürfen die Schweizer Staatsbürgerschaft behalten, wenn sie einen Ausländer heiraten.&lt;br /&gt;
1971: NEU! Frauen erhalten das Stimmrecht auf eidgenössischer Ebene.&lt;br /&gt;
1981: NEU! Frauen dürfen ihr Gemeinde- und Kantonsbürgerrecht behalten, wenn sie einen Schweizer heiraten.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-10T14:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4835336/">
    <title>Das hat uns Jahre gekostet</title>
    <link>http://jequetepeque.twoday.net/stories/4835336/</link>
    <description>Ohne den &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Musenalp-Express&quot;&gt;Musenalp Express&lt;/a&gt; hätten wir rechtzeitig gelernt, was ein Gedicht (nicht) ist. Wir wären nicht andauernd unglücklich verliebt gewesen oder wenigstens nur für uns allein und nicht für alle anderen auch noch, und hätten unsere Energie zwischendurch auf etwas anderes verwendet als auf das Trauerbalzen. Wir heulten ja um unsere Liebhaber schon, bevor sie unsere Liebhaber wurden und uns verliessen, wir wurden überhaupt nie verlassen, wie denn ohne Liebhaber, aber wir lasen und schrieben als ob. Dass hinter dem Musenalp Express rein kommerzielle Interessen steckten, wussten wir nicht, aber es wäre uns wohl so lang wie breit gewesen. Kostenloser Schmalz ist besser als keiner. Hätte man geahnt, dass das lebenslang so peinlich bleibt, dass man später &quot;wir&quot; und &quot;man&quot; sagen muss, wenn man zugibt, dass ich Musenalp verschlungen habe! Ich war nicht die einzige! Das war nicht ich! Zu meiner Ehre sei höchstens gesagt, dass ich nie ein eigenes &quot;Gedicht&quot; eingeschickt habe. Es hätte den Braten auch nicht feiss gemacht, Deine braunen/blauen/honig Augen, mein (waid)wundes/krankes/schmelzendes Herz, Deine starken Arme süssen Lippen Segelohren (solltest froh sein, deswegen liebt Dich sonst keine) Du Du Du und natürlich sterbe ich, wenn ich Dich einen Nachmittag lang nicht sehe, vor allem immer alles tief tief tief zutiefst etc.&lt;br /&gt;
Offenbar wurde der Musenalp Express wiederbelebt, aber vielleicht liegt er schon wieder im Sterben (weil er mich ein paar Jahre nicht sieht), denn die &lt;a href=&quot;http://www.musenalp.com/meonline/MusenalpExpressMaerzApril2006.pdf&quot;&gt;letzte Ausgabe&lt;/a&gt; (pdf) - sieht aufs Haar so aus wie früher! -, erschien vor zwei Jahren.</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-03T11:58:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4754566/">
    <title>Die Inquietüden der Kaiserin Sissyphüdi I</title>
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    <description>Es &lt;i&gt;muss&lt;/i&gt; einfach eine andere Lösung geben als das Staubsaugen. Es muss! Doch je länger ich mir darüber den Kopf zerbreche, umso mehr Staub sammelt sich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(I: Denn es ist zu befürchten, dass daraus eine ewige Rubrik wird. Kaiserin Sissyphüdi ist ein erblicher Titel, hervorgegangen aus der Erbsünde, und kann auf keine Weise abgelegt (wie ein ehemals weisser Handschuh) oder abgelehnt (wie ein Nobelpreis) werden. Die Inquietüden der Kaiserin, man erahnt es mit Grauen, werden zum Wahnehäubchen des Sorgenbriefkastens avancieren.)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-03T13:43:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://jequetepeque.twoday.net/stories/4715487/">
    <title>Tortuga und die Nationalbank</title>
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    <description>Gesundheit ist nicht das höchste Gut, genausowenig wie Geld oder Glück (was, wenn man ersteres nicht hat, dasselbe ist). Das ist ein überaus arrogantes, zynisches, unreflektiertes Dogma (welches Dogma ist das nicht) einer winzigen Gruppe von Leuten, die gesund &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; reich sind. Ja, reich auch, denn wer wirklich arm ist, wird Gesundheit kaum als höchstes Gut ansehen, sondern sich eine Hand abhacken oder ein Auge ausstechen, um erfolgreicher zu betteln. Die Widersprüche sind offensichtlich. Die gleichen Leute, die posaunen: &quot;Gesundheit ist das höchste Gut&quot; und &quot;Geld macht nicht glücklich&quot;, behaupten auch immer wieder, Behinderte seien lebensfreudiger, Krankheiten hätten einen tiefen Sinn und Arme seien die fröhlichsten Menschen überhaupt. Natürlich ist auch jeder seines eigenen Glückes Schmied; noch mehr Widersprüche: warum gibt es also überhaupt noch welche, die freiwillig gesund und reich bleiben?!&lt;br /&gt;
Tortugas Welt: Gesundheit ist ein Luxusgut, bis zu einem gewissen Grad für Geld zu kaufen, insgesamt aber ein völlig zufällig über die Menschheit verteiltes Accessoire. Geld ist ebenso zufällig einfach irgendwie in die Sparschweine gelangt und neigt zu Kurzschlüssen, weil es immer auf der radiusschwächsten Bahn dem Weg des geringsten Widerstands nachkreist. Glück ist, vor allem wenn man schon gegessen hat, überwiegend Quatsch. Ich bin meines Glückes Schmied, ich habe jetzt im Keller eine Werkstatt, wo ich Nägel und Schrauben einschmelze und im Brezeleiesen zu Münzen präge. Hufeisen wären natürlich auch geil, man könnte darin Quatsch auffangen!, aber ich bin halt ein Pragmat. Das höchste Gut ist, es fällt mir immer auf, nachdem ich einen humorlosen, gehässigen Text wie diesen geschrieben habe: Humor. (Man kann ihn mit den von der Nationalbank gepressten Münzen nicht kaufen.)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-18T10:47:00Z</dc:date>
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    <title>Zahlenmerkunfähigkeit, gespenstisch!</title>
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    <description>Neulich kam mir ein Foto in die Quere, das meine Kindergartenklasse zeigt. Ich wusste von jedem Kameraden noch den Vor- und Nachnamen. Bis hierhin ist das wohl normal, aber als ich auch die Kinder auf dem Kindergartenfoto meines Bruders bis auf zwei Ausnahmen benennen konnte, obwohl ich die allermeisten seiner Kindergartenkollegen nie persönlich kannte, wurde mir etwas unheimlich. Ich vergesse niemals einen Namen, Name und Gesicht (auch Gesichter aus Erzählungen, wie die der Kameraden meines Bruders), das gehört untrennbar zusammen und brennt sich ein. Genauso, wie ich von einer Person, die ich vielleicht nur nach dem Weg gefragt habe, jederzeit die Augenfarbe weiss.&lt;br /&gt;
Aber Zahlen, gute Nacht! Geburtsdaten sind ein Hindernislauf: a) das Datum selbst: achtstellig, strukturiert nur durch zwei Punkte. Das Jahr Zehntausend möchte ich nicht erleben. b) die Abgleichung mit dem aktuellen Datum, wozu man wissen muss, welcher Tag heute ist. c) welches Datum gehört zu welchem Gesicht, welchem Namen, welcher Augenfarbe?&lt;br /&gt;
Am schlimmsten sind Telefonnummern, besonders seit sowohl die Telefondichte pro Einwohner als auch die Einwohnerzahl exponentiell explodieren, wodurch die Nummern immer länger werden, und man sogar inland noch lokale Vorwahlnummern einstellen muss. Durch &quot;Abnutzung&quot; der Nummern, also häufiges Wählen, könnte man das Problem etwas mildern, aber ich telefoniere nun mal nicht gern, lasse mich wenn schon anrufen und gehe auch dann höchst selten ran.&lt;br /&gt;
Den Gipfel der Zahlenmerkunfähigkeit markiert die eigene Festnetznummer (denn nur eine solche habe ich bekanntlich, auch sie ein Kompromiss). Es gibt ja selten einen Grund, sich selbst anzurufen. Weil es mir aber langsam peinlich wird, dass ich auch nach nunmehr über zwei Jahren mit derselben Nummer immer noch die Agenda hervorkramen muss, um sie jemandem vorzustottern, habe ich mir angewöhnt, mich von den von mir frequentierten Aussenposten aus anzurufen und - damit es mir mindestens so scheint als hätte das einen Sinn - einen Lagebericht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Rein rhetorisch frage ich nach dem Piepton immer zuerst: &quot;Guten Tag, hier ist Frau R. Können Sie mich bitte mit Frau R. verbinden?&quot;&lt;br /&gt;
Heute gefror mir das Blut in den Adern, als meine Stimme auf der anderen Seite dienstfertig erwiderte: &quot;Ja, am Apparat.&quot;&lt;br /&gt;
(&quot;Tschuldigung, falsche Nummer&quot;, hauchte ich noch, bevor ich in der Telefonzelle ohnmächtig zusammensackte. Jetzt sitze ich hier am stummen Telefon, lausche dem Freizeichen und bin einigermassen besorgt. Wann komme ich endlich nach Hause, und warum habe ich mir heute keinen Lagebericht zukommen lassen?! Ist mir am Ende etwas zugestossen?!?!)</description>
    <dc:creator>La Tortuga</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://jequetepeque.twoday.net/topics/Sorgenbriefkasten&quot;&gt;Sorgenbriefkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 La Tortuga</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-21T18:49:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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